HOME -->
Terrassen
-->
Bodenbelag
->
Pflasterarbeiten
Gartenwege
|
|

|
Gartenweg: Platten verlegen |
Wie aufwendig man einen befestigten Weg anlegt, oder einen Terrassenbelag baut,
dass kommt darauf an, wie stark die Belastung der Fläche ist.
Hier im Bild wurde auf eine 10cm hohe, verdichtete Splittschicht,
Natursteinplatten in eine 4cm Sandschicht gebettet. Wenn man außen die
stabileren Platten verwendet, dann geht so eine Bauweise schon ganz gut für
einen wenig benutzten Gartenweg.
wassergebundene Wege, Aufbau
Holzterrassen
Pflaster-Vergleich |
Besser ist es aber ein wenig mehr Mühe aufzuwenden. Dazu unten
mehr. Wem das vorerst zu teuer ist, der sollte besser noch ein paar
Jahre für den solideren Wege- oder Terrassenbau sparen und dann
vielleicht sogar ein Firma arbeiten lassen. Bis dahin könnte könntest du
dein Projekt mit einer einfachen Kiesterrasse überbrücken.
1.] Setzte dir keine zeitlichen Ziele, etwa, dass die Terrasse
bis zur Geburtstagsfeier fertig werden muss - das verursacht alles
unnötigen Stress. Meist ist es so, dass man für die geplanten Arbeiten
die vierfache Zeit benötigt.
2.] Verschaffe dir Baufreiheit. Nichts ist schlimmer, als zu
wenig Platz an der Baustelle. Das Bild ganz oben ist schon ein wenig grenzwertig ;-) Ziersträucher wachsen nach kräftigem
Rückschnitt fast immer wieder viel zu viel und der Rasen wird halt mal
nachgesät.
3.] Du musst immer reichlich Baumaterial vorrätig haben. Nichts
ist schlimmer, wenn etwa nicht Sand, Splitt oder Beton vorrätig ist ->
da beginnt die Pfuscherei.
 |
Jeder Weg, jede Terrasse oder ein Platz, der befestigt wird baut sich nach
folgendem Prinzip auf.
0. Planum |
Man schachtet den Weg oder Terrassenplatz je nach Aufbau 40 bis 60cm aus. Der Grund,
auf dem der
Aufbau für das spätere Pflaster [Terrassenplatten, Kiesbelag] erfolgen
soll, nennt man das Planum. Diese Fläche wird mittels einer Rüttelplatte
verdichtet. |
Am Ende muss dieser Untergrund [das Planum] völlig eben sein und
dieselbe Neigung besitzen, die später für das Pflaster [Plattenbelag] zur
Entwässerung nötig ist.
Im Planum dürfen sich keine Senken befinden, wo sich
später Wasser unterirdisch sammeln kann. Um das Planum leichter mit dem
Rüttler bearbeiten zu können, kann man etwas Schotter auffüllen und zum
Ausgleich verwenden. Es sollte nie mehr als 20cm Boden aufgeschüttet und
festgerüttelt werden. Müssen Kabelgräben verfüllt werden, dann immer in
mehreren Schichten von 20cm verfestigen.
 |
 |
Bild: links - Schottermaterial für die erste
Schicht = Tragschicht [Frostschutz Schicht]
Bild: rechts - die selbe Baustelle nach Auftrag der Ausgleichsschicht
und der Terrassenplatten.
1. die Tragschicht Die
Schottertragschicht besteht aus grobem Splitt [Kiessand], der aus einer
Körnung 0/32 besteht - das heißt, es ist kein ausgesiebter Schotter. Die
Mischung enthält Bruch von feinster Korngröße bis zu 32mm. Die
Tragschicht wird ähnlich dem Planum in der gleichen Neigung planiert und
in Lagen [max. 20cm] verdichtet [Vibrostampfer].
Die Höhe der Tragschicht beträgt bei reinen Fußwegen, Terrassen 30cm.
bei Flächen und Wegen, Garageneinfahrten, die mit PKW befahren werden =
40cm.
werden Wege, Einfahrten, Straßen oder Plätze mit LKW befahren = 50cm
Wichtig: die Begrenzung der Wege oder Terrassen mit einem
Bord, oder mit einer in Beton gesetzten Pflasterschnur ist sehr wichtig.
Der Bord hält die Pflasterfläche zusammen, denn besonders Betonpflaster
neigen dazu, bei Dauerbelastung seitlich wegzurutschen.
Der Bord wird in eine magere, grobkörnige Betonmischung gesetzt
-> direkt auf
die verdichtete Tragschicht. Damit muss also die Tragschicht breiter
angelegt sein, als die geplante Wegbreite.
 |
2. die Bettungsschicht - etwa 4cm hoch |
Unter die Terrassenplatten oder Pflastersteine kommt eine
Bettungsschicht [Ausgleichsschicht], die aufgeschüttet und anschließend
mit einem Brett [Bild] abgezogen wird.
So bekommt man eine 100% plane Fläche, auf die dann das Betonpflaster oder
die Terrassenplatten aufgelegt wird. |
Um auf Wegen ein Dachgefälle hinzubekommen, kann man das Brett
an der Unterseite entsprechend einen Bogen aussägen. Auf breiteren
Flächen [Terrassen] legt man sich Führungsschienen [schmale Bretter oder
besser Blechstreifen für hochkant].
Auf die abgezogene Fläche, die nicht betreten werden darf,
können nun recht leicht Betonpflaster oder Terrassenplatten verlegt
werden. Über die verlegten Steine kann man nun Stück für Stück den
Rest der Fläche fertig stellen.
Das Material für diese Bettungsschicht sollte unbedingt
gebrochener Stein sein [kein Sand] in der Körnung 0/5
Großsteinpflaster wird in 0/8 Bettung verlegt. Die Höhe der ausgleichenden
Bettung, unter dem Pflaster oder Plattenbelag, sollte bei ca 4cm liegen -
nicht viel mehr oder weniger.
[Bitte keinen 2/5 Splitt verwenden, wie aber oft zu beobachten ist. Wenn
keine Feinanteile im Splitt vorhanden sind, dann wird das Fugenmaterial
durch die Bettungsschicht ausgespült]
|

|
3. Belag und Fugen-Material
Fugenpflege |
Reine Betonpflasterflächen werden am Ende nochmals mit der Rüttelplatte
verfestigt. Dabei werden auch Unebenheiten sehr schön ausgeglichen.
Bei verlegten Platten musst du etwas genauer arbeiten, denn dort kann nach dem
Verlegen kaum noch nivelliert werden. |
Als Fugenmaterial wird meist Sand verwendet. Hat man eine
Pflasterung gewählt, die grobe Fugen aufweist [Wildpflasterung], dann
kannst du auch das Material nehmen, dass für die Bettungsschicht [siehe
oben] verwendet wurde. Weitere Materialien sind Quarzsand und
Gesteinsmehl.
Das Fugenmaterial wir trocken eingebracht. Je ordentlicher
verfugt ist und je öfter auch mal in den Folgejahren Fugenmaterial
nachgefüllt wird, desto stabiler bleibt das Pflaster.
Ich verwende zum nachfüllen der Fugen immer andere Materialien -
also mal Steinsand oder mal Quarzsand. Solche Materialmischungen werden
schlechter ausgewaschen, als etwa nur Sand. Man braucht ja meist auch
nur einen Eimer voll für eine Fläche, wie sie oben auf dem Doppel-Bild
rechts zu sehen ist.
Auf Pflasterflächen vor der Garage oder zum Hauszugang hin,
kannst du ja im Winter entsprechenden Streusand verwenden, der
dann im Frühjahr gleich zur Fugenpflege verwendet werden kann.
 |
Natursteinpflaster |
Natursteinpflaster wird etwas anders verlegt, als Betonsteinpflaster.
Betonsteine haben alle die selbe Höhe. Bei Natursteinpflaster ist das
nicht so. Die Natur-Pflastersteine werden einzeln mit dem Pflasterhammer
in die Bettungsschicht eingegraben und festgeschlagen.
Zuerst sieht so eine Pflasterfläche etwas buckelig aus, aber mit der
Rüttelplatte bekommt man sie auch schnell völlig plan. |
Natursteinpflaster hat auch einen riesen Vorteil gegenüber den
Betonpflasterungen. Die einzelnen Natursteinpflastersteine verzahnen
sich regelrecht in der Bettungsschicht - durch die leicht
unterschiedlichen Größen und durch die raue Oberfläche.
Betonpflasterverbände sind Unterseits völlig glatt und liegen
ähnlich einem Teppich auf glattem Parkett. Durch seitlich Schubkräfte
schiebt sich der Pflasterverband leicht auf und ein seitlicher Verbund
kann diesen wirkenden Kräften nicht immer ausreichend Widerstand leisten
...
Betonpflaster ist aber meist rutschfester und bringt für die
Terrasse eine ebenere Oberfläche. Eine Alternative ist die Verbindung
beider Materialien und wenn es nur solch ein Pflasterstreifen, wie unten
im Bild ist. Außerdem wirkt eine Pflasterbelag mit etwas Naturstein
irgendwie edler, als nur der eine Beton ... finde ich ;-)
|

|
Betonpflaster mit anderen Materialien kombinieren: |
Hier ist der Belag mit Naturstein unterbrochen. Diese
Querstreifen lassen den sehr schmalen Hinterhof optisch
breiter erscheinen!
Außerdem geben die eingelassenen Natursteine
[Granitbord] der Pflasterfläche seitlichen Halt und
machen so das Pflaster stabiler. |
 |
... Alternativen |
Vielleicht ist für die Selbermacher die Holzterrasse leichter aufzubauen,
als die Pflasterung. Für Terrassendielen gibt es viele interessante
Materialien, wie Hartholz, so genanntes Dauerholz, Thermoholz,
Bambusdielen, oder wie hier im Bild: WPC - Kunstholz.
Terrassenholz |
|

|
Übrigens:
Moos entfernen ... Pflege der Terrasse |
Moos auf der Terrasse lässt sich nach meiner Erfahrung am besten mit dem Kärcher
entfernen. Einmal im Jahr musst du dafür so 2 bis 3 Stunden Zeit dafür nehmen.
Jedes Jahr solltest du auch die Fugen nachsanden [Infos oben im Text], das ist
gar nicht so aufwendig und man benötigt oft nur einen halben Eimer Sand, der
dann trocken mit dem Besen verteilt wird ... |
Ich danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier
ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch mal vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Natursteine, Terrasse, Granitplatten, Aufbau, rutschfester
Terrassenbelag, Pflastersteine verlegen, Terrassenplatten, selber
Betonpflaster oder Natursteinpflaster, Klinkerpflaster, Pflasterklinker
verlegen, Wegebau im Hausgarten, Höhe Tragschicht, Bettungsschicht,
Material, Schotter, Splitt, Sand
Impressum
| |
Kurz Anleitung: wichtig ist ...
1. -> schon vom verdichteten Untergrund her,
das Entwässerungsgefälle beachten
2. -> Tragschicht in richtiger Stärke
3. -> Ausgleichsschicht exakt glatt ziehen |
Hier
noch mal der Tipp, worauf es besonders beim Betonpflaster ankommt:
Betonpflasterverbände sind Unterseits völlig glatt und liegen ähnlich einem
Teppich auf glattem Parkett. Durch seitlich Schubkräfte schiebt sich der
Pflasterverband leicht auf und ein seitlicher Verbund kann diesen wirkenden
Kräften nicht immer ausreichend Widerstand leisten ...
Deshalb
sind die seitlichen Borde auf stark belasteten Flächen, wie
Garageneinfahrten, besonders wichtig. Sie halten die Pflasterfläche
zusammen.
Damit der Bord fest sitzt, wird er auf der Tragschicht einbetoniert. Somit
muss die unterste Tragschicht auch breiter geplant werden, als die sichtbare
Breite des Weges, der Auffahrt oder der Terrassenfläche!
Günstig auf die Haltbarkeit einer gepflasterten Fläche [und
interessanter im Hausgartenbereich] sind Materialkombinationen. Im Bild oben
ist das Klinkerpflaster und Natursteinpflaster. Mehr dazu unten im
mittleren Textblock.
Noch ein paar Tipps für die Gestaltung der
Terrasse
Du solltest also nicht am falschen Ende sparen. Das gilt auch für die Größe
der Haus-Terrasse, denn die sollte besser etwas großzügiger sein,
als zu winzig ->Planung
Letztlich ist die Terrasse neben dem Vorgarten die Visitenkarte der
Hausbesitzer. Hier werden Freunde und Bekannte beköstigt und man verbringt
einen
Großteil der Freizeit im Sommer auf der Terrasse.
Selbst in der kalten Jahreszeit schaut man oft aus dem Wohnzimmer über die
Terrasse in den Garten und man ärgert sich immer wieder, wenn da was nicht so
gelungen ist, wie man es sich mal dachte :-/
Übrigens: leere Terrassen sehen im Winter nie öde aus, wenn an der richtigen
Stelle etwa eine Plastik platziert wird. Plastiken lenken das Auge. An anderer
Stelle schrieb ich schon mal: "Plastiken saugen leere Plätze auf".
Also: großzügige Terrassen bauen!
|
|