Trockenbohnen
Bohnen sind eine der effektivsten Gemüsearten für Selbstversorger

Subsistieren (lateinisch) heißt so viel wie bestehen, Bestand haben bzw. durch-sich-Bestand haben, leben (im Sinne seinen Unterhalt zu haben). Subsistenz kann mit Lebensunterhalt und der Begriff der Subsistenzwirtschaft mit auskömmlichem Wirtschaften übersetzt werden. Im Sinne unserer modernen Lebenswelt ist darunter auch zu verstehen, nur in dem Umfange einer Erwerbsarbeit nachzugehen, wie man zum Leben unbedingt braucht.

Unter Subsistenzwirtschaft versteht man in Wissenschaft und Publikation eine Form der Selbstversorgungswirtschaft, die einzelne Selbstversorger einer Region (die in der Regel über ihren Bedarf hinaus produzieren) im Verbund betrachtet. Diese Bedarfswirtschaft bezieht sich meist auf den Garten- und Landbau, doch sind auch handwerkliche Arbeiten mit eingeschlossen.

Gruppen, die noch weitgehend traditionell subsistenzorientiert wirtschaften, werden als lokale Gemeinschaften bezeichnet. Geschichtlich gesehen war die Subsistenzwirtschaft bis zur Industrialisierung und dem sich dabei herausbildenden Kapitalismus das weltweit vorherrschende Prinzip des Wirtschaftens. Heute ist die Zahl reiner Subsistenzbetriebe nur noch in Entwicklungsländern von Bedeutung (siehe Subsistenzlandwirtschaft in Entwicklungsländern).Wikipedia (Stand 10/2015)

Diese Bedarfswirtschaft ist heute besonders dort ausgeprägt, wo Infrastrukturen kaum entwickelt sind; anders formuliert: sie kommt ohne aufwendige Logistik aus. Einen hoch entwickelten Subsistenz-Landbau gab es in den präkolumbianischen Kulturen, die bekanntlich das Rad nicht kannten und mangels Wassertransportwegen landwirtschaftliche Güter kaum auf weiten Strecken handeln konnten. Von dieser Garten- und Landbaukultur können wir heute viel für eine rentable Selbstversorgungswirtschaft übernehmen und das in Bezug auf Anbaumethoden und hochwertige Kulturpflanzen.

Siehe auch: Autarkie(das "sich selbst Genügende")