Zaun
Moderner Metallzaun.

Gemäß der Unterschiedlichkeit ihrer Funktion aber auch der regionalen Besonderheiten hinsichtlich des Materials, der Ausführung und der zu begrenzenden Landschaft gibt es Zäune und Tore im Garten in einem breiten Spektrum. Worauf ist nun bei einem Gartenzaun zu achten?

Zäune als Sichtschutz oder als Schutz vor unbefugtem Betreten

Zäune und Tore schützen in erster Linie einen Garten oder ein Grunstück. Sie werden als Begrenzung eingesetzt und hinder Tiere und Unbefugte am Betreten. Sie dienen aber auch dem Sichtschutz, d.h. sie verbergen etwas. Mittlerweile dienen sie aber auch ausschließlich der Dekoration.
Im Gartenbereich finden folgende Zäune Verwendung:

  • Metallzäune
  • Kunststoffzäune
  • Bretterzäune
  • Lattenzäune
  • Weidezäune

MetalltorIm Garten viel verbreitet ist der Maschendrahtzaun, da er sehr preiswert und langlebig ist. Bei einem Maschendrahtzaun wird ein aus Drähten verflochtenes und oftmals mit Kunststoff ummanteltes Gitter zwischen Pfosten gespannt. Dadurch werden Tiere vom Garten abgehalten, trotzdem kann man durch die Maschen nach draußen sehen. Wer sich auch gegen kleinere Tiere schützen will, muss eine entsprechende Maschengröße wählen.

In einigen Fällen werden Kunststoff-Litzen, welche mit leitfähigen Metalldrähten durchzogen sind, unter elektrische Spannung gesetzt. Dieses System wird meistens an Weiden genutzt, damit Kühe oder Pferde nicht fortlaufen können.

Bretterzäune dienen gleichzeitig als Sichtschutz. Sie schützen gegen unbefugtes Betreten und Sachbeschädigungen. Bei einem Bretterzaun werden einzelne Bretter zwischen Pfosten befestigt. Dies ist die sicherste Eingrenzung eines Gartens, da weder Tiere noch Menschen den Zaun durchdringen können. Der Lattenzaun wird zumeist aus dem preiswerten Fichtenholz hergestellt. Eine Unterart sind die sogenannten Jägerzäune, bei dem halbrunde Latten x-förmig befestigt werden. Diese Zäune sind sehr niedrig und nicht höher als 1 Meter.

Zäune und Tore aus Kunststoff oder Metall dienen als harmonische Einfriedung des Gartens. Sie zieren den Garten und dienen der Verschönerung. Industrietore jeder Art von Teckentrup können individuell an die Umgebung angepasst werden.

Baurecht beim Zaunbau beachten!

Beim Zaun- und Torbau müssen einige Regeln eingehalten werden, wenn der Streit mit dem Nachbarn vermieden werden soll. Zaunbau ist Ländersache. Einfriedungen (damit ist im Juristen-Fachjargon der Zaun, Mauern oder Hecken gemeint), beschäftigen oft die Gerichte. Wann darf oder muss ein Zaun errichtet werden? Wer trägt die Kosten? Wie darf der Zaun aussehen und wie hoch darf er sein? Diese Fragen beschäftigen die Juristen oft, denn eine pauschale Antwort gibt es nicht, da die Bestimmungen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind.

So besteht beispielsweise in den Ländern Brandenburg, Niedersachsen und NRW eine Einfriedungspflicht für Grundstücksbesitzer. Fordern die Nachbarn einen Zaun, so müssen auch die Anwohner in Berlin, Hessen und Schleswig-Holstein ihren Garten einzäunen.

Doch auch ein aktiver Hund bringt seinen Halter oft in die Pflicht, einen Gartenzaun zu errichten. Einige Gemeinden legen die Zaunhöhe in Bebauungsplänen fest, andere Gemeinden verbieten Einfriedungen sogar. Hier kann jede Gemeinde für sich selber eine eigene Satzung erlassen.

Auskunft gibt das jeweilige Bauamt oder Bürgerbüro. Besteht weder eine Satzung noch ein Bebauungsplan, sollte man einen ortsüblichen Zaun wählen. Denn stört dem Nachbarn der Zaun ästhetisch, kann er mit seiner Klage Erfolg haben, wenn der Zaun ortsunüblich ist.

(Gastbeitrag, Aktualität beachten, 1/2014, Urheberrecht und URL liegt beim Autor)

Bildquellen:

  • Bild 1: uschi dreiucker - pixelio.de
  • Bild 2: Katharina Wieland Müller - pixelio.de