Nutzfahrzeuge der Händler.
Nutzfahrzeuge werden oft vernachlässigt ...

Damit die Sicherheit auf Deutschlands Straßen gewährleistet ist, sind regelmäßige Fahrzeuguntersuchungen vom deutschen Gesetzgeber her vorgeschrieben. Dazu muss jeder Halter sein Auto alle zwei Jahre, bei Neuwagen alle drei Jahre zur sogenannten Hauptuntersuchung (HU) bringen. Hier wird nach festgelegten Kriterien die Fahrtüchtigkeit des Fahrzeugs überprüft.

Ist die Untersuchung ohne Mängel durchgeführt worden, so wird dies mit der runden HU-Plakette auf dem hinteren Nummernschild bestätigt. Diese zeigt auch den Monat und das Jahr für die nächste Hauptuntersuchung an. Nur Fahrzeuge mit gültiger Plakette dürfen im Straßenverkehr bewegt werden.
Beim PKW wird das beachtet, doch bei den Nutzfahrzeugen in der Firma oft vergessen...

Empfindliche Strafen bei abgelaufenen Plaketten

Es gibt die HU-Plakette in 6 Farben, die fortlaufend und in einer Farbe pro Jahr vergeben werden. Somit ist schon von weitem erkennbar, ob sie noch gültig ist oder nicht. Ist die Plakette abgelaufen, kassiert man nicht nur ein Bußgeld von der Polizei, sondern riskiert zusätzlich Punkte in Flensburg und das Fahrzeug muss zu einer kostenintensiveren, sogenannten „vertieften Hauptuntersuchung“. Bei einem Unfall kann aufgrund der abgelaufenen Plakette sogar der Versicherungsschutz entzogen werden.

Vorbereitung ist wichtig

Bereitet man sich auf die Hauptuntersuchung gut vor, sollte man keine Probleme haben, an die begehrte Plakette zu gelangen. Zunächst ist es wichtig, sich alle notwendigen Unterlagen zurechtzulegen. Mitzubringen sind der Nachweis zur Abgasuntersuchung, der Kfz-Schein sowie Gutachten für zusätzlich montierte Autotuning-Teile. Bei der Hauptuntersuchung werden Scheiben, Spiegel, Lenkung, Beleuchtung, Elektrik, Achsen, Reifen, Fahrgestell, Hupe, Gurte, Wegfahrsperre, Auspuff sowie Kraftstoffanlage geprüft. Weist das Fahrzeug erhebliche Mängel auf, wird die Plakette verweigert, das Auto muss repariert und nochmal vorgeführt werden.

Lässt man sein KFZ regelmäßig warten, wird man auch die Hauptuntersuchung bestehen. Um sich Ärger und eine kostenpflichtige Nachprüfung zu ersparen, sollten zum Beispiel kaputte Leuchten oder eine beschädigte Frontscheibe im Vorfeld ausgewechselt werden. Auch Fahrzeugmängel, die die Umwelt und Sicherheit beeinflussen, wie Defekte an Radaufhängungen oder Auspuff müssen vorher repariert sein. Wichtig ist es auch, die Flüssigkeitsstände zu checken, zu prüfen, ob das Auto Öl verliert, sich an der Karosserie Rost gebildet hat, die Profiltiefe (1,6 mm) der Reifen noch ausreichend ist und ob Warndreieck und Verbandskasten vorhanden sind. Dabei ist es am einfachsten, sein Fahrzeug rechtzeitig in einer KFZ-Werkstatt fit für die Hauptuntersuchung machen zu lassen. Für passende Betriebe in der näheren Umgebung findet man auf Autoscout24 eine interessante Anlaufstelle. Zusätzlich kann man hier sofort die Preise vergleichen und einen Termin vereinbaren. Hat man alle Mängel behoben, sollte das Fahrzeug noch gewaschen und innen gereinigt werden. So kann man beruhigt zur Hauptuntersuchung fahren.

Kosten, Dauer und Anlaufstellen

Die gesetzlich vorgeschriebene Hauptuntersuchung kostet zwischen 53 und 83 Euro und dauert etwa 15 Minuten. Neben dem TÜV führen mittlerweile auch die DEKRA, GTÜ und KÜS die HU durch und vergeben die entsprechend gültige Plakette.

(Gastbeitrag, Aktualität beachten, 3/2013, die Urheberrechte liegen beim Autor) weitere Infos: www.kues.de/Leistungen/halter/unt_a/hu/plakette.aspx www.autoscout24.de/nutzfahrzeuge/pkw-anhaenger-kipper/