Senkgarten
Leicht abgesenkter Rasengarten.

Wer sich einen Rasengarten anlegen möchte, dem sei ein sogenannter Senkgarten empfohlen. Größere Anlagen mit Rasenflächen wirken manchmal etwas langweilig, wenn sie nicht untergliedert sind. So könnte man die Raumwirkung beispielsweise durch die Pflanzungen von Hecken verbessern. Doch wer einen freien Blick in den Garten haben möchte, der kann mittels abgesenkter Flächen das Gelände räumlich gliedern.

Der Senkgarten macht, dass aus der zweidimensionalen Fläche ein Raum entsteht. Ähnliche Effekte kann man auch mit der Anlage eines Hohlweges erzielen. In beiden Fällen bekommt der Garten optisch eine bessere Raumwirkung. Und es entsteht durch das Absenken von einzelnen Bereichen eine weitere positive Eigenschaft: Es wird ein Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Das kann erheblich dazu beitragen, sich auf seinem Grundstück wohlzufühlen.

Rasenterrasse als Übergang zu größeren Gartenteilen

Rasenterrasse und TaxusheckenWie oben schon angesprochen können auch Hecken zu einer guten Raumwirkung beitragen. Hier folgt nun ein Beispiel dazu: Es ist eine Rasenterrasse umgeben von unterbrochenen Hecken. Einerseits bilden die streng in Form geschnittenen Hecken eine klare Abgrenzung zum dahinter liegenden Bereich, andererseits bleiben sie durchgängig und verbinden die einzelnen grünen Zimmer miteinander. .

Solche Rasenterrassen sind natürlich ideal für ein ungestörtes Sonnenbad, oder sie bieten Platz zum Ausweichen, wenn bei einer Feier mehr Platz für Tische und Stühle benötigt wird, als es die Hausterrasse hergibt. Jedoch sollte das nur in Ausnahmefällen geschehen, und die Gartenmöbel dürfen nicht ständig auf dem Rasen stehen. Nicht zuletzt, weil sie so das Rasenmähen behindern.
Architektonischen Gestaltungselemente wie Pflanzkübel und Skulpturen bringen eine gewisse optische Spannung zu der glatten Rasenfläche.

Ein wenig hat man ja die Englischen- bzw. die Landschaftsgärten (das sog. "Green") im Hinterkopf, wenn man sich einen weitläufigen Rasengarten anlegen will. Dabei vergisst man jedoch, dass diese echt englischen Anlagen zwischen Haus und Landschaft immer eine "Pufferzone" besaßen, den sogenannten "pleasureground", der mehr formale Gestaltungselemente besaß. Auch diesen Aspekt sollten wir mit auf den Hausgarten übertragen und ihn nicht gleich von der Terrasse an zu "landschaftlich" gestalten.

Labyrinth im Rasen

RasenlabyrinthLabyrinthe haben immer etwas mythisches an sich, weil sie schon in vorgeschichtlicher Zeit ein beliebtes Motiv waren und sicher auch Gegenstand frühester religionsphilosophischer Betrachtungen. Man geht auf einem sich windenden Pfad auf das Zentrum zu, scheinbar zur Mitte, um sich dann von diesem wieder zu entfernen - und erst auf verschiedensten Umwegen kommt man ans Ziel.

Es gibt übrigens einen wichtigen Unterschied zwischen Labyrinth und dem sicher ebenso bekannten Irrgarten. Im Irrgarten kannst du dich verirren und unter Umständen den Ausgang nicht mehr finden. In einem Labyrinth passiert das nicht, denn dort gibt es nur einen verschlungenen Weg, der zielsicher zum Mittelpunkt führt.

Solch ein Labyrinth aus Pflasterschnuren lässt sich sehr leicht pflegen, wenn die Steine flach im Rasen liegen und beim Rasenmähen kein Hindernis bilden. Allerdings müssen die Pflastersteine in einem ordentlichen Betonbett liegen (Landschaftsbau-Beton), denn die ganze Anlage sieht nur ansehnlich aus, wenn sich alle Steine exakt in einer Ebene befinden. Und das erreicht man nur mit einem stabilen Untergrund.
Das Bild zeigt uns ein sehr schönes Beispiel. Doch es gibt sicher auch ebenso viele schlechte.

Garten-Hain

Rasen unter BirkenDer Hain als Gestaltungsmotiv ist ziemlich selten anzutreffen, doch in größeren Gärten unbedingt zu empfehlen. Ein Hain besteht aus einer Rasenfläche, die so licht mit hochstämmigen Bäumen bepflanzt ist, dass die Baumkronen das Gras nur leicht überschatten und den Rasenwuchs nicht beeinträchtigen.

Alleroberste Regel beim Anlegen eines Garten-Haines ist die, dass die Bäume möglichst eine einheitliche Höhe haben und nur aus einer einzigen Art bestehen. Bei Zierbäumen, die oftmals in verschiedenen Sorten angeboten werden, sollte auch nur eine Sorte zum Einsatz kommen. 

Hainartig überpflanzte Rasenflächen können aus rein zierenden Baumarten bestehen (etwa Zierkirschen) oder aus Nutzbäumen wie Apfel oder Süsskirsche (auch bekannt unter den Bezeichnungen Streuobstwiese oder Obstbaumwiese).

Solch ein Wiesenhain ist ideal für den Aufenthalt an heißen Sommertagen (Gartenpartys), und sie können auch ein optimalen Sichtschutz ergeben, etwa gegen Balkone mehrstöckiger Häuser. Denn ebenerdig ist es leicht, für Sichtschutz zu sorgen, schwieriger aber gegen Einblicke von oben.