Knoblauchpilz

Man findet ihn häufig im Sommer und Herbst in Nadelwald und Heide. Er wächst gesellig, d.h. mitunter in großen Mengen, auf Gras- Kräuter- und Baumwurzeln oder auf der Erde

Merkmale zum Bestimmen

.Das unansehnliche Pilzchen trägt einen sehr dünnfleischigen, etwas zähen Hut. Er ist nur 1 bis 3 cm breit, glatt, fleischrötlich, hellbräunlich oder weißlich, anfänglich gewölbt, wird dann flach, wellig verbogen und runzlig. Der Rand rollt sich mitunter aufwärts um. Der reife Hut fault nicht leicht sondern schrumpft und trocknet ein.

Die weißen, weitläufig stehenden Blättchen sind nur 1 mm breit, angewachsen oder frei, werden trocken kraus und sind im Alter adrig verbunden.

Der zähe, trockne, hornige, hohle Stiel ist meist glänzend, glatt, dunkel rotbraun oder braunschwarz, oben heller und etwas verdickt. Er wird 2 bis 5 cm lang und 0,5 bis 2 mm dick.

Der Pilz duftet, besonders zerrieben, stark und angenehm nach Knoblauch. Ein Merkmal, das auch beim Kauen getrockneter Pilze gut zu erkennen ist.

Dieser unscheinbare Pilz dient als beliebte Würze für Saucen und Fleischspeisen, besonders für Hammelfleisch, und ist ein begehrter Handelsartikel. Er wird vorwiegend von Frankreich aus als "französischer Mousseron" in den Handel gebracht. Der winzige Pilz bringt den Franzosen jährlich 5 Millionen Mark (Stand 1913) ein. In Deutschland wird er viel seltener gesammelt.

Genießbarkeit: essbar

Synonyme: Echter Musseron, Lauch-Schwindpilz, Kleines Dürrbein, Kleines Dürrbehndl, Schwarzstieliger Knoblauchschwindling, Glattstieliger Knoblauch-Schwindling

Ähnlich:

Nadel-Schwindpilz: kleiner; Hut dünner; Stiel glanzlos; samtfilzig; übelduftend; herdenweise auf verwesenden Fichtennadeln


Quelle: Die Pilze unserer Heimat von E. Gramberg, Leipzig 1913