Klaräpfel
Klaräpfel.

Rosenäpfel, und die dazugehörenden noch ältere Bezeichnungen der Passepommes, Seidenäpfel, Cousinotten und Strichäpfel, bezeichnen in der Regel nur kurz haltbare Sommeräpfel und Herbstsorten. Sie sind nach Liegel der vierten Klasse der Äpfel zugeordnet.

Merkmale

Rosenäpfel...

  • ...sind am Baum oft mit bläulichem Reif überzogen.
  • ...haben kein übermäßig großes Kerngehäuse.
  • ...sind auf der Schale fettig anzufühlen.
  • ...sind um den Kelch und auch über die Frucht hin schön und regelmäßig gerippt.
  • ...haben weiches, lockeres, schwammiges Fleisch von meist feinstem Korn.
  • ...haben einen feinen Rosen-, Fenchel- oder Anisgeschmack.
  • ...sind meistenteils keine Lageräpfel.
  • ...sind oftmals tulpenartig gestreift.

Die Rosenäpfel sind meistens Sommerfrüchte, die einen guten bearbeiteten Boden erfordern. Der Anbau der Früchte ist im Erwerbsgartenbau meist unrentabel. Aber unter ihnen finden sich viele feine Tafelsorte, und es sind die von Kennern begehrten Frühäpfel. Einerseits sind sie hauptsächlich für den Extensivanbau geeignet. Doch andererseits geben sie aufgrund ihres schwachen Wuchses gute Zwerg- und Topfbäume.

Die Klasse der Rosenäpfel beinhalten auch die Passepommes und Cousinotten. Cousinotten oder auch Seidenäpfel zeichnen sich durch eine sehr dünne Haut und weiches Fleisch aus, dass anfällig für Druckstellen ist. Passepommes oder auch Strichäpfel sind Sorten, welche kaum lagerbar sind (Sommer-, Herbstäpfel).


Literatur & Quellen:

  • Liegel, Georg: Systematische Anleitung zur Kenntnis der vorzüglichsten Sorten des Kern-, Stein-, Schalen- und Beerenobstes mit Angabe der eigentümlichen Vegetation seiner Bäume und Sträucher als Behuf zu naturgemäßen Obstanpflanzung, 1825.