Uhr
Nimm dir Zeit ...

Für viele ist die Uhrumstellung nur ein kleines Ärgernis, es gibt aber auch viele Menschen, deren Biorhythmus extrem unter der Veränderung leidet. Daneben werden auch immer wieder die Vorteile dieser Praxis angezweifelt. Dennoch hält Deutschland an der halbjährlichen Uhrumstellung fest. Menschen, die darunter leiden, sollten sich daher besonders auf die Änderung vorbereiten.

Wer noch mehr wissen möchte, für den ist dieser Bericht hilfreich.

Warum gibt es die Sommerzeit?

In Deutschland gab es schon seit 1917 immer wieder mal die Sommerzeit. Endgültig dafür haben sich die Verantwortlichen aber erst 1980 entschieden. Die Gründe für die Entscheidung waren damals vielfältig und sie stammten aus den verschiedensten Bereichen, zum Beispiel der Politik oder der Wirtschaft. So wollten sich die Politiker der Zeit an die westlichen Nachbarländer anpassen, diese hatten sich aufgrund der vergangenen Energiekrisen für eine Sommerzeit entschieden. Dies wurde fortan an in der Bundesrepublik eines der Hauptargumente. Die Einführung geschah in Zusammenarbeit mit der DDR, denn auch entschieden sich die Verantwortlichen für eine Zeitumstellung. So sollte vermieden werden, dass das geteilte Deutschland und insbesondere auch das geteilte Berlin unter verschiedenen Zeitzonen leiden mussten. Mittlerweile wurde die Sommerzeit auch europaweit angeglichen.

Kritiker der Uhrumstellung

Jedes Jahr pünktlich zur Uhrumstellung melden sich aber auch Kritiker zu Wort, die die Sommerzeit abschaffen möchten. Einerseits gibt es Menschen und Initiativen, die in der Sommerzeit einen erheblichen Eingriff in ihr Privatleben seitens der Politik sehen. Daneben gibt es aber auch viele Wissenschaftler, die argumentativ gegen die Uhrumstellung vorgehen. Besonders umstritten ist dabei immer wieder, ob durch die Sommerzeit überhaupt Energie eingespart werden kann. Dies ist immer wieder das Hauptargument der Befürworter, kann aber mit unterschiedlichen Studien belegt oder aber auch widerlegt werden. Auch die Gesundheit der betroffenen Menschen sehen Wissenschaftler teilweise in Gefahr. Die Änderung auf Sommer- oder Winterzeit bedeutet immer wieder einen erheblichen Eingriff in den Biorhythmus. Wer sich näher darüber informieren möchte, findet unter http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/sommerzeit.shtml zahlreiche Informationen zu dem Thema.

Vorbereiten auf die Zeitumstellung

Ob sie jetzt sinnvoll ist oder nicht, die Sommerzeit wird in den nächsten Jahren in Deutschland wohl nicht abgeschafft werden und so müssen sich die Betroffenen damit abfinden. Dafür gibt es einige Kniffe, um sich und den Körper optimal vorzubereiten. So sollte der eigene Rhythmus nicht plötzlich an einem Tag umgestellt werden. Schon in der Woche vor der eigentlichen Umstellung kann der Schlaf in kleinen Schritten verschoben werden. Außerdem sollten besonders Menschen mit Schlafstörung rund um die Uhrumstellung von Mittagsschlaf absehen. Auch Medikamente sind in den meisten Fällen nicht notwendig und können vielmehr die Probleme noch verschlimmern und herauszögern. Übrigens sind besonders Frauen von den gesundheitlichen Folgen der Sommerzeit betroffen. Daher sollten insbesondere diese ihren Körper in dieser Zeit genau beobachten. Das gilt auch für Kinder und ältere Menschen, die meist am schwersten mit der Umstellung zurechtkommen. Bei diesen kann die Umstellung sogar Monate dauern und im schlimmsten Fall sogar zu einer Depression führen. Dagegen können Betroffene vorgehen, indem sie sich viel in der Natur aufhalten. Durch natürliches Licht und die Umgebung passen sich Körper und Geist am besten an die jeweiligen Zeitverhältnisse an.


Bildquelle: commons.wikimedia.org © Phrontis (CC BY-SA 3.0)
(Gastbeitrag, Aktualität beachten, 12/2013, Urheberrecht und URL liegt beim Autor)