Hornspäne
Hornspäne geben nie zu viel Stickstoff ab.

Gartenfreunde und Hobbygärtner wissen, dass Pflanzen mit Wasser und Kohlendioxid allein nicht gedeihen. Auch Graspflanzen benötigen wichtige Nährstoffe, die sie z. B. über Dünger aufnehmen. Beachtet man das nicht, wird man nie so richtig Freude an solchen Projekten haben.
Es gibt zahlreiche Mittel und Methoden zum Düngen, die unterschiedlich erfolgreich sind. Mit dem richtigen Dünger sorgen Gärtner für gesunde Rasenflächen mit regem Wachstum und in den danebenliegenden Rabatten für farbenfrohe Blüten.

Vorteile von organischen Düngemitteln

Der Hauptvorteil natürlicher Düngestoffe ist der, dass bei falscher Dosierung keine großen Schäden entstehen können. Bei künstlichen Düngern muss man sich unbedingt an die Dosierungsanleitung halten. Bei Überdüngung, und das kann ganz schnell passieren, nehmen die Pflanzen großen Schaden.

Viele Gartenbesitzer greifen zum klassischen Mineraldünger, andere schwören auf zahlreiche organische Methoden des Düngens. In allen diesen Fällen heißt das, dass natürliche Rohstoffe genutzt werden, um Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. Organische Dünger haben z. B. den Vorteil, dass Obst und Gemüse nicht belastet sind. Außerdem enthalten sie wichtige Vitamine und Spurenelemente, sie wirken langfristig und sorgen für einen gesunden, lockeren Boden.

Von diesen organischen Gartendüngern gehören die zehn nachfolgenden Beispiele zu den vielseitigen und erfolgsversprechenden, mit denen fast alle Pflanzen und somit auch der Rasen ausreichend versorgt werden, bzw. mit Toolisan den Rasen düngen. Ein kurzer Überblick erklärt Unterschiede und Besonderheiten.

Verschiedene organische Dünger

Kompost

Im eigentlichen Sinn ist Kompost kein Dünger sondern ein sogenannter Bodenhilfsstoff. Kompost wird auch als Humus bezeichnet und besteht aus Gartenabfällen oder Resten von Salat, Obst und Gemüse, die in der Küche anfallen. Kompost enthält wichtige Inhaltsstoffe wie Kalium, Phosphor oder Stickstoff. Dabei gibt es Unterschiede, denn die unterschiedlichen Abfälle und kompostierten Stoffe ergeben unterschiedlichen Nährstoffgehalt. Kompost hebt den pH-Wert des Bodens und sollte flach eingearbeitet werden. Für Rasen sehr zu empfehlen. Doch Vorsicht, wenn Unkrautsamen im Kompost sind.

Hornspäne bzw. Hornmehl

Hornspäne sind geraspelte Hufe und Hörner von Schlachttieren, vor allem Rinder. Hornmehl stammt meist aus Südamerika und kann im Boden schneller als Späne zersetzt werden. Hornspäne- oder Mehl sollte im Herbst verarbeitet werden, damit die Wirkung effektiver ist. Hierbei reicht eine relativ geringe Menge bereits aus. Hornspäne können bei Neupflanzungen gleich mit verarbeitet werden.
Für Rasen empfehlenswert.

Kuhmist

Kuhmist ist sicher für viele Nasen eher gewöhnungsbedürftig. Mist enthält aber viele wichtige Nährstoffe, die die Bodenstruktur verbessern. Mist sollte einige Zeit lagern, bevor er verarbeitet wird. Kuhmist ist auch für empfindliche Pflanzen wie Rhododendren empfehlenswert. Auf dem Land kann man Kuhmist von Bauern in der Nachbarschaft bekommen.
Man nimmt den Mist zur Vorbereitung von Flächen, die neu besät werden sollen.

Organische Volldünger

Die organischen Volldünger enthalten natürliche Rohstoffe wie Knochenmehl, Federmehl oder Rübenschnitzel. Volldünger wirken nachhaltig und langfristig, da die Inhaltsstoffe im Boden mineralisiert werden und so besser von den Pflanzen aufgenommen werden können.
Für kleinere Flächen sicher ein Universaldünger.

Kunst- und Handelsdünger

Blaukorn

Blaukorn-Dünger wird in verschiedenen Varianten angeboten und enthalten Stoffe wie Phosphat, Nitrat oder Kalium in unterschiedlichen Konzentrationen. Vor allem das Nitrat kann von den Pflanzen häufig nicht komplett aufgenommen werden und gelangt in Böden und Grundwasser. Daher gibt es auch natriumarme Varianten, die umweltfreundlicher sind und langanhaltender wirken.

Flüssigdünger 

Flüssigdünger kann in geringen Mengen verarbeitet werden und ist vor allem für Topfpflanzen geeignet. Man sollte auf Markenprodukte achten, da diese in der Regel hochwertiger sind. Flüssigdünger werden durch das regelmäßige Gießen rasch herausgewaschen.

Rasendünger

Rasendünger wurde speziell für Rasen konzipiert. Er ist ein Langzeitdünger und wirkt über mehrere Monate. Daher muss hier nur ein- oder zweimal pro Saison gedüngt werden.

Patentkali 

Patentkali ist ein Dünger, der Kalium als Haupt-Nährstoff enthält. Er enthält aber auch Magnesium und Schwefel. Patentkali wird vor allem in der Landwirtschaft und bei Grünflächen oder für Getreide eingesetzt. Vor allem Obst, Gemüse und Zierhölzer profitieren davon z. B. Tomaten oder Kartoffeln. 

Kalkstickstoff 

Bei Kalkstickstoff scheiden sich die Geister der Gartenfreunde. In erster Linie sorgt Kalkstickstoff dafür, dass der pH-Wert des Bodens stabilisiert wird und vernichtet Unkraut und Schaderreger im Boden. Hierbei finden komplexe chemische Vorgänge statt. Durch den hohen Kalkgehalt sollte man hier vorsichtig arbeiten und Handschuhe tragen. 

Bittersalz

Bittersalz wird chemisch als Magnesiumsulfat bezeichnet. Wie der Name verrät, enthält Bittersalz viel Magnesium und sollte daher nur in akuten Fällen bei Mangel eingesetzt werden. Dieser Mangel macht sich durch das Verfärben der Blätter bemerkbar.