Kamille
Kamille.

Schon immer nutzten die Menschen Pflanzen aus der Natur, um Beschwerden zu lindern oder ihre Gesundheit zu stärken. Bis heute schwören viele auf die heilende Kraft der Natur, wobei die Wirksamkeit vieler pflanzlicher Stoffe mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt werden konnte. Anders als chemische Wirkstoffe sind sie in der Regel frei von Nebenwirkungen und schonen somit unseren Körper. Viele jener heilenden Pflanzen kann man auch daheim im Garten anbauen.

Pflanzen vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden nützlich

SüßholzIm Alltag erweisen sich dabei vor allem solche Pflanzen als nützlich, welche sich positiv auf die Gesundheit unseres Magen-Darm-Traktes auswirken. Vielen von uns schlägt nämlich Stress buchstäblich auf den Magen, weshalb wir häufig mit Beschwerden wie Magenschmerzen, Völlegefühl, Blähungen oder auch Übelkeit zu kämpfen haben. Ein Tee aus dem Supermarkt verschafft hier kaum Linderung, weshalb viele lieber gleich zu Arzneien wie Iberogast greifen. Jenes hilft bei den genannten Beschwerden sowie bei Sodbrennen und Magen-Darm-Krämpfen, wobei es die pflanzlichen Wirkstoffe sind, welche eine schnelle Besserung versprechen. In Iberogast sind neben dem Hauptbestandteil Iberis amara (Bittere Schleifenblume) auch Angelikawurzeln, Kamillenblüten, Kümmelfrüchte, Mariendistelfrüchte, Melissenblätter, Pfefferminzblätter, Schöllkraut und Süßholzwurzeln enthalten, welche in jener einzigartigen Kombination ganzheitlich auf den gesamten Magen-Darm-Trakt wirken.

Viele jener Pflanzen können auch im heimischen Garten angebaut werden, sodass Sie künftig auch selbst leckere Tees aus diesen herstellen können. Dabei sind Pflanzen wie das Süßholz nicht nur gut für unsere Gesundheit, sondern machen dabei vor allem im blühenden Zustand auch optisch einiges her. Die genannte Pflanze ist vor allem aufgrund ihrer Süßholzwurzel berühmt, aus welcher Lakritze hergestellt wird.

Süßholz selber anbauen

Insbesondere für Fans von Lakritze kann es sich lohnen, selber Süßholz anzubauen, zumal die Süßigkeiten, wie wir nun wissen, eine äußerst positive Wirkung auf unseren Magen-Darm-Trakt hat. Möchte man einen Selbstversuch wagen, so benötigt man aber viel Geduld, denn bis zur ersten Ernte vergehen drei Jahre. Am wohlsten fühlt sich die Pflanze in der Halbsonne oder Sonne, wobei sie einen windgeschützten Standort bevorzugt. Förderlich ist zudem ein lehmiger, feuchter und nahrhafter Boden. Bedenken Sie beim Pflanzen, dass Süßholz tiefe Wurzeln treibt. Im Herbst des dritten Jahres können Sie dann endlich die Süßholzwurzel ernten, wobei Sie zuerst die Nebenwurzeln nutzen. Jene werden zuerst gewaschen und in den folgenden Schritten geschält, getrocknet und zermahlen. Das Pulver wird nun mit Wasser vermischt und dann so lange gekocht, bis aus dem Sud eine schwarze Masse übrig geblieben ist. Die nächste Ernte kann erst wieder in 3 Jahren stattfinden.


(Bildrechte: Bildnummer AA023259 Ryan McVay/Photodisc/Thinkstock; Gastbeitrag, Bildrechte und Aktualität beachten, 9/2012) https://www.iberogast.de/heilpflanzen/suessholz/