Grüner Knollenblätterpilz - Amanita phalloides

Der Hut dieser größeren Knollenblätterpilz-Art ist olivgrün, geht aber auch ins Grau-, Gelb-, oder Braungrüne über, er ist dunkler gestrichelt und in der Mitte meist dunkler gefärbt als am Rande; er wird 6 - 12 cm breit. Die abziehbare Oberhaut erscheint nur bei jungen Exemplaren mit Fetzen der weißen, äußeren Hüllhaut bekleidet, die den Pilz in der Jugend ganz umschloss.

Gelblicher Knollenblätterpilz - Amanita mappa

Dieser Pilz gehört nebst dem grünen und dem Frühlings-Knollenblätterpilz zu den weitaus gefährlichsten aller Giftpilze. Er bricht wie ein Fliegenpilz als eiförmige Knolle aus dem Waldboden hervor und ist von einer weißen, äußeren Hüllhaut umschlossen.

Fliegenpilz - Amanita muscaria

Der bekannte prächtige Fliegenpilz, der zu den schönsten Zierden unserer Wälder gehört, hat einen leuchtend scharlachroten oder feuerroten, zuweilen auch gelbroten verblassenden Hut, der eine Breite von 8 bis 20 cm erreicht. Der junge Pilz bildet eine weißliche Knolle; sein Stiel ist in diesem Zustand dicker als der Hut (ähnlich beim Lila-Dickfuß, Steinpilz, den Schirm- und Knollenblätterpilzen).

Pantherpilz - Amanita pantherina

Amanita pantherina ist giftig! Es ist jedoch eine Merkwürdigkeit, dass er bei E. Gramberg als "essbar" gilt. Dazu schreibt Gramberg, dass früher der Pantherpilz allgemein als giftig angesehen wurde, was er nicht ist und dass für die Verwendung lediglich die unappetitliche Oberhaut zu entfernen sei.

Perlpilz - Amanita rubescens

Der Perlpilz, der häufig in Nadelwäldern vorkommt schmeckt besonders gut in Mischgerichten von Waldschwämmen (Maronen, Pfifferlingen, usw). Es lohnt, diese für Anfänger etwas schwierig bestimmbare Art durch genaues Studium mit in das Sammeln aufzunehmen, da er oft zu kleine Ausbeuten lohnend ergänzt.

Scheidenpilz - Amanitopsis vaginata

Jeder aufmerksam Wanderer hat ihn schon einmal im Wald entdeckt hat, doch gesammelt wird er selten, vielleicht, weil man ihn wegen der Knolle für giftig hält (Knollenblätterpilz). Doch gibt es in der unten stehenden Beschreibung eindeutige Erkennungsmerkmale. So fehlt dem Scheidenstreifling beispielsweise eine Manschette am Stiel.

Hallimasch - Armillaria solidipes

Der Baumpilz hat keinen außergewöhnlichen Geschmack, doch im Spätsommer und Herbst findet man ihn im Wald in großen Mengen. Die Pilzgerichte sollten gut 20 Minuten gedünstet werden, weil der Hallimasch etwas zäh ist. Der Pilz könnte leicht mit dem Sparrigen Schüppling verwechselt werden, doch dieser ist nicht giftig, sondern er schmeckt einfach nicht gut (rettichartiger Geschmack).

Ackerschirmpilz - Macrolepiota excoriata

Der ziemlich weichfleischige Hut wird 6 bis 12, auf günstigem Boden bis 15 cm breit, ist weißlich oder bräunlichgelb, in der Mitte dunkler und meist gebuckelt. Jung ist er eiförmig, wird dann glockig und zuletzt flach, aber oft wellig verbogen.

Gemeiner Safranschirmling

Er ist dem großen Riesenschirmling (Parasol), mit dem er oft verwechselt wird, ähnlich, steht ihm an Größe aber etwas nach. Die Bestimmung geschieht neben den äußeren Merkmalen vor allem durch die rosenrote Verfärbung an Bruch- oder Schnittstellen.

Riesenschirmpilz - Macrolepiota procera

Der große Schirmpilz, mit den Champignons verwandt, ist einer unserer stattlichsten Lamellenpilze, dem am Größe und Schönheit des Baues kaum ein anderer gleichkommt. Für Anfänger ist der Parasol leicht zu bestimmen. Besonderers ist vor allem sein sehr guter Geschmack.

Reifpilz - Rozites caperata

Er ist ein vorzüglicher, zartfleischiger Speisepilz, der leider als solcher recht unbekannt ist (allerdings sind nur jüngere Exemplare schmackhaft). Es ist ein vom Äußeren her ein schöner Pilz, mit gefurchten, runzeligem Hut und dadurch recht leicht zu erkennen.

Stockschwämmchen - Pholiota mutabilis

Der Baumpilz ist sehr schmackhaft und ist leicht zu finden; doch es könnte mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf verwechselt werden (siehe unten beschrieben), was bei genauem Vergleich jedoch nicht vorkommen dürfte. Lies also genau die Beschreibung. 

Sparriger Schuppenpilz

Der Baumpilz ist etwas dem Hallimasch ähnlich, doch sind seine Hüte meist leuchtender und die Kappen wie die Stiele des Pholiota squarrosa (der aus der Familie der Träuschlingsverwandten stammt), sind recht gleichmäßig beschuppt. Früher galten die Kappen als bedingt essbar, heute zählt man ihn eher zu den Giftpilzen, doch weil das Fleisch sehr zäh ist, so ist er ohnehin für die Küche nicht zu gebrauchen.

Schafchampignon - Psalliota arvensis

Gerade dieser Pilz, gibt durch seine Ähnlichkeiten mit dem Frühlings- und Gelblichen Knollenblätterpilz oft Anlaß zu verhängnisvollen Verwechslungen. Solche treten um so leichter ein, da der Anis-Champignon häufig in Gesellschaft der Knollenblätterpilze vorkommt und ihnen besonders im jugendlichen Zustande auffällig gleicht.

Feldchampignon - Psalliota campestris

Den Wiesen-Champignon findet man auf Wiesen und Weiden (Pferdekoppeln), doch bekannter ist er als Kultur-Champignon. Trotzdem wird er in der Natur keineswegs von den Laien-Sammlern mit Sicherheit erkannt. Man verwechselt ihn mit anderen weißen Schwammerln, seltener jedoch mit dem giftigen Knollenblätterpilzen, die seinen Standort nicht teilen.

Ziegenlippe - Xerocomus subtobentosus

Ein in Größe, Form und Farbe erstaunlich veränderlicher Pilz. Der zarte, weiche, filzige Hut ist matt, olivebraun, olive-graugelb, braungelb oder lederfarben, oft purpurn überlaufen. Er wird 7 bis 10, bisweilen bis 15 cm breit, ist jung halbkugelig oder hochgewölbt, später flach.

Maronenpilz - Xerocomus badius

Der Hut dieser dem Steinpilz ähnlichen Art wird 6 – 12, seltener bis 16 cm breit. Er ist jung fein samtartig-filzig, später kahl und glänzend oder matt, meist trocken, bei feuchten Wetter klebrig oder schmierig. Seine Farbe ist, wie sein Name andeutet, kastanienbraun, fahlbraun, braungelb, in der Jugend auch wohl brau- oder schwarzgrün.

Gallenröhrling - Tylopilus felleus

Der Gallenpilz ist ein unangenehmer Doppelgänger des Steinpilzes, dem er besonders in der Jugend täuschend ähnlich ist. Der kahle, in der Mitte zuweilen gekörnelte Hut ist anfangs halbkuglig, dann polsterförmig gewölbt oder flach, nicht selten wellig verbogen. Er wird 6 bis 10, selten bis 16 cm breit, ist falbbraun, grau-, zimt-, olivbraun oder lederfarben, matt oder glänzend; der Rand erscheint meist blasser.

Erdritterpilz - Tricholoma terreum

Der dünnfleischige, trockne, weiche, zerbrechliche Hut ist erdfarben: grau, mäusegrau, weißgrau, graubraun oder graubläulich und mit fasrigen, dunklen, eingewachsenen Schüppchen und Fäden bedeckt. Er ist anfangs glocken- oder kegelförmig, dann ausgebreitet, bleibt aber in der Mitte meist spitz gebuckelt und wird 5 bis 10 cm breit.

Schwefelgelber Ritterpilz - Tricholoma sulfureum

Alle Teile dieses übel riechenden Pilzes sind schwefelgelb. Der Hut wird im Alter schmutzig gelbbraun oder etwas rotbräunlich; die Mitte ist oft dunkler gefärbt. Er erreicht eine Breite von 4 bis 8, selten bis 10 cm, ist anfangs fein seidenfasrig, dann kahl. Er ist glanzlos, trocken, glatt und mitunter höckrig. Das schwefelgelbe Fleisch färbt sich bei zunehmendem Alter schmutzig gelbrötlich.

Rötlicher Ritterpilz - Tricholoma rutilans

Der rötliche Ritterpilz ist einer der schönsten Pilze unserer Wälder. Hut und Stiel sind in der Jugend mit prächtig purpurrotem, feinem Filz bedeckt. Später verliert sich dieser Überzug allmählich, der Hut wird rotgelb und schließlich gelb oder braungelb, bleibt aber rotflockig und -schuppig; die Mitte ist oft gebuckelt und dunkelpurpurn.

Grauer Ritterpilz - Tricholoma portentosum

Der aschgraue, ins Gelbe oder Braune neigende, in der Mitte dunklere, fleischige Hut entwickelt sich schon ziemlich weit, wenn er sich noch unter der Erde befindet und ist daher, da er anfangs klebrig ist, meist mit Sand, Nadeln und der gleichen bedeckt. Ach später bleibt er bei feuchtem Wetter klebrig-schleimig.

Hufmaipilz - Tricholoma gambosum

Der fleischige Hut, der 5 bis 10, selten auch bis 14 cm breit wird, ist in der Jugend hoch gewölbt; wenn er sich aber ausbreitet, verbiegt er sich meist, wird oft hufförmig, höckrig und grubig. Er ist weiß, weißgelb oder tongelb, glatt, im Alter rissig und blassend; der anfangs eingerollte Rand ist schwach filzig.

Grünling - Tricholoma equestre

Der fast immer mit Erde oder Nadeln bedeckte, schmutzige und unansehnliche Grünling bietet von unten gesehen, mit seinen leuchtend gelben Blätter einen überraschend schönen Anblick. Sein fleischiger Hut ist anfangs halbkuglig oder kegelförmig, mit eingebogenem Rande, später breitet er sich aus und wird flach gewölbt.

Blauer Ritterpilz - Tricholoma bicolor

Der Hut ist in jüngerem Zustande schön blauviolett; im Alter verbleicht er und geht ins Bräunliche über. Er ist festfleischig, kahl, wird 7 bis 12, seltener bis 18 cm breit, ist gewölbt, regelmäßig rund oder auch wellig verbogen, schließlich aber flach. Am Rande ist der Hut anfangs stark eingerollt, etwas filzig und bereift, später dagegen glatt und scharf. Die Oberhaut lässt sich abziehen.