Aprikosenfrucht
Aprikose, ein zeitiges Obst im Hausgarten.

Aprikosen sind sehr anspruchslose Obstbäume. Sie sind robust und frosthart. Da sie aber zeitig blühen, sind die Blüten spätfrostgefährdet. Ihre Vorteil gegenüber Pfirsichen ist, dass sie viel eher ausreifen. Beheimatet ist die Aprikose vermutlich im nördliche China, wo sie, ebenso wie der Pfirsich, seit gut 4000 Jahren angebaut wird. Verschiedene Wildarten sind heute von Japan bis Mittelasien verbreitet.

Die Römer lernten die neue Frucht als Armenischen Apfel kennen. Vom 3. bis zum 16. Jahrhundert wurde die Aprikose zu den Pfirsichen gerechnet.

Standort und Boden

AprikosenbaumKultursorten vertragen sowohl Trockenheit als auch volle Sonne und zugige Lagen. Sie gedeihen gut an Südhängen, in Weinbergslagen. Allerdings kann bei Spätfrösten die Blüte in Mitleidenschaft gezogen werden.

Die Aprikose ist weniger anspruchsvoll und auch frosthärter als der Pfirsich. Sie liebt warme, durchlässige Böden, sandige Lehme, Löß; aber auch sandige steinige Böden mit lehmigen Untergrund sagen ihr zu. Die Wildformen gedeihen noch in steinigen, trockenen Böden und können fast als dürreresistent bezeichnet werden.

Pflanzung, Pflege und Befruchtung

Drei Punkte sind es, die bei der Aprikosenkultur besonders zu beachten sind. Erstens erscheinen die ersten Blüten schon sehr zeitig im Frühjahr und damit sind sie außerordentliche frostgefährdet (Spätfröste). Zweitens fallen die Fruchtansätze ab, wenn die Wurzeln zu wenig Wasser bekommen, deshalb im trockenen Frühsommer gießen. Und drittens muss nicht selten bei der Befruchtung nachgeholfen werden, weil zur frühen Blütezeit kaum Insekten unterwegs sind (mit weichem Pinsel in den Mittagsstunden bestäuben, bei Trockenheit die Blütenstempel mit lauwarmen Wasser einsprühen).Grau/Friedrich: Mein Gartenjahr, 1988

Um sie pflegeleicht zu halten, sollte das Geäst der Aprikose regelmäßig in Form geschnitten werden.

Aprikosen sind mitunter gefährdet, Gummifluß (eine Viruserkrankung) zu bekommen. Kränkliche Bäume gehen dann auch schnell ein. (nach J.M.)

In Plantagen bedarf es einen Pflanzabstand von ca. 6x6 m.


Literatur & Quellen:

  • Friedrich, Dr. G.: Der Obstanbau, Neumannverlag Radebeul, Halle 1958.
  • *Grau/Friedrich: Mein Gartenjahr, Honos Verlags AG, Zug 1988. (ein fachlich wertvolles Gartenbuch)