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Fürst Hermann Pückler-Muskau
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Planungshilfen: Die
ersten Planungsschritte
Hausgartengestaltung
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Eine
Grundidee muss dem Ganzen einer
Garten- oder Parkanlage zugrunde liegen.
Der leitende, durchbildende Gedanke muss in jedem einzelnen zu
erkennen sein. Damit verlange ich keineswegs, dass auch schon im voraus der
genaue Plan der Ausführung bis in jede Einzelheit entworfen und streng daran
festgehalten wird. Gerade das Gegenteil möchte ich in gewisser Hinsicht
empfehlen.
Wie man die Schönheit einer Landschaft nicht aus einer Karte ablesen kann, so
braucht auch ein dem Auge wohlgefälliger Plan keine schöne Wirkung
hervorzubringen.
Vielmehr ist oft in der Wirklichkeit am
schönsten, was auf dem Papier am ungeschicktesten aussieht.
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Um sein Haus
begnüge man sich mit einem reizenden Garten von geringem Umfange, in dessen engem Raum dann nicht mehr landschaftliche Mannigfaltigkeit, sondern Bequemlichkeit, Anmut bezweckt wird.
Beides, Park und Garten,
sind zwei sehr verschiedene Dinge, und es ist vielleicht einer der Hauptfehler
aller mir bekannten deutsch-englischen Anlagen, dass dieser Unterschied fast nie
gehörig beachtet wird, so dass einem auch hier, um mit Müllnern zu reden, nur zu
oft ein Rührei von Kunst und Unsinn entgegentritt.
Wenn der Park eine idealisierte Natur ist, so ist der Garten eine ausgedehntere Wohnung.
Man muss einen Baum
so schneiden, wie man annehmen kann, dass er zehn Jahre früher ausgesehen mag.
Manchmal sollen mehrere Bäume dicht zusammen in eine und dieselbe Grube
gepflanzt werden.
Nulla regula sine exceptione; um sich aber Ausnahmen
zu erlauben, muß man mit den Regeln desto vertrauter sein.
Zu vermeiden ist, zu viele Wege gewahr werden zu lassen, was durch Disposition und Pflanzung immer leicht zu bewerkstelligen ist.
Dass sich nun Wege nicht bloß wie eine auf den Stock gezogene Schlange
fortwährend zu drehen brauchen, sondern nur mit Leichtigkeit und Zweckmäßigkeit
die Biegungen machen müssen, die nötig sind, um den Gegenständen zu folgen, geht
aus dem früher Gesagtem hervor.
Der Verstand will auch im kleinsten immer durch
Zweckmäßigkeit erst befriedigt sein, ehe das gefälligste Ganze ihm völlig
genügen kann.
Es gibt eine gewisse Art von unbestimmter versteckter Symmetrie,
die durchaus keinen Widerspruch enthält
Es ist eine sehr missliche Aufgabe, Felsen zu machen.
Erdarbeiten und Planaden muss man so viel als möglich
ersparen. Die natürlichen Unebenheiten des Gartens sind in der
Regel malerischer, als die Kunst mit vieler Mühe hervorbringt.
Einheitlichkeit ist oft durch gleichartige Vielheit zu gewinnen.
Ein ganz
gewöhnlicher, üppig blühender Dorn- oder
Lonicerastrauch
nimmt sich gewiss besser aus als ein kümmerndes exotisches Gewächs, das in
angemessenem Klima vielleicht die höchste Pracht entfaltet haben würde.
So viele Gärtner vereiteln durch ihren, den lieben Deutschen der mittleren
Klasse ganz besonders anhängenden Eigendünkel oft die beste Instruktion. Je
besser sie ihr Fach erlernt haben, und daher im Technischen ihren Herren
natürlich übersehen, je leichter bilden sie sich ein, dies auch in ästhetischer
Hinsicht zu tun und verderben alles, indem sie alles
besser machen wollen, statt durch ihre Wissenschaft nur
mit Eifer das Gelingen fremder Kunstideen zu unterstützen und vorzubereiten.
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Hier
auf diesem Gartenportal kannst du dir viele Ideen und
Anregungen holen und weil die Infos umfangreich sind, empfehle ich dir morgen oder in einer
Woche noch einmal rein zu schauen.
Die besten Ideen holt man sich durch gute Beispiele. Dafür hab ich extra
ein
Bilderarchiv, in dem du herumstöbern kannst.
Eine weitere Möglichkeit sind Gartenschauen oder auch spezielle
Schaugärten, die du besuchen kannst.
Wenn du eine Gartenausstellung besuchst, dann nimm einen Fotoapparat mit
und viel Zeit. Du kannst für deinen privaten Garten ruhig andere
Gestaltungs-Ideen kopieren. Dabei kann später bei der Umsetzung alles schon ganz
anders aussehen , etwa wenn du mit anderen Materialien arbeitest.
Ideen kopieren ist die eine Sache. Du kannst auch versuchen eigene Ideen
systematisch zu entwickeln. Dazu habe ich hier auf der Homepage auch einige
Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber
kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas
kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck
deines Gartens (Balkon oder Terrasse) Klarheit verschaffst. Schon die alten
Gestalter wussten: der Zweck bestimmt die Form.
Beispiel: du möchtest
Rosen sammeln und willst einen Flecken vor dem Haus haben, wo du ungestört
lesen kannst. Also legst du erst den "ungestörten Platz" fest - und der liegt
meistens nicht am Rande zum Nachbarn hin, sondern mitten im Garten.
Rosen wollen offen stehen, aber du benötigst für dich selber etwas
Sichtschutz. In diesem Falle wird das wohl eine kleine Gartenlaube sein, welche
diesen Zweck erfüllt. In der Laube kannst du dir ein kleine Gartenbibliothek
einrichten. Und für einen Sitzplatz im Freien bietet die Laube nach einer Seite
eine gewisse Rückendeckung.
Für die rankenden Kletterrosen kannst du von der
Laube aus Spaliere (oder Pergola) so führen, dass dein Leseplatz nicht
einsehbar ist.
Rosengärten sollten immer klar architektonisch angelegt sein. Mit dieser
Regel planst du den Rest deines Garten. Schöne Rosenbegleitpflanzen sind
Buchsbaumhecken, Lavendel und vielleicht auch Rittersporn. Mit diesen wenigen
Pflanzenarten gibst du deinen Rosen einen klaren, ruhigen Rahmen.
Wie schon gesagt ... so auf diese Weise kannst du deine Ideen fort und
fort, wie von allein entwickeln. Versuche es doch mal.
Übrigens: wenn du wirklich Interesse an einem Rosarium hast, dann sammle
besonders duftende Rosensorten (nicht jede Rose duftet) - bzw. pflanze die
duftenden Rosen nahe an deinen Sitzplatz oder an deine Terrasse im Garten.
Und noch ein Tipp - wenn dein Garten mal fertig ist und wenn du noch
etwas
Geld investieren willst: eine schöne Gartenplastik gibt dem Garten den
letzten Schliff und macht aus ihm etwas ganz Besonderes. [009]
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