Obstgarten. Tipp: Trennung vom Gemüse.

Obstgarten

Was die Anlage des Obstgartens betrifft, so muss man nichts neues erfinden. Im traditionellen ländlichen Garten war der Gemüse- und Kräutergarten klar von den Obstbäumen getrennt, bzw. standen die hochstämmigen Obstbäume separat auf einer Wiese. Auf diesen sogenannten Steuobstwiesen weidete man Schafe welche die Fläche wiederum düngten, oder man nutzte die Wiesenfläche zur Gewinnung von Heu.

BauerngartenBauerngarten, der weitgehend von den Obstbäumen getrennt liegt.Im Kleinen sollte das Prinzip dieser Trennung ebenfalls klar eingehalten werden. Wo dies schwierig umzusetzen ist, verzichte man auf die Hoch- und Halbstämme und pflanze Obsthecken und -Spindeln. Letztere sind gar nicht so schwierig niedrig zu halten, wie man denkt.

Du solltest bedenken, dass das Gemüse im Selbstversorgungsgarten sehr ertragreich ist, wenn es für sich steht. In der Nähe zu den Bäumen lassen die Ernten aber stark ab. Ungünstig für die Gemüse sind die Wurzeln der Obstgehölze. Vor allem die Äpfel und Sauerkirschen bilden oft über die Krone hinaus dichten Wurzelfilz und entziehen dem Boden so Nährstoffe und Feuchtigkeit.
Eine weitere Beeinträchtigung der Gemüsebeete entsteht im Herbst durch das herabfallend Laub großer Obstbäume. Wer seinen Garten nämlich effektiv bestellt, der baut auch noch im Oktober die verschiedensten Gemüse an, wie Salate, Grünkohl, Chinakohl, usw. - vor allem die herbstlichen Blattgemüse leiden stark unter dem Laubfall und dort sind dann auch die Blätter schwierig zu entfernen.

Das einzigen Gemüse, welches noch einigermaßen unter Obstbäumen wächst, ist Neuseeländer Spinat.

Beerenobstgärtchen?

Himbeeren BeerenobstgartenHimbeeren im BeerenobstgartenEin Teil des Gartens war früher auch oft für Beerensträucher vorgesehen. Man pflanzte dort vor allem schwarze Johannisbeeren (Lieferanten für Vitamine), rote Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren.
Gartenbrombeeren waren früher seltener anzutreffen, weil es damals noch keine stachellosen Brombeersorten gab.
Prinzipiell hatte man auch sonst ganz andere Sorten, als heute, vor allem was die Johannisbeeren betrifft. Diese benötigte man vor allem um Most oder Obstwein. Zum Frischverzehr schmecken diese alten Sorten meist nicht und wir wundern uns heute manchmal, warum wir an älteren Sträuchern nur saure Beeren haben, aber der Grund ist eben der genannte - es sind Saft-Sorten.

Heute wird man im Beerenobstgarten sicher eher die milden Johannis- und Stachelbeeren pflanzen und es ist auch meine Empfehlung in diesem Falle eher auf moderne Sorten zurückgreifen, die aber genau auszusuchen sind.

Ein Teil des Gartens war früher auch oft für Beerensträucher vorgesehen. Man pflanzte dort vor allem schwarze Johannisbeeren (Lieferanten für Vitamine), rote Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren. Mitunter wuchs im Beerenobstgarten auch Rhabarber, Rettich, Liebstöckel (Maggikraut) und Engelwurz.

Die Beerensträucher sollten unbedingt so gepflanzt werden, dass sie leicht beerntet werden können. Nicht immer ist es klug die Sträucher nahe an den Gartenzaun zu setzten, denn dort sind oft wie schon erwähnt die Beeren schwierig zupflücken. Die Ausnahme sind stachellose Brombeeren, deren Peitschentriebe sich gut am Zaun anheften lassen.