Rasentrtaktor
Der Kauf will gut überlegt sein.

Eigentlich sollte im Februar Deutschland tief verschneit sein. Doch immer seltener erleben wir einen Bilderbuchwinter. Wer einen eigenen Garten besitzt, freut sich sicher über die eher milden Temperaturen. Schließlich steigt die Chance, dass die Gartensaison dann etwas eher beginnt. 2016 könnte wieder so ein Jahr werden. Laut Deutschem Wetterdienst auf dwd.de stehen die Chancen nicht schlecht, dass dieses Jahr in den Wintermonaten rekordverdächtig mild ausfällt. Für Gartenbesitzer wird die Zeit zur Pflege von Gartengeräten und Technik also knapp.

Gerade der Rasenmäher kommt wahrscheinlich in jedem Garten zwischen Rhein und Oder zum Einsatz. Über die Jahre hat sich hier ein recht breites Spektrum verschiedener Geräte etabliert. Wer besonders große Rasenflächen pflegen muss, kann inzwischen sogar zu einem Rasentraktor greifen. Welches Modell passt nun zu welchem Garten? Grundsätzlich lässt sich das Feld der Rasenmäher unter verschiedenen Aspekten einteilen. Beim Schnitt besonders exakt ist der Spindelmäher. Dessen Flächenleistung lässt aber zu wünschen übrig. Wesentlich mehr Potenzial hat der Sichelmäher, den es inzwischen als Benziner oder mit Strom betriebenem Motor gibt.

Benzinrasenmäher

Benzin-Rasenmäher - Unabhängigkeit zu welchem Preis?

Welcher Rasenmäher zum Einsatz kommt, wird von verschiedenen Aspekten beeinflusst. Für den Rasenmäher mit Benzinmotor sprechen mehrere Punkte.

  • Unabhängig und flexibel: Gerade bei größeren Flächen spielt er eine seiner Stärken aus. Er arbeitet unabhängig von Kabeln und kann damit flexibel über den Rasen bewegt werden.
  • Mehr Power: Im Vergleich zum Elektromäher hat der Benzin-Rasenmäher häufig eine höhere Leistung. Ist der Rasen sehr stark nachgewachsen oder war die Witterung der letzten Tage nicht optimal, ist er klar im Vorteil.
  • Radantrieb schont beim Mähen: Höherwertige Geräte sind heute häufig mit eigenem Radantrieb ausgerüstet. Beim Mähen ist dies eine echte Hilfe.
  • Mehr Kapazität im Fangkorb: Ein Benzinmäher kann nicht selten mit einer etwas größeren Kapazität des Fangkorbs punkten. Damit entfällt das ständige Entleeren nach wenigen Minuten Arbeit.

Aber auch die Nachteile müssen zur Sprache kommen:

  • ein hoher Lärmpegel
  • der Schadstoffausstoß
  • der höhere Wartungsaufwand

Alle diese Aspekte sollte man beachten, ehe man sich für ein Modell entscheidet. Für Gärten mit kleiner Rasenfläche und ganz besonders solche in Wohngebieten mit enger Bebauung sollte man eher keinen Benzinrasenmäher benutzen. Es gibt durchaus auch Alternativen.

Elektro-Rasenmäher - Kabel oder Akku?

Strom ist inzwischen eine universelle Energiequelle für den Antrieb verschiedener Haushaltsgeräte geworden. Und auch für den Mäher hat die Industrie inzwischen Geräte entwickelt, welche mit einem Elektromotor ausgestattet sind. Neben dem benzingetriebenen Pendant dominiert der Elektromäher den Markt für entsprechende Geräte. Wie sehen dessen Stärken im Vergleich zum Benziner aus?

  • Elektroantrieb sorgt für leises Arbeiten: Im direkten Vergleich mit einem Benziner ist der Elektromäher auf eher leisen Sohlen unterwegs. Dies ist unter anderem dem verbauten Motor geschuldet. Damit bietet sich die Variante beispielsweise in Gärten an, die von dichter Bebauung umgeben sind.
  • Keine Verbrennungsgase: Es wird kein Benzin verbrannt. Diese Tatsache ist in jedem Fall ein Pluspunkt , da so auch keine Verbrennungsgase mit entsprechender Schadstoffemission entstehen.
  • Wartungsaufwand allgemein geringer: Rasenmäher, die mit Strom betrieben werden, zeichnen sich häufig auch durch einen etwas geringeren Aufwand in Bezug auf Pflege und Wartung aus.

Bei den Nachteilen ist eines der großen Probleme das Stromkabel. Letzteres schränkt die Flexibilität beim Rasenmähen ganz klar ein. Auf der anderen Seite schneiden Elektromäher auch im Hinblick auf die Leistung nicht immer optimal ab. Ein Problem, dass auch akkubetriebene Mäher nicht wirklich lösen können. Letztere kommen zwar ohne Kabelsalat aus, erlauben aber nur eine begrenzte Arbeitsdauer. Als Gartenbesitzer muss man die Vor- und Nachteile also sehr genau abwägen. Auf gartengerätetest.de lassen sich diese ausführlich unter die Lupe nehmen.

Rasentraktor

Fazit: Benzin ist nicht immer die bessere Wahl

Mit welchem Rasenmäher arbeite ich 2016 im Garten? Wer sich diese Frage stellt, hat heute die Qual der Wahl. Etablierte Unternehmen wie Wolf oder Gardena bieten inzwischen sowohl im Segment der strom- als auch benzinbetriebenen Rasenmäher hochwertige Geräte an. Die Entscheidung für eine Kategorie wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Wer über weite Strecken mit viel Power flexibel sein will, greift wahrscheinlich eher zum Benziner. Aber auch das Pendant mit Elektromotor hat seine Daseinsberechtigung. Gerade die etwas geringere Lautstärke wird sicher den Nachbarn freuen. Übrigens: Wer sich das Rasenmähen sparen will, kann als Alternative auch zu einem Mähroboter greifen. Allerdings sollte man hiervon keine Wunder erwarten. Und am Wochenende selbst zum Rasenmäher greifen macht schließlich immer noch Spaß.

Bildquellen:

  • Abbildung 2: © kikatani (CC0-Lizenz) / pixabay.com
  • Abbildung 1 und 3: © Clayton800 (CC0-Lizenz) / pixabay.com