alte Schubkarre aus Holz
fast 100 % aus Holz

Sie ist eines der einfachsten und effizientesten Hilfsmittel für die Gartenarbeit, den Transport von Schüttgütern und für alles Mögliche, was der Mensch von A nach B transportieren möchte. Die Geschichte dieses praktischen Gefährts, das in Frankreich und der Schweiz Garette, in Österreich und Bayern Scheibtruhe heißt, ist uralt. Erfunden haben sie wohl die alten Griechen. Schon in alten Inventarlisten eines Bauwerkes aus der Zeit um 400 vor Christus wird ein einrädriger Kasten (hyperteria monokyklou) aufgeführt, bei dem es sich im Prinzip schon um eine Art von Schubkarre handeln kann. Im alten China verwendete man im 2. Jahrhundert zweirädrige Karren zum Transport von verletzten Soldaten und anderen gehunfähigen Patienten.

Im Mittelalter ab etwa dem 12.Jahrhundert finden sich in ganz Europa Schiebekarren. Sie waren aus Holz, das Rad (manchmal auch zwei Räder) saß im Gegensatz zu den chinesischen Karren ganz vorn. Wahrscheinlich entstanden die ersten Modelle aus den altbewährten Tragen, an die lediglich vorne ein Rad angesetzt wurde. Die Karren wurden im Bergbau, in der Landwirtschaft und bei Transport von Gütern eingesetzt. Ende des 13.Jahrhunderts gab es in England die ersten Karren aus Eisen. Die Räder rutschten etwas weiter hinter, was das Fahren der Schubkarre erleichterte und die Balance verbesserte. Es dauerte aber noch ein paar hundert Jahre, bis etwa 1950 die praktischen Blech-Karren und noch später auch Kunststoffkarren mit einer massiven Mulde und einem luftbereiften Rad auf den Markt kamen.

alte Kasten-Schubkarre

Die Schubkarre als praktisches Transportmittel bei der Gartenarbeit

Sie ist einfach ein Allrounder im Garten, wenn es darum geht, Erde und Rindenmulch, Kies und Sand, Steine und Pflanzen zu transportieren und umzuverteilen. Moderne Schubkarren stehen teuren Hightech-Transportmitteln in keinem Punkt nach. Sie sind überaus praktische Gefährte, leicht zu handhaben, platzsparend zu parken und sehr pflegeleicht. Sie gehören einfach zur Gartenarbeit dazu. Je nach Verwendungszweck und Körperkraft des Nutzers gibt es ganz unterschiedliche Karren- bzw. Muldengrößen. Die gängigsten Arten haben ein Fassungsvermögen von 70 bis 100 Liter, aber auch größere sind im Einsatz.

Besonders praktisch und stabil sind Winkeleisenkarren, wie sie zum Beispiel im Internet auf der interessanten und professionellen Webseite rumatek-shop.de zu finden sind. Sie haben ein Winkeleisengestell, einen verschweißten und lackierten Muldenkasten in einer Blechstärke von 1,25 mm und fassen meist 80 bis 90 Liter. Ihre sehr stabile Muldenabstützung, ihr verstärkter Rand, die praktischen Holzgriffe und Lufträder auf Stahlblechfelgen sorgen für mehr Sicherheit in der Handhabung. Winkeleisenkarren sind sehr leicht aber trotzdem äußerst stabil und können oft viele Jahrzehnte lang im Garten eingesetzt werden.

Bildquellen: Bild Nr. 1 Erlichthof in Rietschen (Museum in Ostsachsen); Bild Nr. 2. Haushaltwaren Katalog von 1895, Haushalt- und Eisenwaren Gebrüder Bleyert Hannover