Hochsapnnungleitung
Großflächiger Stromausfall durch Sonnenwind?

Schon ein lange dauernder Stromausfall könnte eine unkalkulierbare weltweite Megakrise auslösen. Hier versuche ich einen hypothetischen Krisenablauf realistisch zu skizzieren. Was die Wahrscheinlichkeit einer solchen Szenarios betrifft, so denke man nur an den Sonnensturm, wie er im Jahre 1859 (Carrington-Ereignis) stattfand: "Vom 28. August bis 2. September 1859 ereigneten sich minutenlange Lichtblitze (Solar Flare Events), die unter anderem vom Astronom Richard Christopher Carrington beobachtet wurden. Es folgten koronale Massenauswürfe. Sie erreichten 17 Stunden später die Erde, welche durch induzierte Ströme Telegraphenleitungen Funken sprühen ließen und die robuste Telegraphentechnik zum Teil zerstörte." (nach wikipedia)

Inwieweit heute solch ein solares Ereignis die Menschheit des Computerzeitalters treffen würde, ist nicht in allen Facetten abschätzbar.
Es könnten Kommunikationsnetze, Hochspannungsleitungen, Telefonleitungen, Satelliten, GPS-Navigation, das Internet und sowie empfindliche Elektronik schwer in Mitleidenschaft gezogen werden. Wunde Punkte in unserem Stromnetz sind aber die Trafostadtionen, die nach dem Ausschmoren nicht schnell ersetzt werden können, wenn es denn alle in einer Region betrifft.
Übrigens sagt man: Bei totalem Stromausfall sollen in den Großstädten schon nach 15 Minuten die ersten Plünderungen beginnen.

Tipp: diese Checkliste ausdrucken (Kopieren, in Textdokument einfügen.) im wirklichen Krisenfall geht kein Internet mehr.

Folgende Systeme könnten in einer Krise unerwartet kollabieren:

  • Stromausfall - kein E-Herd und Licht, Klingel geht nicht, Heizanlagen funktionieren nicht mehr
  • Häusliche Abwasseranlagen für die Toilette, sog. Hebeanlagen (sind aber selten / trotzdem informieren) funktionieren nicht.
    Für den Fall der nicht funktionierenden Toilette sollten immer reichlich dichte Müllsäcke vorhanden sein um eine Not-Toilette aus Beutel+Eimer zu bauen.
  • Tankstelle hat keinen Diesel, Benzin u. Gas
  • Information und Kommunikationssysteme (Fernsehen, Telefon, Handy, Internet) brechen zusammen
  • Geldkarten funktionieren nicht mehr
  • Transport- und Verkehrssystem bricht zusammen, Supermärkte würden nicht mehr beliefert werden können
  • Chaos und Gewalt nimmt schlagartig zu. Abendstunden meiden! Frühe Morgenstunden im Tageslicht nutzen!
  • Gesundheitssystem einschließlich Not- und Rettungswesen ist stark eingeschränkt
  • Versorgung mit Trink- und Brauchwasser ist gestört oder bricht zusammen, Entsorgungssysteme, Müllentsorgung stagniert, Abwassersystem kann örtlich ausfallen
  • Das Banken- und Finanzwesen kollabiert eventuell, Geldentwertung

    Verhaltensweisen in einer solchen Krise

  • So lange es geht informieren. Nicht betroffene Freunde und Verwandten Bescheid geben! Nicht betroffene Freunde sollten regelmäßig per Whatsapp oder SMS Infos senden (wenn das Netz funktioniert). Sonst das Smartphone/Mobiltelefon schonen, hat man mehrere, dann nur eines angeschaltet lassen.
  • Zettel und Stift an die Haustür heften
  • Mit Wasser bevorraten, Lebensmittelbestand checken, wenn es noch geht, weitere Nahrungsmittel einkaufen
  • Wenn die Straßen sicher sind, raus gehen und informieren (vormittags, mittags); zuerst aber die Nachbarschaft kontaktieren und dann versuchen, Krisenstäbe aufzusuchen (Feuerwehr, Kommunlverwaltung, THW, hier evtl. Handy aufladen)
    Wenn möglich draußen den Grill anwerfen und mit Nachbarn "Blackout-Party" machen - so sind Ansprechppartner da und man erfährt per Mundpropaganda wichtige Infos.
  • Checken, ob Verwandte, Freunde oder Nachbarn Hilfe benötigen (Kranke, Kinder, alte Menschen) Eigene Hilfsbedürftigkeit klar artikulieren.
  • Wohnung aufsuchen, Angst ist ein schlechter Ratgeber, deshalb entspannt ein Buch lesen oder mit Nachbarn vor dem Haus grillen und chillen und Infos austauschen oder einen Spieleabend mit Brettspielen organisieren.
© pressmaster, fotolia - Anarchie und Plünderungen sind durchaus ein realistisches Szenario.
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Ereignisse

Am 23. Juli 2012 hatte es eine gewaltige Sonnensturm-Eruption auf der Sonne gegeben. Hätte sie uns getroffen, dann wäre durch sie auf der Erde eine große Katastrophe ausgelöst worden, so der US-Physiker Daniel Baker. weitere Infos dazu >>

Weitere Infos und Quellen:

Im folgenden Video Outdoor (Chiemgau 15.5.2019: "Blackout 2 Wochen ohne Strom - Was kommt da auf uns zu?") ist ein 14tägiges Stromausfall-Szenario recht realistisch beschrieben.