Heilpflanze: Gemeiner Dost
Gemeiner Dost

Gemeiner Dost, Origanum vulgare L.: Der gemeine Dost ist eine bis 60 cm hohe, ausdauernde Staude mit einem leicht kantigen, rötlichen Stängel, ovalen, an den Rändern leicht gesägten Blättern und vielen kleinen rötlichen Blüten, die einen aromatischen Duft verströmen. Die Heilpflanze wächst auf trockenem, durchlässigem und leicht erwärmbarem Boden, z.B. an steinigen Hängen und lichten Wäldern.

Er blüht von Juli bis Oktober, gesammelt wird das blühende Kraut (Herba Origani) mit Wurzel zwischen Juli und September.

Volksnamen: Bergminze, Blauer Dunst, Oregano

Heilwirkung

Ein Aufguss aus dem Dost wirkt krampf- und schleimlösend, entzündungshemmend, magenstärkend, windtreibend, hustenstillend und auswurffördernd. So wird die Heilpflanze bei Atemwegserkrankungen, Verdauungsstörungen und Harnwegsinfekten verwendet.

Für einen Aufguss wird ein Teelöffel des getrockneten Krauts mit einer Tasse Wasser überbrüht und 5 – 10 Minuten ziehen gelassen. Davon trinke man 3 – 4 Tassen pro Tag oder benutze ihn für Mund- und Rachenspülungen oder für Umschläge bei schlecht heilenden Wunden. Auch zum Würzen von Speisen eignet sich der Dost (als Würzkraut unter dem Namen Oregano bekannt) hervorragend.

Die Doste wächst an Feldrändern, ist eine 16 – 20 cm hohe Pflanze mit reichlichem Stängel und eirunden behaarten Blättern. Die Blume bildet eine fleischrötliche und runde Ähre. Während die ganze Pflanze angenehm und gewürzt riecht, schmeckt sie aber sehr scharf.

Anwendung: Bei Blutungen der Unterleibsorgane, Blutkrämpfe, auch zerteilendes Mittel, wenn man ihn als Aufgusstee gebraucht.


Literatur & Quellen: Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels, O. / Pfeffermann / Gleitsmann, E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920