Heilpflanze Königskerze
veraltet: Verboseum thapsiforme

Königskerze, Verbascum phlomoides L.: Wie die Königskerze zu ihrem Namen kam, ist einfach zu erraten. Leuchtend gelb blühend erhebt sie sich stattlich und kann eine Größe von bis zu 2 Metern erreichen. Der aufrechte, wollfilzige Stängel trägt die 3 – 5 cm großen, leuchtend gelben Blüten, die zwei- bis fünfbüschelig wachsen, sowie die breit-elliptischen, gekerbten, sternhaarigen Blätter.

Die zweijährige Pflanze legt im ersten Jahr zunächst eine Rosette großer Blätter an, aus welcher im Folgejahr dann der lange, reich beblätterte Stängel treibt. Unterschieden wird die Großblütige Königskerze (V. densiflorum) und die Kleinblütige Königskerze (V. thapsus L.). Letztere besitzt kleinere Blüten.

Die Königskerze bevorzugt steinige, sonnige Plätze wie Waldlichtungen, Kahlschläge, Schuttflächen, Wegränder, Steinbrüche sowie Flußschotter. Von Mitte Juni bis September werden an sonnigen taulosen Tagen die geöffneten Blüten ohne die grünen Blütenkelche gesammelt und schonend getrocknet.

Volksnamen: Brennkraut, Donnerkerze, Fackelblume, Frauenkerze, Himmelbrandblume, Himmelskerze, Johanniskerze, Marienkerze, Wollkraut, Zottich

Heilwirkung

Die Inhaltsstoffe der Königskerze wirken schleimlösend, auswurffördernd, wundheilend, leicht fiebersenkend und schweißtreibend, wodurch sie ein hervorragendes Mittel gegen Husten und Atemwegsentzündungen ist. Auch bei Ohrinfektionen, Hämorrhoiden und Verbrennungen und wunder Haut findet sie Verwendung. Früher benutzte man auch die frischen, zerkleinerten Blätter zur Linderung wunder Hautstellen.

Für einen Aufguss überbrühe man 2 Teelöffel der getrockneten Blüten der Heilpflanze mit einer Tasse Wasser und lasse ihn 5 Minuten ziehen. Mit Honig gesüßt wird er als Hustentee getrunken, äußerlich wird er bei Augenentzündungen, Brandwunden und Geschwüren als Umschlag aufgelegt.

Wird auch Himmelbrandblume genannt, auch Wallkrautblume. Sie dient als Haustee bei Husten, Brustschmerzen und Lungenverschleimung und leistet als Aufgusstee vorzügliche Dienste. Man verwendet die getrockneten Blüten. Versüßt wird der Tee durch Honig oder Kandis.


Literatur & Quellen: Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels,O. / Pfeffermann / Gleitsmann,E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920