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Beispiel: Aufbau einer wassergebundenen Wege-Decke |
Deckschicht 2cm 0/8 mm
Ausgleichschicht 6cm 0/16 mm
Tragschicht 20cm 0/32 mm
Untergrund verdichtet (Planum)
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Info zu einfachen Kieswegen |
Wassergebundene Wege kosten, grob gesagt, nur 2/3 der
Ausgaben für eine Betonpflasterfläche [Bespiel: 30 € pro m²
Betonpflaster = Wassergebunden um 20€].
Doch der Pflegeaufwand ist gegenüber den Pflasterflächen erheblich höher. mehr Infos unten
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Bild: der glattgerüttelte Aufbau für die Deckschicht aus Kies ist fertig, ein Gefälle zur Entwässerung muss hier schon vorhanden sein.
dazu unten mehr ...
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Wassergebundener Weg, Aufbau: Wege bestehen
prinzipiell aus einer Tragschicht [Schottertragschicht], welche das
Außenbauwerk von der Substanz aus Trägt. Sind Schlaglöcher im Weg vorhanden,
ist meist die Tragschicht dafür die Ursache.
Die Tragschicht
ist bei Fußwegen um 15cm stark und bei befahrenen Wegen um 20cm stark.
Nach meinen Erfahrungen ist es besser, prinzipiell auf 20cm zu gehen,
weil Gehwege, durch welche Umstände auch immer, doch oft von Fahrzeugen
befahren werden. Durch dieses "gelegentliche" befahren, entstehen auf
Gehwegen aller Art die gravierendsten Schäden!
Schon vom verdichteten Untergrund her, muss auf das richtige Entwässerungsgefälle
geachtet werden. Seitengefälle betragen 1%, Dachgefälle in der Mitte 0,5%
übergehend zum Rand auf max. 3%.

Das Schotter-Material der Tragschicht hat eine
Körnung von 0/32. [0 = Feinanteile in der Mischung bis zu
Schotterstücken von 32mm] Die Tragschicht ruht auf dem verdichteten
Untergrund, auf dem so genannten Planum.
Im Planum der verdichteten Tragschicht muss schon die
Neigung zur Entwässerung vorhanden sein, welche später die oberste dünne
Deckschicht besitzt.
Meist wird der Weg nur in einer Richtung entwässert [oder
Dachgefälle bei seitlicher Versickerung]. Um die Einläufe sollte eine
Pflasterung erfolgen. Trichtergefälle sind zu vermeiden.
Auf der Tragschicht wird eine ca. 6cm starke
Ausgleichsschicht mit der Körnung 0/16 aufgetragen und
verdichtet.

Auf diese Tragschicht kommt dann die letzte Schicht, die
Deckschicht. Sie hat eine Stärke von ca. 2,5-3cm [verdichtet auf
2cm walzen] und eine Körnung von 0/8. Optimal sind Mischungen aus
gebrochenen Materialien, die aus verschiedenen Steinbrüchen stammen,
oder von gebrochenen Materialien, Kies und besonders von gebrochenen
Kalkstein. Die Verdichtung der Deckschicht erfolgt immer nur durch
eine Walze, nicht durch eine Rüttelplatte.
Zum Nachbessern der Deckschicht habe ich auch schon
Edelsplitt ohne Nullanteile verwendet [etwa 2/8 oder 5/8].
Bild oben: Mit Kleintechnik befahrener
Splittweg, der trotz schlechter Witterung im Topzustand ist. Im befahrenen
Bereich kommen die Nullanteile der Mischung an die Oberfläche. Das ist
normal. Hier wäre es sicher sinnvoll, als Pflegemaßnahme den Weg im Frühjahr mit 2/8er Decksplitt dünn zu
überziehen. Mehr zur Pflege unten im Text.
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roter Edelsplitt Körnung 5/8 |
Wer einen Weg mit Waschkies oder Edelsplitt anlegen möchte,
der sollte trotzdem nicht auf eine Tragschicht mit Nullanteilen
verzichten. Auf diese Tragschicht würde ich dann über mehrere Jahre
hinweg dünne Schichten des Zierbelages [ohne Feinanateile] aufbringen und einwalzen.
Hier im Bild ist die Kiesschicht zu dick aufgetragen. Beim Betreten der
Fläche knirscht der Splitt unter den Füßen. Besser ist es, öfters dünne
Schichten auftragen. |
Der Deckbelag wird verdichtet, indem er mit einer Walze
mehrfach gewalzt wird. Zwischendurch sollte der Weg befeuchtet werden.
Ist der Weg fertig, dann lässt man ihn vor der Abnahme noch 3 bis 6
Wochen ruhen, ohne dass er betreten wird [was aber fast immer missachtet
wird]
Zur Reparatur alter Wege ist zu sagen, dass alte
Weg meist keine getrennte Tragschicht und Ausgleichsschicht
aufweisen. Ist die Tragschicht beschädigt, oder ist der Weg an
einigen Stellen nicht ausreichend entwässert, so sollte die
Tragschicht etwas aufgelockert werden [mit Bagger].
Dann wird mit einer 0/32er Mischung ausgebessert und gut
verdichtet. Dann folgt die Deckschicht. Dort, wo schon die alte
Tragschicht durchschaut, wird mit 0/8 gearbeitet und am Ende
wird der gesamte Weg mit 2/8 Körnung dünn überzogen, was in den
kommenden 2 Jahren wiederholt werden sollte.
Praktisch ist es, dafür das Material vorrätig
einzulagern. Der Splitt oder Kies kann ja auch bestens für den
Winterdienst eingesetzt werden!
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schlecht entwässerter Weg |
Das Frühjahr, wenn der Frost aus dem Boden geht, ist die kritischste Zeit für
die wassergebundenen Wege.
Hier ist der Zustand noch bedenklicher, weil der Weg vom Tauwasser zum See
geworden ist. In solchen Fällen nützt eine Reparatur gar nichts. Der Weg muss
vom Grunde her neu aufgebaut werden. |
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Belag in verschiedenen Farben |
Je nach der Gegend, sind bei historischen wassergebunden Wegedecken, bestimmte
Färbungen Tradition.
Prinzipiell wirken Kiese angenehmer, als gebrochene Materialien. Optimal sind
Mischungen beider Formen.
Besonders haltbar ist gebrochener Kalkstein, der nicht nur hell, sondern auch
[je nach Zumischung] in Erdfarben angeboten wird. Grelle Materialien solltest du
vermeiden. |
Wegekanten:
Optimal ist auch eine Pflasterschnur als Wegbegrenzung
[also eine Reihe Pflastersteine aus Naturstein oder Betonsteinen] Diese
Pflasterschnur wird in einen mageren Beton gesetzt [Bild ganz oben auf der Seite]. Der
Untergrund dafür, ist die verdichtete Schotterschicht. Damit muss
die Schottertragschicht aber auch ein Stück breiter sein, als die
Breite der Deckschicht!
Als Wegabschlusskanten werden auch Blechstreifen oder
oder Rasenkantensteine verwendet. Sie müssen so flach eingebaut werden,
dass sie später für den Rasenmäher kein Problem darstellen. Mit dem
Wegbelag sollten sie auch bündig sein, schon aus dem Grund, damit das
Regenwasser über den Rand ablaufen kann!
Ich
danke Ihnen für den Besuch dieser Website. Informieren Sie sich hier
ausführlich über Gestaltung - Preise - und Produkte ...
und schauen Sie doch morgen noch einmal
vorbei, Sie haben sicher einige wichtige
Informationen übersehen :-)
Aufbau, rutschfester
Terrassenbelag, Wegebau im Hausgarten, Höhe Tragschicht, Bettungsschicht,
Material, Schotter, Splitt, Sand
Impressum
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Kurz-Anleitung -> wichtig ist ... 1. -> der Grundaufbau muss schon das
richtige
Entwässerungsgefälle besitzen
2. -> Deckschicht nur dünn auftragen ca. 2cm mit 0/8er Korngröße. Eventuell im
kommenden Jahr mit dünnem Auftrag wiederholen ...
3. -> immer etwas Material vorrätig halten!
PS. Wassergebundene Wege: Über die Herstellung dieser Wege für Gärten,
Parkanlagen, Wege auf
Friedhöfen usw. gibt es nach meinen Recherchen in Deutschland keine
einheitliche Normen. Ich selber habe mir auf einem Fachvortrag Notizen zu diesem
Thema gemacht, die in diesen Infos mit eingeflossen sind.
Übrigens:
Wassergebundene Wege funktionieren wirklich nur, wie der Name schon sagt,
wenn eine gewisse Grundfeuchte den Wegeaufbau bindet. Sind die Wege zu nass
gibt es Probleme. Ebenso kann die Staubentwicklung in Trockenperioden
lästig werden [PKW-Wege] - vor allem, wenn Deckbeläge mit zu vielen
Feinanteilen verwendet wurden. Verwende aus diesem Grund ordentliche,
zertifizierte Materialien.
Besonders beim Bau sollte darauf geachtet werden, dass die Materialien eine
Grundfeuchte besitzen, da sich sonst die Mischungen "entmischen" - das
heißt, dass die verschiedenen Korngrößen voneinander getrennt werden. Das
passiert auch, wenn mit einem Eisenrechen das Material verteilt wird. Dafür
gibt es spezielle Landschaftsbaugeräte [im Handel unter Teerverteiler] Der
Heimwerker nimmt hierfür einfach die Rückseite eines Eisenrechen.
Noch ein paar Tipps für die Gestaltung der
Hausterrasse - Kiesterrasse
Du solltest also nicht am falschen Ende sparen. Das gilt auch für die Größe
der Haus-Terrasse, denn die sollte besser etwas großzügiger sein,
als zu winzig ->
Planung
Platten, Pflasterarbeiten
Letztlich ist die Terrasse neben dem Vorgarten die Visitenkarte der
Hausbesitzer. Hier werden Freunde und Bekannte beköstigt und man verbringt
einen
Großteil der Freizeit im Sommer auf der Terrasse.
Selbst in der kalten Jahreszeit schaut man oft aus dem Wohnzimmer über die
Terrasse in den Garten und man ärgert sich immer wieder, wenn da was nicht so
gelungen ist, wie man es sich mal dachte :-/
Übrigens: leere Terrassen sehen im Winter nie öde aus, wenn an der richtigen
Stelle etwa eine Plastik platziert wird. Plastiken lenken das Auge. An anderer
Stelle schrieb ich schon mal: "Plastiken saugen leere Plätze auf".
Also: großzügige Terrassen bauen!
So ist es also besser, für den richtigen Terrassenbelag ordentlich Geld zu
sparen. Als Übergangslösung kann auf der Terrasse auch der Mutterboden
abgetragen werden und eine dünne Tragschicht mit Kies-Deckschicht [2/8]
aufgetragen werden. Tragschicht und Deckschicht kann in diesem Fall
mit einer geliehenen Rüttelplatte verdichtet werden. Auch hier solltest du
dir ein wenig vom Kies zurückhalten, mit dem eventuell in 2 oder 3 Jahren
noch mal nachgebessert wird - falls das Provisorium länger dauert ;-)
mehr Infos
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