kurz geschnittener gleichmäßiger Rasen
So wird er aussehen - vorallem bei genügend Wässerung nach der Saat.

Der richtige Zeitpunkt: Wenn man einen neuen Rasen anlegen will, ist zunächst jeder Zeitpunkt geeignet, an dem der Boden über 10 Grad warm ist. Und das bis in einige Zentimeter Tiefe und über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen. Denn in dieser Zeit bilden sich die jungen Wurzeln aus dem Samen, sie brauchen gleichbleibende Temperaturen. Das trifft grundsätzlich auf die Zeit zwischen April und Oktober zu.
Temperaturmäßig wären auch die Monate Juni, Juli und August geeignet. Doch hier drohen andere Gefahren: Heftige Regengüsse und vor allem Trockenperioden können die Aussaat zerstören, bzw. schädigen.

Zeitpunkt

Ein passender Moment für die Saat kann auch im Juli oder August sein. Dann jedoch muss auch in der Reisezeit die Möglichkeit gegeben sein, die frische Saat bei Trockenheit flächendeckend zu bewässern. Dann muss täglich gegossen werden, ansonsten trocknen die Keimlinge schnell aus. Beim Gießen ist unbedingt zu beachten, dass ein großer Teil des Wassers verdunstet, ehe die Graswurzeln ihn aufnehmen können. Deshalb ist es am Besten diese Arbeiten nur morgens oder abends durchzuführen.
Die oben empfohlenen Zeiten für die Aussaat gelten für neu angelegte Flächen. Haben wir neu angelegte Splitterflächen oder müssen wir in der Grasnarbe Stellen ausbessern, so hat es sich nach meinen Erfahrungen gezeigt, dass es zweckmäßiger ist, diese Arbeiten auf den Winter zu verlegen, wenn der Boden frostfrei ist. Dann wird sofort gesät und der Samen geht nachher im zeitigen Frühjahr von allein auf, wenn die Erde von Natur aus noch lang feucht ist. Dem Grassamen macht es nichts aus im Boden auszuharren, bis Temperaturen und Feuchte stimmen. Im Sommer werden solche Kleinprojekte oft vergessen und da kümmert sich dann die Saat von allein.
Große Flächen sollten allerdings in den wärmeren Jahreszeiten angelegt und besät werden, damit dort die Saat zügig aufgeht und sich die Grannrarbe schnell schließt. Würde sie im zeitigen Frühjahr ihren Bewuchs bekommen, der dann etwas länger braucht und im Jugenstadium verharrt, nimmt dieser zu schnell Schaden, weil in der Praxis der Rasen doch hin und wieder betreten wird.

Aussaat

Vor der Aussaat sollte der Boden mit einem Starterdünger vorbehandelt werden. Benötigt wird, je nach Grasart, in etwa 20 – 40 g Saatgut pro Quadratmeter Fläche, um eine geschlossene Rasendecke zu erhalten. Nach dem gleichmäßigen Ausstreuen muss der Samen leicht 0,5 bis 1 cm in den gut vorbereiteten Boden eingearbeitet werden. Dies geschieht am Besten mit einer Harke oder einem ähnlichen Gartengerät. Die richtige Tiefe ist wichtig, denn wird der Rasensamen zu tief gesät, kann er nicht keimen. Wird er gar nicht eingearbeitet, freuen sich die Vögel über ein leckeres Mahl. In der Regel ist aber das zu flache säen weniger schlimm, als das zu tiefe.
Um einen guten Zusammenschluss der Saaten mit dem Untergrund zu erreichen, werden sie zum Beispiel mit einer Handwalze, Trittbrettern oder auch einfach mit der Schaufel angedrückt. Nach der Aussaat sollte die Fläche nicht mehr betreten werden, bis sich eine geschlossene Rasendecke gebildet hat. In den ersten vier Wochen sollte der Boden auf keinen Fall austrocknen. Wie schon erwähnt ist ein regelmäßiges Wässern ist Pflicht, wenn es mehr als zwei Tage nicht regnen sollte.

Rasenterrasse

Der erste Schnitt

Sobald sich eine schöne dichte Rasendecke gebildet hat und die Grashalme ca. 8 – 12 cm hoch sind, kann das Gras auf etwa die Hälfte zurückgeschnitten werden. Die Schneiden des Mähers müssen besonders gut geschärft sein, denn stumpfe Schneidwerkzeuge können die frischen Triebe wieder aus dem Boden herausreißen.