Refugium
Refugium an der Terrasse.

Der Sommer naht und mit ihm viele sonnige Stunden und Nächte im heimischen Kleingarten. Schon lange ist dieser über seine ursprüngliche Aufgabe hinausgewachsen. Während er früher als wichtige Anbaufläche zum Anpflanzen von Obst und Gemüse genutzt wurde, dient er heute immer mehr als persönlicher Rückzugsort und Wohlfühl-Oase. Gerade nach einem harten Arbeitstag lassen sich im eigenen Garten die Energiereserven wieder aufladen.

Im Sommer 2014 erhob die Tomorrow Focus Media GmbH eine Studie, in der über 700 Probanden zu ihrer persönlichen Terrassen- bzw. Gartennutzung befragt wurden. Das Ergebnis der Studie zeigte, dass sich 46,5 % der Befragten täglich im eigenen Garten aufhalten. 68 % ernannten den Garten sogar noch zum bevorzugteren Aufenthaltsort vor dem Meer oder der See. Bei den beliebtesten Garten-Tätigkeiten lagen das Beisammensein mit Familie und Freunden, das Grillen und das Entspannen in der Sonne ganz vorne.

Umso wichtiger ist es, dass die Garteneinrichtung auch zum Verweilen einlädt. Bei Vielen verwandelt sich die grüne Außenfläche immer mehr zum gemütlichen Outdoor-Wohnzimmer. Unterschiedlichste Garten Messen bieten heutzutage zahlreiche Inspirationen. So individuell, wie der Mensch ist, scheinen auch die Gestaltungsmöglichkeiten.

Die passenden Gartenmöbel

Ähnlich wie bei der Inneneinrichtung eines Hauses lässt sich auch im Garten der Wohlfühlfaktor, beispielsweise durch die richtige Möbelwahl, deutlich erhöhen. So ist bei vielen Gartenbesitzern die Funktionalität derselben längst dem Wunsch nach einem „schönen Aussehen" in der Prioritätenliste gewichen. Der Garten wird dadurch auch immer mehr zum Statussymbol, spiegelt vielleicht sogar ein Stückchen der eigenen Identität wieder. In jedem Fall sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Dennoch kann es nicht schaden, vor dem Möbelkauf ein paar Grundsatzfragen zu klären, die bei der optimalen Auswahl helfen können.

Die Pflege:
Damit die Möbel den Besitzern lange Freude bereiten, sollten diese generell regelmäßig gepflegt werden. Bei der Produktion kommen unterschiedlichste Materialien zum Einsatz. Die einen sind extrem pflegeleicht und reinigen sich bei einem Regenschauer förmlich von selbst, die anderen erfordern eine höhere Pflegeintensität. Vor allem bei Holzmöbeln wie beispielsweise Teakholz gibt es nach Angaben von egarden.de ein paar wichtige Punkte, die beachtet werden müssen, um deren Haltbarkeit zu gewährleisten. Um unerwünschte Witterungsschäden zu vermeiden, sollte im vornhinein geklärt werden, wie es um die Pflegebereitschaft und auch die zur Verfügung stehende Zeit steht.

Die persönlichen Vorlieben:
Immer mehr Menschen streben nach der Möglichkeit, ihre Fantasien im Garten verwirklicht zu sehen. Während der eine vielleicht die rustikale Holzbestuhlung samt massiver Holzbank bevorzugt, wagt der andere das Experimentieren mit außergewöhnlichen Designs und filigranen Formen. Ob Rattan-Sessel, Hollywoodschaukel, Outdoor-Polster, Hängematte, die klassische Gartenliege oder die bunten Metallmöbel, die an das Inventar eines französischen Cafés erinnern - in der Welt der Gartenmöbel ist für jeden etwas dabei und die Optionen theoretisch grenzenlos. In der Praxis kommen selbstverständlich auch wichtige Faktoren, wie das finanzielle Budget und die verfügbare Gartenfläche zum Tragen. Letzteres wird oftmals unterschätzt, da es bei der Angebotsfülle oft schwerfällt, sich für ein paar wenige Einrichtungsstücke zu entscheiden.

Wichtig ist, dass die Qualität der Möbel beim Kauf deutlich begutachtet wird. Wie steht es um die Beschaffenheit? Bieten die Stühle einen stabilen Halt? Oder droht vielmehr eine dauerhafte Wackelpartie? In dem Zusammenhang sollte auch der Gartenboden berücksichtigt werden. So kann beispielsweise die Kombination von dünnen Stuhlbeinen aus Metall und einem Kies- oder Rasenuntergrund problematisch werden. Schleifspuren auf Holzböden lassen sich durch das Anbringen von Filzelementen unter Tisch- und Stuhlbeine vermeiden.

Maß nehmen:
Es ist unerlässlich, sich vorab einen Überblick über die verfügbaren Quadratmeter zu verschaffen. Lässt der Garten bzw. die Terrasse die Einbindung einer soliden Sitzecke samt Tisch überhaupt zu? Oder erweisen sich Klappmöbel vielleicht als bessere Lösung? Ist der Außenbereich ausschließlich für die Erholung und meditativen Yoga-Übungen vorgesehen, oder müssen häufige Grillabende in großer Gesellschaft einkalkuliert werden? Fakt ist, dass eine überfüllte Gartenfläche sehr schnell ein beklemmendes Gefühl erzeugen kann, was letztendlich dazu führt, dass die geplante Wohlfühl-Oase gemieden wird.

Das Ambiente:
Das Schöne am eigenen Garten ist, dass sich ein gewisses Urlaubsgefühl direkt vor die Haustür zaubern lässt. Vielleicht sogar die Erinnerung an einen exotischen Auslandsaufenthalt. Dazu gehört selbstverständlich auch die Auswahl der Bepflanzung. Egal ob diese an die perfekt getrimmten Gartenhecken einer Luxushotel-Anlage erinnern oder dem australischen Regenwald gleichen - es ist immer von Vorteil, wenn sich auch die Gartenmöbel gut in das Gesamtbild einfügen.

Auch dekorative Accessoires können ihren Teil zum "gewissen Etwas" im Garten beitragen. Je nach Gartengröße sorgen zum Beispiel Feuerschalen, Laternen und Solar-Lichterketten für eine zusätzliche natürliche Wärme und erzeugen durch ihr indirektes Licht noch einmal mehr Gemütlichkeit. Brunnen sind für ihre entspannende Wirkung bekannt und darum sehr beliebt. Für leidenschaftliche Hobbyköche bietet sich zudem eine große Auswahl an modernen Grills, die sich dank vielfältiger Designs ebenfalls auf die Möblierung und das Gesamtambiente abstimmen lassen.

Lichtgestaltung im Hausgarten

Die Überwinterung:
Ein weiteres, nicht zu vernachlässigendes Auswahlkriterium stellt die Überwinterung dar. Die Beschaffenheit vieler Materialien ist heutzutage so gehalten, dass bei richtiger Pflege gelegentliche Regenschauer keine größeren Probleme darstellen. Vor Dauerfrost und winterlicher Nässe müssen die Gartenmöbel jedoch geschützt werden. Auch hier sollte vor Anschaffung der Möbel die Frage der Winter-Lagerung geklärt werden.