Aprikosenbaum
Aprikosenbäume bringen zeitig Obst.

Aprikosenbäume sind relativ pflegeleicht, wenn sie ein paar Jahre lang gut in Form gebracht wurden. Die Bäume werden nach dem ersten Jahr so geschnitten, dass in der Krone neben dem Mitteltrieb etwa drei bis vier Triebe als künftige Gerüstäste belassen werden (bei dem meisten Steinobst wird so verfahren). Im zweiten Jahr werden Konkurrenztriebe entfernt, um Astgabelungen zu vermeiden. Außerdem werden alle Langtriebe entfernt, die in das Innere der Krone wachsen, zusätzlich zu den Seitentrieben der Stammverlängerung.

Anschließend erfolgt ein Rückschnitt der Seitentriebe der Gerüstäste. Die oberen werden etwa auf zwei und die weiter unten stehenden auf etwa fünf Knospen zurückgenommen. Zum Schluss werden noch die neu getriebenen Grüstast-Verlängerungen zu 1/3 bis 1/2 gekürzt. Der Mitteltrieb wird ebenso zurückgesetzt, bleibt jedoch etwa 20 cm höher als die Enden der seitlichen Gerüstäste.

Baut man in den späteren Jahren an der Aprikose weitere Gerüstäste auf, werden die unteren gegenüber den oberen immer etwas abgesetzt, sodass die geschnittene Krone (wenn man sie aus der Ferne betrachtet) eine dachförmige Form mit ca. 45° bekommt.

In den folgenden Jahren sind dann nur noch zu dicht stehende Triebe am Mittelast und allgemein Kornkurrenztriebe zu entfernen. Später werden dann nach der Ernte vor allem erkrankte und abgestorbene Äste sauber weggeschnitten.