Winterportulak
Tellerkraut mit Blüten und Samenansatz.

Claytonia perfoliata; Syn.: Montia perfoliata, das Gewöhnliche Tellerkraut, ist der für den Nutzgarten geeignete Winterportulak. Weiteren Namen für diese zierliche Pflanze aus der Familie der Montiaceae ist: Kuba-Spinat, Postelein, Winterpostelein, engl. Miner's lettuce, Spring Beauty oder Indian lettuce, was soviel wie Indianer-Salat heißt.

Dieser Name weist auf die Heimat des Tellerkrautes hin, welche das westliche Nordamerika ist.

Es gibt weitere Unterarten: Claytonia perfoliata subsp. intermontana, Claytonia perfoliata subsp. mexicana und Claytonia perfoliata subsp. utahensis.

Claytonia perfoliata ist eine einjährige Pflanze mit fleischigen Blättern (10 bis 30 cm hoch). Die ersten Grundblätter sind rhombisch eiförmig und lang gestielt. Nur sie werden als Blattgemüse verwendet.
Spätere Blätter wachsen unterhalb des Blütenstands paarweise zu Blättern zusammen und bilden ein rundes (bis 3 cm im Durchmesser) Hochblatt (Bild oben). Diese sind weniger schmackhaft. 
Die Blüten erscheinen, je nach Aussaatzeitpunkt, von Februar bis Mai und bilden dann winzige schwarze Samenkörner aus.

WinterportulakDie Verwendung als Blattgemüse ist hier beschrieben: Portulak, Anbauanleitung.

Das kleine salatartige Kraut wird am effektivsten im leer gewordenen Gurkengewächshaus angebaut, also im Oktober gesät. In milden Wintern beginnt die Ernte bereits im Januar und dauert bis in den März hinein.

Das Salatgemüse hat zwar recht kleine Blätter, doch in Reihe gesät lässt es sich wie Schnittsalat ernten. Auch ist der Ertrag gar nicht gering, weil es nach jedem Rückschnitt wieder austreibt und auf diese Weise 4 bis 5x geerntet werden kann.

Die Vermehrung durch Samen ist in der Anbauanleitung (Link oben) beschrieben.