exotische Palmen
Viel Exotik mit wenig Aufwand.

Wenn man sich für die Pflege und Anzucht seltener Gewächse interessiert, der sollte wissen, dass diese Arten meistens nicht mehr in Deutschland beheimatet sind und von daher besondere Ansprüche in Fragen des Standortes, der Haltung und allgemeiner Pflege haben. Die exotischen Pflanzen verleihen der Wohnung im Winter oder dem Garten im Sommer ein schönes Tropen-Flair und sorgen dank ihren bunten Blüten für eine gute Stimmung. Bei der Pflege jedoch bedürfen diese Arten viel mehr Aufmerksamkeit als die der heimischen Gewächse, deswegen sollte man sich immer vor dem Kauf einer exotischen Pflanze über die Pflegebedingungen gut informieren (und die Anleitung gut aufheben).

Die Information ist vor allem bezüglich des Standortes in der Wohnung wichtig, bei dem jede Zimmerpflanzenart ihre eigenen Vorlieben hat.

Für den richtigen Standort sorgen

Bei der Aufstellung der Topfgewächse im Zimmer muss man ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigen. Man sollte beispielsweise wissen, wie man die Cycas pflegt und welchen Standort sie besonders mögen, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird. In den Zimmern, die aufgrund ihrer Lage (Ost- oder Westfensterseite) können zum Beispiel sehr gut die Birkenfeige, Gummibaum oder Zamioculcas gedeihen. Diese Pflanzenarten mögen keine pralle Sonne und bevorzugen den Halbschatten. An der Südseite der Wohnung kann man am besten die meisten Kakteenarten, Elefantenfuß oder Orchideen aufstellen, weil sie die Sonne und die Wärme mögen. Sonne liebend ist auch die Cattleya-Orchidee. Die wunderschöne Pflanze mit ihren auffälligen Blüten liebt die Wärme und verträgt sehr gut einen Platz am Südfenster. Dabei sollte man beachten, dass sich die Luftwurzeln problemlos entwickeln können. Daher sollte die Orchidee regelmäßig mit Wasser besprüht werden. Das Flammende Schwert dagegen mag es halbschattig und feucht gehalten zu werden, die Pflanze soll zweimal am Tag, besonders im Winter, wenn die Räume beheizt werden, besprüht werden. Diese besondere Pflanze blüht über längere Zeit, wenn sie nicht in zu warmen Räumen aufgestellt wird, am besten mag sie Temperaturen unter 15 Grad. Auch der Bambus wird bei den Hobbygärtnern immer beliebter. Manche Bambusarten können den europäischen Winter ohne Probleme draußen überstehen, sie müssen lediglich regelmäßig geschnitten werden (Rückschnitt). Die sogenannte Guzmanie liebt helle Stellplätze, sie darf aber nicht direkter Sonne ausgesetzt werden. Besonders wohl fühlt sie sich, wie auch die Heliconie, bei den Zimmertemperaturen über 17 Grad. Im Sommer, ungefähr ab Ende Mai, wenn kein Nachtfrost mehr droht, können die meisten tropischen Pflanzen ins Freie gestellt werden, damit sie kräftiger werden, um die Wintermonate in der Wohnung gut zu überstehen.

Zimmerpflanze

Die entsprechende Pflege entscheidend für das optimale Wachstum

Unter den tropischen Gewächsen gibt es auch Arten, die eher etwas kühlere Temperaturen bevorzugen und deshalb sehr gut zum Aufstellen im Schlafzimmer sind. Sie können dort für angenehmes Luftklima sorgen, weil sie hervorragende Frischluftspender sind. Dazu zählen unter anderen die Echte Aloe und die Bromelien. Der Hibiskus gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen, weil er ihre Blütenpracht lange zeigt. Um gut zu gedeihen und zu blühen braucht der viel Helligkeit und im Sommer ausreichend Wasser.


Bild unten: © spaway - Pixabay.com

mehr Infos: www.heimhelden.de/cycas