Terrassenplatten geschliffen gestrahlt
Geschliffen und gestrahlte Oberfläche.

Terrassenplatten aus Beton oder Naturstein werden mit verschieden bearbeiteten Oberflächen angeboten. Da die meisten Heimwerker in ihrer Auswahl oft nur auf Farbe und Maserung achten, spielen diese Unterschiede in der Oberflächenstruktur eher eine untergeordnete Rolle. Doch für die spätere Nutzung sollte dieser Aspekt gegenüber den optischen im Fordergrund stehen. Mit einer zusätzlichen Oberflächenbearbeitung durch Flammen, Stocken, Strahlen oder Bürsten soll in der Regel eine höhere Rutschfestigkeit erzielt werden. Bei Natursteinen kann durch solche Bearbeitungsmethoden allerdings schöne Maserung verloren gehen.

wassergestrahlter BetonBei der Verwendung gilt es abzuwägen, welche Eigenschaft des Steines zur Geltung kommen soll bzw. unverzichtbar ist. So sollte bei Platten im Außenbereich, ganz besonders für Wege und Plätze, auf die Rutschfestigkeit des Belages geachtet werden. Zudem wirken polierte Natursteinplatten mit Maserung im Außenbereich nicht selten deplaziert. Hier dürfen eher schöne Anpflanzungen zur Geltung kommen.

In Innenräumen und an Fassaden können durchaus polierte oder feingeschliffene Platten zum Einsatz kommen. Hier spielt die Rutschfestigkeit eine untergeordnete Rolle, und Maserungen und Strukturen können optisch wirken.

Verschiedene Bearbeitungsweisen der Oberflächen

Im Folgenden stelle ich die verschiedenen Methoden der Oberflächenbearbeitung für Terrassenplatten aus den Materialien Beton und Naturstein vor.

Gestrahlt oder gebürstet

StockeisenDie Oberfläche von Terrassenplatten aus Beton können sowohl mit Wasser als auch mit Sand oder Stahlkugeln bearbeitet werden. Mit hohem Druck treffen die Materialien auf dem Stein auf. Bei allen Verfahren wird erreicht, dass kleinen Partikel abgesprengt werden und die Oberfläche rauh wird.
Eine andere Flächenveredlung ist das sogenannte Bürsten. Dabei wird das Material mit rotierenden Drahtbürsten bearbeitet. Wassergestrahlte und gebürstete Betonsteine werden bearbeitet, bevor sie richtig ausgehärtet sind. Bei dem Verfahren des Sandstrahlens muß der Stein dagegen ausgehärtet sein.

Fast alle Natursteine wie Sand- und Kalksteinplatten aber auch Granit und Porphyr können gestrahlt werden. Nur bei Schiefer (gebrochene Oberfläche) ergibt das Sandstrahlen keinen Sinn, weil das Gestein durch den Bruch schon eine strukturierte Oberfläche besitzt.

Geflammt

Eine Bearbeitung durch Erhitzung stellt das Flammen (Sandeln) dar, bei welcher die Oberfläche durch eine heiße Flamme schnell stark erhitzt wird. Durch die Erhitzung werden dann kleine Teile des Gesteins abgeprengt. So entsteht eine rauhe Struktur.

Gestockt

Gestockte Grantstein OberflächeEine alte handwerkliche Art der Bearbeitung ist das sogenannte Stocken, bei der mit dem Stockeisen (Stockhammer) die Oberfläche körnig geschlagen wird. Mittlerweile wird diese Methode auch maschinell ausgeführt, was die Produktion erheblich kostengünstiger macht.
Diese Bearbeitungsform wird besonders bei Hartgestein (Granitbelag) angewendet.