Gartenbrunnen
Gartenbrunnen.

Für manchen Erbauer eines Eigenheims stellt ein Garten nur ein "notwendiges Übel" dar. Es gibt Freiflächen um das Haus herum, die irgendwie begrünt werden wollen, aber möglichst ohne großen Arbeitsaufwand. Solches Denken geht aber glücklicherweise zurück, denn sterile Gärten mit kargen Rasenflächen ohne wahres Leben tun weder dem Auge noch der Seele gut. Nutzen wir sie doch zunehmend als Rückzugsort und Zuflucht vom "Alltagsirrsinn". Ein durchdachter "Mix" landschaftlich und klimatisch angepasster Gewächskombinationen mit ökologischem Nutzeffekt wird mehr und mehr gewünscht.

Gekonnte Gartengestaltung macht die grüne Landschaft zum Erholungsquell

Ein Garten, der "entstressen" und Tag für Tag neue Inspirationen und kleine Glücksmomente hervorrufen soll, muss rundum kreativ angelegt sein. Er soll der Pflanzenwelt Raum geben zum Erblühen und selbst den eher untypischen Gartennutzer mit einem breiten Spektrum von Gästen aus dem Tierreich beglücken. Neben der geschickten Kombination dominierender Bäume und Blütensträucher im Verein mit prunkenden Blütenbeeten ist hier stets an effektvoll integrierte Gartenbrunnen zu denken.

Ohne das Lebenselixier Wasser wäre jeder Garten eine unansehnliche Wüste

Selbst ein "ordentlicher" Rasen kommt in niederschlagsarmen Hitzeperioden nicht ohne konsequente Bewässerung aus, wenn er nicht unansehnlich "verbrennen" und vergilben soll. In ländlichen Regionen mit großen Grundflächen über unterirdischen Wasseradern gehören eigene Brunnen mit Grundwasserförderung daher heute noch zum Standard. Allerdings muss ihre Nutzung stets auf die Gartenbewässerung begrenzt bleiben und eventuelle Brunnenbohrungen einem speziellen Genehmigungsverfahren unterzogen werden. Dafür entschädigen nostalgische, schmiedeeiserne Handpumpen, die aus unergründlicher Tiefe kühles Wasser in Granit- oder Holzbecken fördern, mit besonderer Faszination.

Sogar als reines Zierelement im Großstadt-Garten setzt der Gartenbrunnen Akzente

Ein kleines, stetig sprudelndes Brünnlein lässt sich aber auch - mit Hilfe der vorhandenen Wasserleitung oder Zirkulation mittels einer Tauchpumpe und eines im Kreislauf eingefügten Bachlaufs - ohne großen Aufwand überall installieren. Dabei dient eine solche "künstliche" Wasserquelle keineswegs nur als Zierde: Rasch entdecken Vögel flache Becken mit dem köstlichen Nass als Treffpunkt zum Trinken oder für ausgelassene "Bade-Orgien". Wer schon einmal Amseln beim ausgiebigen Bad beobachtet hat, wird seine Wasserstelle im Garten für vielerlei vergnügliche Beobachtungen nicht mehr missen wollen.

Ein heimeliger kleiner Gartenbrunnen bietet Lebensraum für Amphibien. Wird ein Brünnlein mit viel Liebe zur passenden Umgebungs-Gestaltung der Ufer angelegt und in ein Dickicht von Seggen, Farnen, Blutweiderich, Baldrian und Mädesüß integriert, wird es vielleicht als Domizil für selten gewordene amphibisch lebende Tiere wie Molche oder Frösche interessant. Auch wenn sie nicht auf Dauer dort leben wollen - sie wissen solche "Zwischenquartiere" auf ihren Wanderungen zu schätzen und nehmen sie gerne an.

Der Garten lebt und stirbt mit seiner Gestaltung

Ein "echter" Garten will stets mit einem wachen Blick auf die Zusammenhänge in der Natur gestaltet werden - sonst ist er rasch "gestorben", bevor er je vollendet wurde. Im Zweifelsfall sollte lieber ein Fachmann befragt werden.