Cottagegarten
Romantisch gestalteter Cottagegarten.

Für den begeisterten Gärtner ist der Garten sein Baby. Wie bei Letzterem auch fällt den meisten nur die schön zurechtgemachte Optik auf. Dass dahinter sehr viel Arbeit und Mühe steckt, lässt sich allenfalls erahnen. Auch sollte das Hobby Garten nicht unterschätzt werden. Im Grunde beschäftigt er seinen Gärtner nämlich das ganze Jahr über.

Optimal geeignet zum Arbeiten im eigenen Garten ist der Herbst. In dieser Saison kann bereits mit dem Umgraben der Beete begonnen werden, welche ganz neu angelegt oder je nach Wunsch auch verändert werden können.

Der Garten in Herbst und Winter

Über den Winter lässt sich die sogenannte Frostgare gut ausnutzen. Gleichzeitig kann Mist eingemischt werden, welcher bis zum Frühling verrottet und dann nicht mehr so scharf auf die Pflanzen wirkt wie zu Beginn.

Ist es zum Umgraben bereits zu kalt, dann kann auch diese Phase effektiv genutzt und einige Sorten an Gemüse ausgesät werden. Das erfolgt in kleinen Töpfchen auf der Fensterbank, wo diese, bis es wieder wärmer wird, vorgezogen werden. Während Peperoni schon im Dezember gesät werden können, lassen sich Tomaten und Paprika ideal ab Februar hochziehen. Das bedeutet allerdings auch mehr Arbeit als mit schon gekauften jungen Pflanzen aus dem Gartencenter.

Erstes Gärtnern im Frühjahr und im Sommer

Wird erst im Frühling mit der Gartenarbeit begonnen, so ist die erste Tätigkeit ebenfalls das Umgraben. Allerdings ist der Aufwand jetzt etwas größer, da die Schollen zunächst mit der Hacke beziehungsweise dem Rechen zerkleinert werden müssen - nach dem Winter dauert dies etwas länger als im Herbst. Darüber hinaus müssen noch Kompost in den Boden eingearbeitet und die Beete geebnet werden. Soll ein Garten reaktiviert oder ganz neu angelegt werden, dann lohnt es sich, erst einmal Kompost darunter zu mischen, bis es richtig losgehen kann mit dem Gärtnern. So wird der Boden mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt, die für gutes Gedeihen essenziell sind.

Gibt es keinen bereits verrotteten Mist, dann sollte auf keinen Fall frischer unter die Beete gemischt werden. Besser geeignet ist Brennnesseljauche, welche die jungen Pflanzen optimal mit Stickstoff versorgt. Zwar schadet die Zugabe von Hornspänen nicht, allerdings brauchen diese länger, bis der darin enthaltene Stickstoff abgegeben wird - wer seinen Garten möglichst schnell damit versorgen will, sollte daher eher darauf verzichten. Sand kann das ganze Jahr über in den Boden eingemischt werden. Ist der Boden gründlich vorbereitet, so können direkt Pflanzen gesetzt oder neue Samen ausgeteilt werden.

Selbst im Sommer lässt es sich mit dem Gärtnern neu beginnen, wenn man dies möchte. Je nachdem, wie das Klima ist, lassen sich durchaus noch einige Sorten anbauen, die noch im selben Jahr erntereif werden können (Radieschen, Pflücksalat, etc.). Im späten Sommer bzw. in den frühen Herbstmonaten lassen sich außerdem noch einige Pflanzen ausbringen, die im Frühling geerntet werden können - dazu zählen beispielsweise Winterrettiche oder auch diverse Salatsorten. Schreitet der Herbst dann fort und bringt nach und nach kältere Temperaturen mit sich, so ist es wieder an der Zeit für das Vorbereiten der Beete für den Winter.

Ein guter Tipp für jeden, der neu mit dem Gärtnern beginnt und sich etwas Fachwissen aneignen möchte, ist, sich einen Ratgeber zu kaufen oder sich in einem Gartencenter bzw. im Internet eine Ratgeberbroschüre herunterzuladen.


(Gastbeitrag, Aktualität beachten, 1/2014, Urheberrecht und URL liegt beim Autor)