Heilpflanze Arnika
Arnika (engl. Arnica)

Arnika, Arnica montana: Die Pflanze wächst aus einem dicken Wurzelstock, mit welchem das Heilkraut den Winter überdauert. Im Frühjahr treibt sie dann eine Rosette eiförmiger Blätter, die flach am Boden liegen, aus. Aus der Mitte dieser Rosette erhebt sich ein beblätterter, flaumig behaarter Stängel mit meist einem, selten zwei oder mehr leuchtend dottergelben Blüten.

Am Stängel sitzen zwei gegenständige, etwa zwei Zentimeter lange Blätter. Die ganze Pflanze riecht stark aromatisch.

Arnika ist auf humusreichen bis sandigen, ungedüngten oder torfigen Böden von der Ebene bis in die hochalpine Stufe anzutreffen. Sie wächst auf Matten, Wiesen, Heiden, ausgetrockneten Hochmooren und in lichten Nadelwäldern. Sie ist eine charakteristische Pflanze der mitteleuropäischen Gebirge. Die Blüten werden vor dem Abblühen im Juli und August gepflückt und bei vierzig bis fünfundvierzig Grad getrocknet. Von Insekten befallene Blütenkörbchen sind meist verkrümmt und müssen ausgesondert werden.

Volksnamen: Wohlverleih, Bergwurz, Engelkraut, Fallkraut, Johannisblume, Kraftrose, Wundkraut

Heilwirkung

Innerlich verwendet soll ein Tee aus Arnikablüten gegen Husten und Heiserkeit, sowie Magenblähungen, Darmstörungen und bei schwachen Nerven helfen. Doch kann Arnika bei Einnahme größerer Mengen innerlich toxische Reaktionen hervorrufen. Darum sollte, wenn nicht vom Arzt empfohlen, auf innere Anwendung der Arnika verzichtet werden.

Äußerlich wird Arnika als Arnikageist verwendet. Aufgrund der entzündungshemmenden, schmerzstillenden und heilungsfördernden Wirkung sowie der gefäßerweiternden Eigenschaften wird das Heilkraut bei Wunden, Blutergüssen, Quetschungen, Verstauchungen, Venenentzündungen und Ödemen verordnet. Auch bei Nerven- Muskel- und Gelenkschmerzen, und gegen Entzündungen nach Insektenstichen ist sie wirksam. Selbst äußerlich angewandt kann eine zu hohe Dosis Arnika toxische Hautreaktionen hervorrufen, eine Tinktur oder ein Umschlag (die etwas schwächer sind als Arnikageist) stellen aber keine Gefahr dar.

Achtung: Möglichst keine innere Einnahme, auf Dosierung achten! Beim Sammeln der Heilpflanze ist darauf zu achtenn, dass sie in manchen Regionen womöglich artgeschützt ist.

Arnika wächst auf trockenen Wiesen, an Bergabhängen, Hochgebirgen und auf der Heide. Auf einem 30 – 40 cm hohen, drüsenhaarigen Stengel steht eine rosettenförmige Blume länglich zugespitzt und ist drei- bis fünfnervig. Die Farbe der Blüte ist gelb oder rotgelb.

Blütezeit: Juni – Juli Sammelzeit zur Blüte.

Anwendung: Gegen Heiserkeit und Kehlkopfleiden nimmt man 20 Tropfen auf 1 – 2 Löffel Wasser und gurgelt damit aller 10 Minuten. Bei Rheumatismus, Rückenschmerzen, Gicht, Nervenschwäche, Leibschmerzen benutzt man es zum Einreiben.


Literatur & Quellen: Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels, O. / Pfeffermann / Gleitsmann, E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920