Rauchmelder Holzdesign
Viel Nutzen für wenig Geld.

Rauchmelder sind heutzutage unverzichtbar. Obwohl viele die komplizierte Anbringung und die Anschaffungskosten scheuen, lohnt sich diese lebensrettende Investition in jedem Fall. Denn trotz geringem Arbeitsaufwand versprechen sie jahrelange Sicherheit vor Rauchvergiftung und dem Flammentod. Nicht ohne Grund gilt in einigen Bundesländern bereits eine Rauchmelderpflicht für Wohnhäuser.

In Deutschland müssen im Handel erhältliche Brandschutzmelder einige Auflagen erfüllen, etwa das Tragen der CE-Kennzeichnung. Des Weiteren muss ein niedriger Batteriestand möglichst früh durch das Gerät angekündigt werden und das akustische Alarmsignal einem hohen Schalldruckpegel entsprechen. Je lauter und durchdringender der Ton ist, desto eher wird er im Ernstfall bemerkt – auch dann, wenn die Bewohner sich zu diesem Zeitpunkt im Keller oder im Garten befinden sollten.

Kleine Lebensretter

Rauchmelder ältes ModellEin Hausbrand stellt nicht nur wegen des Feuers eine tödliche Gefahr dar. Entscheidend ist der Rauch, der dabei entsteht, denn das Verbrennen von Kunststoffen oder Chemikalien erzeugt giftige Dämpfe, die sich in den Räumen ausbreiten. Besonders bei nächtlichen Bränden fordert dieser Rauch die meisten Todesopfer, da der Geruchssinn im Schlaf nicht aktiv ist. Die meisten Brände in der Nacht bleiben oft  solange unbemerkt, bis jede Rettung zu spät kommt. Das akustische Signal weckt die Bewohner mit einer hohen Lautstärke, sobald es in der Nähe zu einer Rauchentwicklung kommt. Der große Rauchmelder-Test 2014 gibt Auskunft über aktuelle Modelle, die sich auf dem neuesten Stand der Sicherheitstechnik befinden und verschafft einen Überblick über die technischen Details.

Den richtigen Rauchmelder kaufen

Je nach Qualität und Leistungsumfang sind die Rauchmelder in verschiedenen Preissegmenten erhältlich. Dabei sollte jedoch nicht allein auf den günstigsten Preis geachtet werden. Wichtig ist es, die unterschiedlichen Modelle zu vergleichen und eines auszuwählen, das sich für das eigene Zuhause eignet. Für große Wohnungen, mehrstöckige Häuser oder große Gartengrundstücke bietet sich die Anschaffung funkvernetzter Rauchmelder an – schlägt einer von ihnen Alarm, warnen alle miteinander vernetzten Geräte gleichzeitig vor dem Brand.
Nicht nur innerhalb des Hauses ist für den Brandschutz zu sorgen – vergessen Sie den Außenbereich nicht. Verbringen Sie viel Zeit im Garten oder der Garage oder nutzen diese zur Lagerung von Fahrzeugen und elektrischem Werkzeug, lohnt sich die Anbringung vernetzter Rauchmelder auf größeren Grundstücken auch außerhalb des Wohnbereichs. Ob nun ein Brand im Gartenhaus ausbricht, oder Sie sich draußen befinden, wenn sich in der Wohnung Rauch entwickelt, es bleibt nicht unbemerkt.

Eine Investition, die Leben retten kann

Mit dem Kauf und der Montage allein ist es jedoch nicht getan. Damit der hohe Sicherheitsstandard der Rauchmelder gewährleistet werden kann, muss in regelmäßigen Abständen ihre Funktionstüchtigkeit geprüft werden. Die meisten greifen dabei zu einer Kerze oder einer Zigarette – doch Experten raten von dieser Art Rauch ab, um Verschmutzungen und Beschädigungen der Geräte zu vermeiden. Spezielle Rauchsprays eignen sich am besten, um einen Hausbrand nachzuahmen und die Zuverlässigkeit des Rauchmelders zu testen.
Auch die Batterien müssen regelmäßig gewechselt werden. Obwohl hochwertige Lithium-Batterien den Melder bis zu zehn Jahre mit Energie versorgen können, muss die Anzeige im Auge behalten werden. Ein modellabhängig optischer oder akustischer Hinweis kündigt den Leerstand der Batterie frühzeitig an und fordert zum baldigen Austausch auf.
Trotz aller Sorgfalt bei Auswahl und Wartung des Rauchmelders kann es unter Umständen zu einem Fehlalarm kommen. Dies kann zwar passieren, sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Entscheidend ist, die Ursache für den Fehlalarm zu ermitteln. Ist das Gerät beschädigt oder wurde es möglicherweise durch Rauchbildung ausgelöst? Manche Rauchmelder reagieren in Ausnahmefällen auch auf Tabakrauch und Bügeldampf. Aus diesem Grund ist die Montage von Rauchmeldern in Badezimmern und Küchen nur bedingt zu empfehlen. Weitaus besser geeignet sind dagegen das Wohnzimmer, Kinder- und Schlafzimmer oder der Wohnungsflur.

(Journalistischer Gastbeitrag, Aktualität beachten, 9/2014, Urheberrecht und URL liegt beim Autor)