Holzterrassendach Ziegelgedeckt.
Terrassendach mit Ziegeln gedeckt.

Die Terrassenüberdachung aus Holz und mit Seitenwänden versehen, ist vermutlich für den Heimwerker die einfachste umsetzbare Variante. Doch damit das Bauwerk am Ende nicht diesen typischen Baumarktcharakter bekommt, solltest du in gestalterischer Hinsicht einiges beachten. Der erste Fehler, der recht oft gemacht wird, ist der, dass die Holzsäulen, auf denen die Überdachung ruht, zu dünn gewählt werden. Hier im Bild wurden Balken von 200 mm Seitenlänge gewählt.

Eine Säule aus Kantholz von 80 x 80 mm würde zwar statisch einiges an Lasten aufnehmen können, doch optisch gibt dies kein Bild, zumal dann, wenn die Dachkonstruktion sehr massiv ist. Zu gestalterischen Themen rund um verschiedene Terrassenüberdachungen habe ich schon viel geschrieben, was dort nachgelesen werden kann, doch bei Holzkonstruktionen wäre noch folgendes hinzuzufügen:

Tipps

Das Terrassendach wird in der Benutzung von unten her gesehen. Schön und ansprechend muss also die Dachunterseite gearbeitet werden! Holzkonstruktion und Dachdeckung sollten unbedingt zur Optik des Hauses passen. Der vorangegangene Punkt erfordert fast immer einen passenden farbigen Anstrich der Konstruktion. Naturholzfarbene Anbauten an das Wohnhaus bringen sehr oft den Effekt der unerwünschten Billig-Baumarkt-Architektur. Dieses bezieht sich vor allem die Seitenwände des Vordaches, die dem Windschutz dienen.

Daraus folgt

  • Wähle den Anstrich (Seitenwände) im Farbton der Fassade.
  • Die Deckung sollte der Dachdeckung des Hauses ähneln.
  • Verwende Balken, statt Latten.
  • Wenn Sichtschutz mit eingeplant wird, dann baue in im gleichen Stil und streiche ihn gleich mit der Konstruktion.

Und der allerwichtigste Tipp: Baue die Überdachung mit der Veranda nicht zu klein. Bautechnisch macht ist es oft kein großer Aufwand, die Dachfläche einen Meter tiefer zu gestalten. (Die örtliche Bausatzung beachten!)

Terrassendach und Grillkamin