Heilpflanze Breitwegerich
Breitwegerich (engl. Plantain)

Breitwegerich, Plantago major: Er gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Die mehrjährige Pflanze wächst, ebenso wie ihr Namensvetter der Spitzwegerich an Wegen und Straßen, in Gräben, auf Wiesen und Weiden, an Waldrändern und auf Ödland. Sie besitzt breite, rundliche und harte Blätter, die einer Zunge gleichen, weshalb sie auch Schafszunge genannt wird.

Seine Blüten und später die Samenähre trägt er auf blattlosen Blütenschäften.

Die frischen, jungen Blätter des Wegerichs sammelt man von Juni bis August, die Samen der getrockneten Ähren von August bis September. (Die Samen werden aus den getrockneten Ähren herausgeklopft und mit einem Sieb von Fremdkörpern befreit.)

Der Breitwegerich ist auf Wiesen und im Rasen sehr trittunempfindlich. Daher kann er auch im wenig gemähten Rasen nahe am Haus stehen.

Volksnamen: Großer Wegerich, Großer Wegebreit, Breitblättriger Wegerich, Schafszunge, Breitwege, Wegtritt, Rippenblatt, Saurüssel, Mausöhrle, Ackerkraut, Würstla

Heilwirkung

Der Breitwegerich wirkt erfrischend, reinigend, harntreibend, adstringierend (zusammenziehend) und entzündungshemmend, in der Volksheilkunde findet er eine vielfältige Verwendung: Ein Breiumschlag aus den frischen Blättern bei Wunden und Entzündungen der Haut, leichten Verbrennungen, Schwellungen, Akne und Insektenstichen sowie bei Zahnfleischentzündungen. Ein Tee aus Breitwegerichblättern wirkt bei Darmbeschwerden und Durchfall. Ein Tee aus den Samen wirkt entzündungshemmend auf Mund- und Darmschleimhäute. Die Samen selbst wurden früher als Mittel gegen Würmer und als Abführmittel gebraucht.

Dieses Kraut hat ein breites Blatt, welches einer Zunge gleicht; deshalb er auch Schafzunge genannt wird, über den Rücken ist er mit feinen Rippen gefasert. Das Blatt sieht schwarz-grün aus und ist hart und eckig.

Sammelzeit: Blätter Monat Mai, des Samens Monat August.

Anwendung: Bei Schwindsucht, Wechselfieber, Geschwüren, Hämorrhoidalleiden. Den Saft bei Fisteln, auch bei Wunden (stillt das Blut). Die frische Wurzel in die Zähne gelegt nimmt das Zahnweh. Die frischen Blätter auf giftige Bisse oder Wunden gelegt, heilt.


Literatur & Quellen: Bild und Zitat nach historischer Buchvorlage: Brunnfels, O. / Pfeffermann / Gleitsmann, E.: Das Buch der Kräuter, Verlag Urbania-Gesellschaft, Dresden, um 1920