Stiel- und Blattgemüse

geernteter Spargelsalat

Der Spargelsalat (bekannt auch mit dem englischen Namen: Celtuce) ist botanisch das gleiche Gewächs, wie der allseits bekannte Pflück- oder Kopfsalat, doch wird von dieser Zuchtform in der Küche seltener das Blattwerk verwendet, sondern der markige Stiel. Er ist also eine gezüchtete eine Variante des Gartensalates (Lactuca sativa) aus zwei verschiedenen botanischen Formengruppen (Rassen) und zwar Lactuca sativa var. angustana und Lactuca sativa var. longifolia. Beide  stammen ursprünglich aus dem mediterranen Raum. L. var. angustana wurde während der Tang-Dynastie in China (7. bis 10. Jahrhundert) zu einem Stielgemüse gezüchtet und im nordalpinen Raum sind ähnliche Auslesen von L. var. Longifolia im 19. Jahrhundert belegbar.*

Gartensalat

Die bekannten Salatpflanzen wie Kopf-, Schnitt- und Pflücksalat sind botanisch eine Art: Lactuca sativa. Der Begriff "Lactuca" leitet sich vom lateinischen láctis ab, heißt übersetzt Milch und bezieht sich auf den Milchsaft der Pflanze. "Sativa" bedeutet so viel wie angebaut oder gesät. Lacuca sativa gehört in die Gattung der Lattiche (Lactuca) und diese Pflanzenart wiederum zur Familie der Korbblütler.

Stechsalat

Stechsalat ist nicht der Name einer Salatsorte, sondern eine Art und Weise, wie man diesen anbauen kann. Im 19. Jahrhundert war dies noch bekannt und ist dann jedoch in Vergessenheit geraten. Der Autor, der ein Liebhaber alter Gartenbücher ist, hat diese Kulturform dort [1] wiederentdeckt, getestet und für bestens geeignet befunden. Besonders dort, wo im Kleingarten Anbauflächen über Winter brach liegen, lohnt es sich den Stechsalat anzubauen. Das ist möglich, weil dieser im Spätsommer und im frühen Herbst gesät werden kann. Die aufgehenden Pflänzchen überwintern in diesem Falle und sind dann im Frühjahr vor der ersten Beetbestellung erntereif.

Portulak erntereif

Um ein unbeheiztes Gewächshaus auch im Winter optimal auszunutzen, eignet sich der Portulak sehr gut. Er bringt ganz ordentliche Erträge, solange der Winter mild ist bzw. im Vorfrühling. Dadurch, dass die salatähnlichen Pflanzen nach dem Rückschnitt wieder austreiben, hat man auch gar nicht viel Arbeit. Man kennt dieses Gemüse auch unter dem Namen Winterportulak, Tellerkraut oder Winterpostelein.

Baumspinat

Der Baumspinat (Chenopodium giganteum), auch Riesengänsefuß genannt, ist ein recht interessantes Blattgemüse und für jeden Nutzgarten geeignet. Ich habe seinen Anbau bei mir getestet und hätte beinahe den Fehler gemacht, ihn als unrentabel zu verwerfen, weil die jungen Pflanzen im ersten Frühjahr von Läusen befallen waren und im Vergleich zur sehr ähnlichen Gartenmelde doch etwas kümmerlicher dastanden. Doch der Unterschied und die Besonderheit machten sich zu Beginn des Hochsommers bemerkbar: