ZwetschenEin rentables Obst für Selbstversorger
Ein rentables Obst für Selbstversorger

Unterschiede zwischen den Pflaumenobstarten finden sich hinsichtlich der botanischen Einordnung, aber auch – aus praktischer Sicht – bei deren Verwendung in der Küche. Qualitative Unterschiede sieht man ebenfallt zwischen den im Garten gepflanzten Bäumen. Botanisch werden Pflaumen werden in drei Unterarten gruppiert. und die Pflaumen (Prunus domestica) selber, können noch einmal in weitere Gruppen unterteilt werden, etwa in Spillinge, Mirabellen und Edelpflaumen.

Zunächst zur Botanik

Man unterscheidet insgesamt sieben Unterarten. Darunter:

  • Prunus oeconomicus (Borkh.) sind die Zwetschen in den verschiedensten Varietäten und Sorten. Man nennt sie auch Haus- oder Bauernpflaumen.
  • Prunus insititia (Poir.) sind die Pflaumen und die sogenannten Haferpflaumen mit den Varietäten: Spillinge und Mirabellen
  • Prunus italica (Borkh.) sind die sogenannten Edelpflaumen, die mitunter schon etwas vom Wesen der Aprikosen haben. Die Varietäten der Edelpf. sind sogenannte Renekloden und Eierpflaumen.

Letztlich ist es so, dass diese Unterarten fließend ineinander übergehen.

Unterscheidung nach Geschmack

Wie schon erwähnt, haben wir von Geschmack und Fruchtart auf der einen Seite die würzigen Zwetschen und am anderen Ende der Klaviatur die Edelpflaumen, bei denen so manche Reneklode (z.B. 'Königin Victoria') in Aussehen und fruchtigen Geschmack an den von Aprikosen oder Nektarinen heranreicht.

Larisa K ReneklodenRenekloden für Frischverzehr und Marmeladen

Wassergehalt und Verwendung

Ein weiterer Hauptunterschied der verschiedenen Früchte auf der genannten Klaviatur ist der Wassergehalt der Früchte. Bei Zwetschen (meist mit länglichen Früchten) ist der Gehalt eher gering und nimmt bis zu den Edelpflaumen und Renekloden (beide mehr rundliche Früchte) zu. Je runder, um so mehr Wasser haben sie. Interessant ist hierbei der botanische Name: Prunus oeconomicus, der auf ein rentables, wirtschaftlich wertvolles Obst hinweist. In früheren Zeiten, als die Konservierung von Lebensmitteln noch problematisch war, stellte man auf dem Lande in großem Mengen "Backpflaumen" her und verkaufte sie in den Städten auf dem Markt. Daraus ergibt sich auch die Verwendung. Obst, welches relativ wenig Wasser hat, ist das ideale Dörrobst. Aber auch zum Kuchen backen sind Zwetschen die bessere Wahl. Ebenso gern nimmt man sie zur Herstellung von Pflaumenmus. Hingegen sind Edelpflaumen das bessere Obst für Marmeladen und Konfitüren.

larsoncoach Pflaumen

Die Bäume

Oben erwähnte ich die Wirtschaftlichkeit der Prunus oeconomicus. Diese Obstbäume sind auch deshalb rentabel, weil die ernte recht einfach zu bewerkstelligen ist. Die Bauernpflaume, die am besten in einer Wiese steht, wird einfach vom Baum geschüttelt. Die anderen Formen müssen von der Leiter geerntete werden. Die Zwetschenbäume sind oft auch größer, als die anderen Unterarten.