Alkmene Herbstapfel, 1961
Alkmene Herbstapfel, 1961

Alkmene ist ein geschmacklich vorzüglicher Septemberapfel für den Selbstversorgeranbau. Als Kreuzung von 'Geheimrat Dr. Oldenburg' und 'Cox's Orange' hat er ein ausgewogenens Aroma von Süße und leichter Säure. Von Cox's übernimmt der Tafelapfel das leichte Bananenaroma. Ich habe diese Sorte bei mir im Garten und kann den guten Geschmack bestätigen.

Die Frucht variiert in der Farbe von grüngelb bis rötlichorange und hat eine hellrote, gemaserte Deckfarbe. Es gibt auch eine rotschalige Variante ('Rote Alkmene'), die zudem etwas für das Auge ist.

Geerntet wird Alkmene von August bis Mitte September.

Der Apfel kann ohne Probleme bis Anfang November kühl aber frostfrei gelagert werden und welkt dabei nicht. Man verwendet ihn für den Frischverzehr, für Mus oder zum Einwecken.

Nach Friedrich/Petzold eignet sich diese Apfelsorte sehr gut, um minderwertige Bäume aufzuveredeln, was ich auch bei mir genau so umgesetzt habe und bestätigen kann.

Die Wuchseigenschaften sind so, dass Alkmene anfangs recht starkwüchsig ist, dann aber nachlassend. Bei einer Umverdelung baut sich also schnell eine neue Krone auf, die durch Schnitt jährlich immer etwas ausgelichtet werden sollte. Dass der Baum von Natur aus weniger in die Breite wächst, macht ihn für Apfelbaumhecken oder schmale Spindeln geeignet.

Die Sorte ist nicht für Hochstämme sondern nur für den sogenannten Niederstamm geeignet. Somit veredelt man sie auch nur auf M9 / M26. Verkauft wird die Sorte auch als Säulenapfel oder in Pflanztöpfen, in denen sie bleiben.

Der Ertrag setzt nach der Pflanzung schon nach zwei bis drei Jahren ein und ist hoch.

Die Sorte wächst gut auf nährstoffreichen Böden und im Mittelgebirge bis über 400 - 500 m NN (windfest). Die Blüten gelten als frostgefährdet, aber weniger im Gebirge, weil sie dort später in Blüte kommen.

Eine Stärke dieser Apfelsorte ist, dass sie auch auf trockenen Böden angebaut werden kann, was sonst für die Obstbaumart gar nicht zuträglich ist.

Meine Video-Notizen:

Literatur und Quellen:

  • Friedrich, G./Petzold, H.: Handbuch Obstsorten, 300 Obstsorten in Wort und Bild, Ulmer Verlag, Stuttgart 2005