Teichanlage
Teiche brauchen aber auch eine Mindestgröße.

Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen den Gartenteich treffen, erwacht dieser zu neuem Leben. Damit die erwünschten  Zierpflanzen gedeihen, die Fische nach dem Winter neue Kräfte sammeln und die lästigen Algen am Wachsen gehindert werden, müssen diese künstliche Gewässer vom Frühling über den Sommer bis in den Herbst hinein regelmäßig gepflegt werden. Worauf dabei zu achten ist, erfährst du hier:

  • Hinweis 1: Am Anfang sollte der Teich erst einmal von allen abgestorbenen Pflanzenresten, die sich den Winter über angesammelt haben, befreit werden. Andernfalls verrotten diese weiter und verwandeln sich in Biomasse – was unweigerlich zu einem biologischen Ungleichgewicht im Wasser führen würde.
  • Teich mit HolzdeclHinweis 2: Ebenso müssen alle Algen aus dem Wasser entfernt werden, weil sie vor allem im Sommer unweigerlich nachwachsen und den anderen Pflanzen wichtige Nährstoffe streitig machen und auch den Sauerstoffgehalt des Teiches reduzieren können. Deshalb sollten Algen nicht nur im Frühling, sondern das ganze Jahr über regelmäßig entfernt und aus dem Wasser gefischt werden.
  • Hinweis 3: Natürlich besteht auch die Möglichkeit, das Wachstum der Algen maßgeblich zu beeinflussen, indem man vorsorglich schon Pflanzen (u.a. Rohrkolben oder Wasserhahnenfuß) in den Teich setzt, die das Algenwachstum hemmen. Dadurch spart man sich eine Menge Zeit und auch Ärger mit den Algen.
  • Hinweis 4: Sollten die Algen dennoch stark wuchern, kann etwas mit dem PH-Wert des Teichwassers nicht stimmen. Um diesen zu überprüfen, gibt es spezielle Teststreifen aus dem Fachhandel – sollte der Wert nicht der Norm entsprechen, muss man etwas dagegen tun. Auch hier helfen die geschulten Mitarbeiter aus dem Fachhandel mit Rat weiter. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise Zeolith-Splitt auf dem Teichgrund aufzubringen. Dieses Mineral ist in der Lage Nährstoffüberschüsse aus dem Wasser zu absorbieren.
  • Klares Wasser im TeichHinweis 5: Wer seine Fische zu oft füttert, gefährdet nicht nur die Gesundheit der Tiere, sondern fördert auch das Algenwachstum – und sorgt dafür, dass der Teich immer trüber wird. Deshalb sollte man sich streng an die richtige Dosierung des Futters halten, die für gewöhnlich auf der Verpackung ausgezeichnet ist. Andernfalls kann man auch beobachten, wie viel die Fische fressen. Besser etwas zu wenig füttern, als zu viel.
  • Hinweis 6: Auf dem Grund des Gartenteichs bildet sich im Laufe der Zeit Schlamm – durch nicht verwertete Nährstoffe, die Ausscheidungen der Tiere, altes Laub und abgestorbene Pflanzenreste. Diesen sollte man mindestens zweimal im Jahr entfernen, weil er sonst ebenfalls den Sauerstoffgehalt des Wassers reduzieren und somit den Pflanzen und Tieren entziehen würde.

Gastbeitrag 2012 − 2014