KlatschmohnDie Blüten fidndet man im Vorsommer an Feldrändern.
Die Blüten fidndet man im Vorsommer an Feldrändern.

Es gibt eine Vielzahl von Hausmitteln, die auf einfach hergestellten Auszügen von Kräutern mit besonderer Heilwirkung basieren. So auch das hier vorgestellte Mohnblütenöl, welches im Frühsommer aus den Blütenblättern des weithin bekannten wilden Klatschmohns (Papaver rhoeas) und aus Olivenöl selber hergestellt werden kann. Es soll eine schmerzlindernde Wirkung haben.

Rezept

  • eine "reichliche Hand voll" Mohnbütenblätter in ein durchsichtiges Glas geben
  • mit 1/2 Liter Olivenöl (500 g / 0,55 l) auffüllen und verschließen
  • 2 bis 3 Wochen ganztägig in die Sonne stellen und am Tage öfters durchschütteln
  • das Öl anschließend mit einem Sieb abseihen und
  • möglichst in einem gefärbten Glasgefäß gut verschlossen lagern

Wirkung und Anwendung

Das milde Hausmittel nach Jakob Lorber (1800 – 1864) wird heute noch gern von den Heilpraktikern zur "Stillung der Schmerzen in den Gliedern" als Einreibung empfohlen. Es soll also Schmerzen und Krämpfe mildern und bei Schlafstörungen beruhigend wirken. Vorzugsweise lindert es Schmerzen "rheumatischer oder gichtischer Art" (Hyperurikämie, Arthrosen, Arthritis, chronische Polyarthritis, usw.). Das Öl dämpft Entzündungen und Schwellungen und hilft diese zu heilen. Nach Lorber soll es z.B. auf schmerzende Gelenke, mit einem ölgetränkten Tuch, aufgelegt werden, welches man zuvor der Mittagessonne einige Zeit aussetzte (siehe Originaltext unten). Natürlich ist auch das einfache Einreiben der Körperstellen möglich.

Sandra M H MohnblütenPapaver rhoeas, die bekannte Art mit knallroten Blüten, die um den 1. Juni erscheinen.

Empfohlen wird das Heilöl auch in dem unten folgenden Vortrag des Robert Franz (Video), welchen er 2016 in Düsseldorf im "Kräuterhaus Phytokraft" gehalten. Der Referent empfiehlt die Anwendung von Mohnblütenöl im Zusammenhang mit der schmerzstillenden Wirkung von MSM (Organischer Schwefel, Methylsulfonylmethan), einem Nahrungsergänzungsmittel:

Rezeptur im Originaltext nach J. Lorber

Ferner ist noch ein Mittel zur Stillung der Schmerzen in den Gliedern ganz einfach also zu bereiten: Man nehme wo möglich ein ganz frisch gepresstes Baumöl, ungefähr ein Pfund, gebe es in eine wohl zu verstopfende Halbflasche und tue, was in dieser Zeit leicht zu bekommen ist, eine gute Handvoll Mohnblütenblätter hinein. Die Blätter des wilden Mohns oder des kleinen Feldmohns wären denen des großen Gartenmohns vorzuziehen.

Wenn solche Mohnblütenblätter sich im Öle befinden, so verstopfe man die Flasche wohl und stelle sie ebenfalls 2 – 3 Wochen lang der Sonne aus und rüttle sie auch öfter am Tage. Nach dieser Zeit gieße man dieses Öl in eine Flasche und verstopfe sie wohl; wenn die Flasche dunkel ist, ist es besser, sie kann aber auch licht sein. So nun jemand von den vorher erwähnten Schmerzen befallen wird, so benetze er einen frischen, gesonnten Lappen mit diesem Öl und lege ihn auf das schmerzende Glied, so wird es in Kürze besser. Auch bei Brust- und Seitenstechen, wenn solche rheumatischer oder gichtischer Art sind, kann solches Öl mit großem Vorteil angewandt werden.[1]Lorber, Jakob - "Die Heilkraft des Sonnenlichtes", Bietigheim 2006 (1851 von Lorber niedergeschrieben und von Anselm Hüttenbrenner (1794 – 1868) geordnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht)

Welche Mohnarten sollte man verwenden?

Nach dem Text von Lorber sind vorzugsweise die Blüten vom rotblühenden Papaver rhoeas (Klatschmohn) oder der damals viel auf dem Feld angebaute Papaver somniferum (Schlafmohn; Samen zum Backen; Blüten weiß bis lila) aufgezählt. Es können aber auch die großen Blütenblätter der Gartenvariante genommen werden, des Papaver orientale, dem Türkischen Mohn.

Andere wirksame Hausmittel bei Arthrose?

Ein weiteres, vermutlich auch gut wirksames Hausmittel bei Arthrose, Arthritis, Gicht usw. ist bekannter Maßen eine angepasste Ernährung und Lebensweise. In diesem Zusammenhang scheinen drei Faktoren sehr wichtig zu sein: Ausreichende Versorgung mit Vitamin D3, dem sogenannten Sonnenhormon, mit MSM (Organischen Schwefel, Methylsulfonylmethan) und vor allem mit der ausreichenden Versorgung des Elementes Bor. Diese drei Wirkstoffe zählen nicht als Heilmittel oder Medikamente, sondern werden von Ernährungsberatern als außerordentlich wichtiges Gesundheitsfundament angesehen. Dieser substanzielle Unterbau hat durchaus auch Einfluss auf oben genannte Leiden. Im Videobeitrag ist diese Thematik als Erstinformation angerissen.

Quellen und Hinweise:

  • Mehr über Jakob Lorber und seine "eingegebenen Schriften": http://www.jakob-lorber.org/. Diese Werke (sonst sind sie aber mehr religiöser Natur, ich kenne sie fast alle.), sind für sinn- und gottsuchende Menschen eine große Bereicherung.
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