Windschutzwall
Künstliche angelegter Wall mit Funktion.

Sinnvoll bei der Landschafts- und Gartengestaltung ist es, das Bodenprofil nicht wesentlich zu verändern, da die gewachsene, natürliche Bodenstruktur dabei zerstört wird. Ohne zwingende Gründe sollten also künstliche Hügelformen, gerade im Gärten, vermieden werden. Eine andere Sache ist es, wenn der Hügel (oder Wall) eine Funktion besitzt, wie beispielsweise als Schutzwall in windigen Gegenden.

Bewegte Flächen – also Flächen, die durch Hügel, Wälle, Täler und Berge eine gewisse Dynamik bekommen – wirken interessant und abwechslungsreich. In der Natur sind solche Strukturen über lange Zeit hinweg entstanden und durch Wind und Wetter geformt worden. Nun lassen sich aber solche Bodenstrukturen natürlich schlecht eins zu eins im eigenen Garten umsetzen. Und auch in entsprechend "kleinerer Variante" sehen beispielsweise Bodenaufschüttungen nur entweder wie ein "Zwergenberg" oder ein überdimensionierter Maulwurfshügel aus. Will sagen: es entsteht ungewollt Kitsch. Das Aufschütten von Hügeln und Wällen ist nur auf großen Flächen möglich und auch sinnvoll. Außerdem solltest man, wenn man solch ein Projekt plant, bedenken, dass der Transport größerer Erdmengen kostenaufwendig und nur in den seltensten Fällen zweckdienlich ist.

Möchtest du deinen Grundstück trotzdem nicht komplett plan und flach wie ein Fußballfeld haben, so empfehle ich die Bewegung der Fläche durch Bodensenkung zu erzielen. Leicht abgesenkte Gartenbereiche oder Terrassen wirken gemütlicher als herausgehobene Flächen.

Eine weitere Möglichkeit, Außenflächen mehr Bewegung zu verleihen, ist die Terrassierung. Schon mit einfachen Trockenmauern lässt sich dies realisieren. Selbst ein reiner Hanggarten muss kleinere Terrassierungen bekommen. Trockenmauern sind dazu ideal. Wenn du einmal beginnst, mit Trockenmauern zu arbeiten, dann wirst du hier sicher auch Steingartenpflanzen einarbeiten und hast damit gleich ein Gestaltungsthema für deinen Garten.

Zwei Beispiele

hügelartiger RasenBewegtes Bodenprofil – Die "begehbare Plastik" (Beispiel 1): Diese Gestaltungsidee fügt sich gut zum Bauhausstil des Wohnhauses. Doch sei zu bedenken: Die Gartenanlage ist kaum praktisch nutzbar, sie ist als mehr ein "Betrachtungsgarten" als ein "Wohngarten"!

Durch den sanften Hügel wird hier die Terrassierung überwunden (Beispiel 2): Das Gelände läuft als Hügel sanft zum Wohnhaus hin aus, und die Terrasse wird mit der Rasenfläche verbunden. Der Wohngarten bekommt eine plastische Wirkung. Allerdings kann die Rasenfläche kaum genutzt werden, denn Stühle und Tische fänden keinen Halt.

ansteigender RasenWie eben erwähnt, ist es deshalb empfehlenswert, den Hang zu terrassieren, ganz einfach, um die Flächen nutzbarerer zu machen. Sollte eine Terrassierung nicht möglich sein, so ist es auf jeden Fall die pflegeleichteste Lösung, die Schräge mit Gras einzusäen. Rasen an Hängen ist zwar etwas umständlich zu mähen, doch solltest Du bedenken, dass etwa auch Gehölzpflanzungen gepflegt werden müssen und das kann ebenfalls schwierig sein.

Praktischer Tipp: Um Geld zu sparen, kann Bodenaushub von Pflasterflächen oder anderer Baumaßnahmen zur Formung des Bodenprofils genutzt werden.