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©selena.p Versteckter Kompostplatz.

Grundlage für einen eigenen Kompost im Garten bilden Pflanzenabfälle aus dem Garten und der Küche sowie Tee- und Kaffeesatz mit Filtertüte. Abfälle wie kranke Pflanzen, Asche und Essensreste wie Fleisch, Knochen, Eierschalen, Öl, Fett sowie mit Konservierungsstoffen behandelte Schalen von Früchten gehören wiederum nicht auf den Kompost, sondern in den Restmüll. Anzeichen für eine gelungene Kompostierung sind einfach zu erkennen: riecht die Komposterde nach frischem Wald- und Wiesenboden, wurde alles richtig gemacht.

Aufbau

Als erstes sollte man einen guten Platz für den Kompost wählen, dazu eignet sich vor allem eine von der Sonne geschützten Stelle. Dort wird dann als Untergrund grobes Material (z.B. kleine Äste, Holzhäcksel) ausgelegt. Auch ist zu beachten, dass der Kompost höchsten eine Größe von 1,50 m x 1,50 m haben sollte. Ebenso muss der Kompost wasserdurchlässig sein. Wenn große Mengen an Laub oder Grasschnitt kompostieren werden sollen, mischt man am besten dazu etwas grobes Material unter.

Kompostpflege

Vor Austrocknung schützt man einen Kompost mit Hilfe von luftdurchlässigen Abdeckungen oder durch regelmäßiges Gießen; eine Vernässung des Komposts sollte jedoch vermieden werden, weswegen man bei andauerndem Regen den Kompost zum Schutz wasserdicht abdecken sollte. Den Kompost bitte auch nicht kalken, gegen übelriechende Gerüche einfach Stroh oder Holzhäcksel untermischen. Auch sollte darauf geachtet werden, dass man den Kompost mindestens ein Mal pro Jahr umschichtet. Dazu tragen Sie die oberen, gering verrotteten, Schichten ab und legen diese zur Seite. Die stark verrotteten Lagen werden dann mit einem Sieb von 1 - 2 cm Maschenweite durchgesiebt. Alles was nicht durch das Sieb fällt wird dann zurück auf den Kompost gelegt. Im Zuge des Wiederaufschichtens beachten Sie bitte die unter Aufbau genannten Regeln. Eine vollständige Umsetzung entsteht durch das Lagern und Feuchthalten des gesiebten Materials. Je älter die Komposterde, desto wertvoller wird sie. Wie man darüber hinaus andere Teile des Gartens pflegt, ist hier zu sehen.

Verwendung

Der eigene Kompost eignet sich gut zum Düngen von Gemüse- und Blumenbeeten. Dazu verteilen Sie, wenn möglich, alle drei Jahre 5 - 7 Liter Kompost pro Quadratmeter gleichmäßig auf der Fläche und mischen diese unter die obersten 15 - 20 cm des Bodens. Darüber hinaus entspricht das Verwendung von Komposterde und Hornspäne einer Zugabe von Volldünger und einer Kalkung. Auch wird der Humusgehalt des Bodens durch die Zugabe von Komposterde erhöht und das Bodenleben gefördert. Trotzdem sollte Komposterde in Maßen eingesetzt werden, weil sonst eine Überdüngung der Erde droht.
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Viel Spaß!

 Bildquelle: commons.wikimedia.org © selena.p (CC BY-SA 3.0)