Garten im Herbst
Nutze die schönen Tage im Herbst!

So langsam läuft die Gartensaison aus. Die letzten Ernten werden im Keller eingelagert und auch die Gartenmöbel werden verstaut. Doch damit die Pflanzen auch im kommenden Jahr wieder in voller Pracht blühen und eine reiche Ernte tragen, muss der Garten winterfest gemacht werden. Der Rasen muss gepflegt, Bäume und Sträucher zurückgeschnitten und die Beete durch Neubepflanzungen und Schutz frostempfindlicher Gewächse auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden.

Die Rasenpflege

Da in vielen Gärten der Rasen eine große Fläche einnimmt, benötigt er besondere Aufmerksamkeit. Damit er im nächsten Sommer wieder gut wächst, sollte er vor dem Winter auf eine Länge von etwa sechs Zentimeter zurückgeschnitten werden. Eine Düngung oder eine Kalkzufuhr gibt dem Rasen wichtige Nährstoffe, die er über die Wintermonate gut gebrauchen kann. Laub und Reste der Mahd müssen sorgfältig zusammengeharkt und entfernt werden. Bleiben die organischen Rückstände liegen, ist keine Luftzirkulation gewährleistet. Es kann zu Schimmel und Fäulnis kommen, was den Rasen schädigt. Durch das Harken wird der Rasen zudem belüftet. Und er bekommt genügend Licht, um Verrottungsprozessen vorzubeugen.

Bäume und Sträucher auf den Winter vorbereiten

Alte, abgestorbene und kranke Äste sollten rechtzeitig vor dem Wintereinbruch entfernt werden. Wenn die Bäume und Sträucher nicht zurückgeschnitten werden, wird die Entwicklung neuer Triebe beeinträchtigt. Die Pflanze muss dann ihre Energie für den Erhalt der kranken und alten Äste aufwenden. Der Schnitt sollte noch im Sommer, spätestens Ende August, durchgeführt werden. Dann können sich die Schnittwunden noch vor dem ersten Frost verschließen. Frühjahrsblüher, wie die Forsythie oder die Weigelia sollten vom Schnitt verschont bleiben. Hier besteht die Gefahr, frische Triebe wegzuschneiden. Die Schnittreste können optimal zum Schutz frostempfindlicher Pflanzen eingesetzt werden. Dazu wird das Schnittgut kleingehäckselt und unter die Pflanzen verteilt. Die Holzstücke schützen die Wurzeln vor Frost, da sie eine wärmende Schicht erzeugen.

Frostempfindliche Pflanzen schützen

Pflanzen, die keinen Frost vertragen, werden idealerweise in einen Kübel gepflanzt. Dieser kann dann vor den ersten Frostnächten in die Wohnung geholt werden. Ideal ist für den Aufenthalt ein kühles Treppenhaus oder ein Wintergarten. Oleander und Olivenbäume sowie Balkonkästen mit Geranien und andere frostempfindliche Pflanzen haben im kühlen Keller ein optimales Quartier zum Überwintern. Vor der Einlagerung sollten die Pflanzen auf Schädlingsbefall untersucht werden. Annuelle Pflanzen können direkt kompostiert werden. Gewächse, die bis zu einer bestimmten Grenze frosthart sind, können vollständig in Folie eingewickelt werden. Das sorgt für eine Isolation gegen  Minustemperaturen. Nicht vergessen, auch sie brauchen im Winter Wasser und müssen an frostfreien Tagen gegossen werden. Das gilt umso mehr, wenn dei Pflanzen von der Wintersonne beschienen werden.

Blumenzwiebeln und Obstbäume pflanzen

Damit der Garten im Frühjahr in neuer Farbpracht erstrahlt, sollten Frühblüher bereits im Herbst eingepflanzt werden. Die Blumenzwiebeln benötigen die kalten Temperaturen, damit der Austrieb aktiviert wird. Bevor der erste Frost eingesetzt hat, können Tulpen, Narzissen, Lilien und verschiedene Stauden eingepflanzt werden. Es gibt aber auch Zwiebelgewächse, die durch den Frost geschädigt werden. Dahlien und Knollenbegonien müssen vor dem Frost aus der Erde genommen werden. Obstbäume und Sträucher werden zwischen Oktober und November eingepflanzt. Wildverbissmanschetten schützen die Gehölze vor hungrigen Nagern, die sich einen Nahrungsvorrat anlegen.