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Wege
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Gartenwege
mit Ziel
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Der
Pfad nimmt in der Gartengestaltung eine Sonderstellung ein. Das Motiv des Pfades ist der natürlich
entstandene Trampelpfad. Der Gartenweg dagegen ist ein [unnatürliches] Bauwerk des Menschen
und es erfüllt einen praktischen Zweck: trockenen Fußes von A nach B zu kommen!
Und das tut man immer auf kürzestem Wege!
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Der natürliche Pfad |
Der Pfad
[Trampelpfad] weicht dem Hindernis aus.
Der Weg darf
sich hier nur schlängeln, weil die Findlingssteine den
geraden Weg verhindern.
Durch diese natürlichen
Hindernisse ist die Wegeführung begründet. Das ist der
Unterschied zum Schlängelweg ... |
[Und hier siehst du die Feinheiten einer guten Gartengestaltung: oben richtig
unten falsch :-/]
Tatsächlich
gibt es auch die natürliche Wege in der Natur. Das sind die
Trampel-Pfade im Wald, die durch Reh, Hirsch und Wildschwein
entstanden sind.
In Urzeiten wurden diese Wege dann auch von uns Menschen
benutzt, also von Jägern und Steinzeitsippen, die vom Winter-
zum Sommerlager zogen.
Für den Menschen entstanden neben den wichtigen Wasserwegen
in den Wäldern Mitteleuropas Pfade, die durch ständige Benutzung
(etwa als Handelspfade) zu dauerhaften Wegeverbindungen wurden,
ohne dass Wegebau erforderlich war. (abgesehen von einfachen
Brücken).
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Welchen
Zweck haben Pfade im Garten? |
Das ist ein
Seitenpfad im Rhododendronpark Dresden-Wachwitz.
Auf dem Pfad kann der Besucher unmittelbar an die
blühenden Gehölze heran, die sonst nur aus der
Ferne wirken. |
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sieht doch romantisch aus - oder? |
Sollte ein Weg frei zum Laufen sein, so dürfen Büsche und Äste
den Trampelpfad leicht überwuchern. Am Besten wäre der Pfad
angelegt, wenn das Grün den Weg teilweise ganz unsichtbar machen würde. Durch
diesen Trick bekommt der Garten etwas Besonders und Geheimnisvolles. |
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Pfade in Steingärten |
In Steingärten sind Pfade sinnvoll. Hier
siehst du einen hohlwegartigen Pfad (Hohlwege entstanden früher durch natürliche
Erosion). Dieser Pfad ist schon ein Mittelding zwischen Gartenweg und
Gartenpfad.
Das Besondere ist aber, dass von diesem Weg aus lauter kleine, von hier aus
unsichtbare Pfade die Steingartenanlage erschließen - denn die meisten
Poster- und Zwiebelpflanzen wollen aus nächster Nähe bewundert werden ... |
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Pfade in japanischen Gärten |
Die Japaner sind wirkliche Gartenkünstler.
Von ihnen kennen wir die extrem stilisierten Kiesgärten, die aus geharkten
Kiesflächen bestehen. Daneben gibt es die romantischen Teehausgärten (Bild
unten), in denen jedes Detail genauestens geplant wurde. Nichts ist in diesen
Gärten ohne Sinn und Ziel angelegt. Die Bedeutung der Steinplattenpfade ist im
nächsten Bild erläutert.
Doch hier noch ein Hinweis zum Gestaltungsmotiv der Hohlwege (Bild oben) und der
abgesenkter Gartenteile - zu den sogenannten Senkgärten:
Abgesenkte Gartenbereiche wirken immer geschützt und geheimnisvoll ... also ein
unauffälliger Gartenpfad könnte in einen kleinen geheimen Gartenbereich führen: |
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ein Pfad führt durch Riesengras
(Elefantengras) und Bambus zu einem geheimen Garten ... |
... in diesem Fall ist der geheime Garten ein
Spielplatz. Die Idee finde ich super.
Hier ein Beispiel für den optimalen Wegebelag auf dem Gartenpfad. Es sind
Holzschnitzel vom Schreddern. Im Handel werden auch spezielle
Holzschnitzel für Gartenwege angeboten. |
Auf
richtigen Gartenwegen sind Holz- und Rindenmulch nicht zu
empfehlen. Auf schmalen Gartenpfaden sind sie eine Alternative
zum Matsch nach Regentagen.
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japanischer Teehausgarten |
Das ist ein Garten für die japanische
Teezeremonie. Dieses uralte japanische Ritual dient der Entspannung und
Kontemplation.
Die Pfade aus Steinen sollen die Schritte der Gäste verlangsamen, um sich auf
die feierliche Zeremonie vorzubereiten.
Man geht Schritt für Schritt.
Im Leben soll man es auch so tun. Immer erst einen Schritt beenden und dann ohne
Hast den nächsten Schritt gehen! |
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Plattenpfad mit leichtem Schwung |
Die Plattenwege sind ein beliebtes
Gestaltungsmotiv aus den 1960er Jahren. Man holte es sich aus den japanischen
Gärten [Bild oben].
Außerdem macht man damit Rasenflächen auch bei Regen begehbar. Ein durchgehender Weg
würde die Rasenfläche hier im Bild optisch in zwei Flächen zerschneiden. Der
Plattenpfad tut das nicht. :-) |
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Praktisch: Pfad als Rasenkante |
Das ist eine weitere Alternative zum Weg im
Rasen. Dieser Pfad geht am Rande der Rasenfläche entlang. dadurch wird auch hier
die Rasenfläche nicht zerschnitten.
Gleichzeitig dient der schmale Weg als bequeme Kante für den Rasenmäher. |
Übriges:
auf dem unteren Bild mag die Rabatte rechts schon etwas ruppig
aussehen. Aber es ist eine sommerliche Staudenrabatte mit
Duftstauden, wie Minze und Lavendel. Solche Rabatten
brauchen zwar Pflege, wie andere Blumenrabatten auch, doch
vertragen
die Duftstauden auch Trockenheit.
Also spart man damit Wasser, bzw. hat keine Sorgen, wenn man
im Sommer paar Wochen im Urlaub ist ....
Betonpflaster: Altstadtpflaster
Beton, Betonpalisaden, Betonmauern, Oberflächenbearbeitung
Impressum
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Kurzanleitung zur Wegeplanung/Gartenpfad
1. -> unterscheide zwischen Weg und Pfad
2. -> ein Pfad passt gut in den Steingarten
aber nicht als Zugangsweg zum Haus.

Hier
auf diesem Gartenportal kannst du dir viele Ideen und
Anregungen holen und weil die Infos sehr viel sind, empfehle ich dir morgen oder in einer
Woche noch einmal rein zu schauen.
Die besten Ideen holt man sich durch gute Beispiele. Dafür hab ich extra
ein
Bilderarchiv, in dem du herumstöbern kannst.
Eine weitere Möglichkeit sind Gartenschauen oder auch spezielle
Schaugärten,
die du besuchen kannst. Gartenausstellungen
Wenn du eine Gartenausstellung besuchst, dann nimm einen Fotoapparat mit
und viel Zeit. Du kannst für deinen privaten Garten ruhig andere
Gestaltungs-Ideen kopieren. Dabei kann später bei der Umsetzung alles schon ganz
anders aussehen , etwa wenn du mit anderen Materialien arbeitest.
Ideen kopieren ist die eine Sache. Du kannst auch versuchen eigene Ideen
systematisch zu entwickeln. Dazu habe ich hier auf der Homepage auch einige
Anleitungen gegeben. Das Problem ist meist nur der allererste Schritt, selber
kreativ zu werden. Vorstellungen hat man ja viele, man muss sie nur etwas
kanalisieren.
Für den Anfang ist es hilfreich, wenn du dir über den Nutzungszweck
deines Gartens (Balkon oder Terrasse) Klarheit verschaffst. Schon die alten
Gestalter wussten: der Zweck bestimmt die Form.
Beispiel: du möchtest
Rosen sammeln und willst einen Flecken vor dem Haus haben, wo du ungestört
lesen kannst. Also legst du erst den "ungestörten Platz" fest - und der liegt
meistens nicht am Rande zum Nachbarn hin, sondern mitten im Garten.

Rosen wollen offen stehen, aber du benötigst für
dich selber etwas
Sichtschutz. In diesem Falle wird das wohl eine kleine Gartenlaube sein, welche
diesen Zweck erfüllt. In der Laube kannst du dir ein kleine Gartenbibliothek
einrichten. Und für einen Sitzplatz im Freien bietet die Laube nach einer Seite
eine gewisse Rückendeckung.
Für die rankenden Kletterrosen kannst du von der
Laube aus Spaliere (oder Pergola) so führen, dass dein Leseplatz nicht
einsehbar ist.
Rosengärten sollten immer klar architektonisch angelegt sein. Mit dieser
Regel planst du den Rest deines Garten. Schöne Rosenbegleitpflanzen sind
Buchsbaumhecken, Lavendel und vielleicht auch Rittersporn. Mit diesen wenigen
Pflanzenarten gibst du deinen Rosen einen klaren, ruhigen Rahmen.
Wie schon gesagt ... so auf diese Weise kannst du deine Ideen fort und
fort, wie von allein entwickeln. Versuche es doch mal.
Übrigens: wenn du wirklich Interesse an einem Rosarium hast, dann sammle
besonders duftende Rosensorten (nicht jede Rose duftet) - bzw. pflanze die
duftenden Rosen nahe an deinen Sitzplatz oder an deine Terrasse im Garten.
Und noch ein Tipp - wenn dein Garten mal fertig ist und wenn du noch
etwas
Geld investieren willst: eine schöne Gartenplastik gibt dem Garten den
letzten Schliff und macht aus ihm etwas ganz Besonderes. [009]
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