Linum usitatissimum, Blüte Linum usitatissimum, Blüte
Linum usitatissimum, Blüte

Leinen, das meint gleichzeitig auch Flachs und dieser ist seit jeher eine bekannte und viel verwendete Nutzpflanze – heute aber auch Ziergewächs wegen der blauen Blüten. Ob verarbeitet zu Speiseöl oder Kleidung – Flachs ist eine begehrte Kulturpflanze. Der Leinen wächst vornehmlich in den gemäßigten Breitengraden Europas. Steigen die Temperaturen zu hoch oder ist das Wetter zu feucht, so wirkt dies sich nachteilig auf den Leinen- und Flachswachstum aus.

Die Leinenpflanzen können, nach Aussaat, bis in eine Höhe von 120 cm wachsen. Ihr Wurzelwerk ist ziemlich flach, was eines kräftigeren, härteren Bodens bedarf. Es gibt unterschiedliche Samensorten, die sich hinsichtlich ihrer Verwendung zur Herstellung von Leinenöl oder Kleidung unterscheiden. Damit die persönliche Leinsamenernte auch zum Erfolg wird und die Pflanzen im eigenen Garten sprießen und gedeihen, erhalten Sie hier drei umfangreiche Tipps.

Linum Lein

Bodenqualität

Leinsamen sind grundsätzlich einfach zu züchten und verlangt wenig Aufmerksamkeit und Pflege. Wichtig ist es, dass der Boden, aufgrund der flachen Wurzelstruktur, sehr fest und basisch ist. Aber er darf nicht dazu neigen, Wasser zu stauen. Das mögen weder die jungen, noch die älteren Lein- und Flachspflanzen nicht. Staut sich die Nässe, faulen die Wurzeln. Das beeinträchtigt nicht nur die Gesundheit des Leinen, sondern auch seine Fähigkeit Samen zu produziere. Also: Fester Boden, der Struktur für die Wurzelbildung bietet und gleichzeitig Regen- und Tauwasser durchlässig ist. Weitere Bodenbedingungen beziehen sich auf dessen Zusammensetzung. Leinen präferriert einen hohen Anteil an Phosphor und Kalium im Boden. Hier kann mit dem richtigen ökologischen Dünger nachgeholfen werden. Stickstoff hingegen wirkt sich negativ auf die Samenproduktion aus.
Was dem Leinsamen zu viel an Wasser ist, das kann er nie genug an Sonnenlicht bekommen. Flachs benötigt viel, viel Licht. Also bei der Aussaat ebenfalls auf den Standort und seine Sonnenstunden achten.

Vor der Keimung ist nach der Keimung

Leinensamen sind besonders ölhaltig ... und das macht sie nicht nur so beliebt bei uns Menschen. Auch Insekten, wie Ameisen und Erdflöhe aber auch Vögel lieben dieses hölhaltige Nahrungsmittel. Gerade in den ersten 100 Stunden nach Aussaat – so lange dauert es nämlich in der Regel, bis die ersten Leinsamensprößlinge das Licht der Welt erblicken – ist es ratsam die Leinensaat vor dem Gegessen werden zu schützen. Eine Plane über den Beeten ist eine Alternative. Diese sollte nach Möglichkeit zum einen luftdicht und atungsaktiv sein und zum anderen ausreichend, aber nicht zu viel Flüssigkeit im Boden speichern. Ökologisch schonend ist es auch, wenn an den Beeträndern Pflanzen wie u.a. Nelken anbaut. Diese vertreiben Ameisen nämlich auf natürliche Weise. Aber auch Chili und Lavendel sind Möglichkeiten auf natürliche Weise Ameisenkolonien zu vermeiden.

Bei der Ernte wird es tricky

So wichtig und kalkulierbar die Aussaat von Leinsamen ist – diese sollte nämlich grundsätzlich zwischen Mai und Juni jeden Jahres stattfinden, wenn der Boden schon etwas aufgewärmt ist – so unkalkulierbar wird die Ernte. Geerntet werden können die ersten Samenkapseln bereits nach 120 Tagen. Doch hier beginnt die Herausforderung: Denn es ist gar nicht so einfach den richtigen Zeitpunkt zu finden. Leinsamen reifen nicht gleichmäßig. Manchmal kann es vorkommen, dass die ersten Kapseln an den oberen Leinstauden bereits reif sind, während sich andere Kapseln noch im Reifeprozess befinden. Doch hier ein kleiner Tipp für all jene, die nicht jedes einzelne Leinsamenkorn individuell pflücken möchten: Leinsamen reifen nach. D.h. selbst unreife, noch grüne Kapseln können geerntet werden und einfach in der Sonne und an der frischen Luft zum Nachreifen gelegt werden. Doch Vorsicht: Gerade diese Samen sind eine begehrte Leckerei für Vögel und Insekten.

Noch Fragen? Schon das Saatbeet umgeflogen? Die Reihen gezogen und die Leinsamen gekauft? Worauf dann noch warten? Die Zeit ist reif ... für ein wenig Zärtlichkeit ... und den Beginn einer hoffentlich besonders erfolgreichen Leinsamenernte.

... und wenn die erste Ernte dann doch etwas mager ausfällt und nur wenige Tropfen des begehrten Öles aus den eigenen gezüchteten und geernteten Leinsamen gewonnen werden können, dann hilft https://www.leinoel-kaufen.com/ , denn hier kann 1ualitativ hochwertiges Leinsamenöl zu eine fairen Preis erworben werden. In kleinen wie in großen Mengen und in unterschiedlicher Qualität. Sie entscheiden. Wir wünschen viel Glück bei der Aussaat.

Erstes Bild oben: © makamuki0 - Pixabay.com