Gartenerdbeeren
Gartenerdbeeren.

Vielen deutschen Hobby-Gärtnern missglückt die Erdbeerenzucht, weil sie den damit verbundenen Arbeitsaufwand schlicht und ergreifend unterschätzen. Die leckeren Sammelnussfrüchte machen tatsächlich vergleichsweise viel Arbeit, doch im Enddefekt lohnt es sich natürlich auch. Wir zeigen, wie es richtig geht.

Wo fühlen sich die Erdbeeren am wohlsten?

Es gibt verschiedene Erdbeerenarten und leicht voneinander abweichende Methoden der Aufzucht. Die regulären Gartenerdbeeren, die wir für unser Beispiel verwenden, stammen übrigens nicht von den wilden Erdbeeren ab, die hin und wieder in unseren Wäldern zu finden sind, sondern vielmehr von einer Kreuzung, die ursprünglich auf dem amerikanischen Kontinent beheimatet war. Ihre Aufzucht ist tatsächlich keine ganz einfache Angelegenheit. Am besten gedeihen sie natürlich an vollsonnigen Standorten.

Der Boden des Beetes sollte locker und humusreich sein. Muss man selbigen noch anlegen und entsprechende Erdmassen transportieren, kann man ganz einfach im Internet passende Gerätschaften erstehen. Es muss fernerhin darauf geachtet werden, dass die Erdbeeren auf schweren, staunassen Böden keine Wurzelkrankheiten bekommen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich auch, die Böden entweder durch entsprechende Bodenbearbeitung oder mithilfe einer Gründüngung aufzulockern. Idealerwerweise existiert ein natürlicher Windschutz (Büsche, Sträucher), der zwar ein wenig Wind hindurch lässt, aber gleichzeitig verhindert, dass die empfindlichen Pflänzchen entwurzelt werden. Ganz windstill sollte es aber nicht sein, damit das Laub nicht auf dem Erdbeerbeet liegen bleibt. Damit die Beeren auch wirklich prächtig gedeihen, ist eine zusätzliche Bodenvorbereitung ratsam. Ein Schichtsystem aus umgegrabener Erde, reifem Kompost und Hornmehl sorgt für optimale Wachstumsbedingungen. Erbsen und Bohnen eignen sich beispielsweise als Vorkulturen, doch man sollte tunlichst darauf achten, dass in dem besagten Beet seit mindestens vier Jahren keine Erdbeeren gestanden haben. Ansonsten könnten zum Beispiel die einschlägigen Bodenschädlinge die Ernte bedrohen.

Die richtige Pflege macht den Unterschied

Einer der wichtigsten Pflegehinweise für die frisch gepflanzten Erdbeerpflanzen lautet: Niemals austrocknen lassen! Gerade nach dem Einpflanzen brauchen die jungen Pflänzchen sehr viel Feuchtigkeit. Ausgiebiges Wässern gehört bei längeren Trockenperioden also zum elementaren Pflichtprogramm. Eine weitere Gefahr für die jungen Erdbeerpflanzen ist das Unkraut. Gleich zu Beginn der Zucht müssen entsprechende Maßnahmen ergriffen und kontinuierlich weitergeführt werden, damit dem Unkraut im Erdbeerbeet keine Chance gelassen wird. Benutzt man eine Hacke oder anderweitige Utensilien, muss man selbstverständlich darauf achten, dass die empfindlichen Wurzeln der Erdbeerpflanzen nicht beschädigt werden. Beherzigt man unsere Tipps für das Erdbeerbeet, steht einer erfolgreichen Ernte eigentlich nichts mehr im Wege. Wer im Sommer pflanzt, kann dann meistens im nächsten Jahr die ersten reifen Früchte ernten. Wir wünschen viel Erfolg bei der Erdbeerzucht und gegebenenfalls guten Appetit.

(Gastbeitrag W.G., Aktualität beachten, 11/2012, die Urheberrechte beim Autoren)