Mehlpilz

Die dünnfleischige Form – die unsere Abbildung darstellt – wurde in älterer Literatur als besondere Art (Rötlicher Mehlp., Cl. orcella Quel.) beschrieben, wird aber neuerdings mit der dicker fleischigen, mehr weißgrauen Form vereinigt. Letztere ist in der Küche wertvoller. Der Mehlpilz hat einen 3 bis 8, selten auch bis 11 cm breiten, weißen, weißgrauen oder weißgelblichen Hut. Dieser ist mehr oder weniger dickfleischig, glatt und bei feuchtem Wetter etwas fettig und klebrig.

Grüner Knollenblätterpilz - Amanita phalloides

Der grüne Knollenblätterpilz ist wohl ebenso giftig, wie der gelbliche und wie der Frühlings-Knollenblätterpilz. Er ist jedoch weniger gefährlich, da wegen seiner grünlichen Farbe Verwechslungen mit Champignons kaum vorkommen. Dieser Knollenblätterpilz wächst vorwiegend in Laubwäldern und Gebüschen, in denen er nicht selten im Sommer und Herbst zu finden ist. Seltener kommt er in gemischten und Nadelwäldern vor. Er findet sich dort am Rande der Gehölze und verschwindet schon Ende September.

Grünspan-Träuschling

Es ist ein kleiner, auffällig schöner Pilz, dessen Farben von Hut und Lamellen einen prächtigen Farbkontrast ergibt. Der dünnfleischige Hut ist jung und bei feuchtem Wetter mit blaugrünem oder grünspanfarbenem, dickem Schleim bedeckt und am Rande weißflockig.

Gelblicher Knollenblätterpilz - Amanita mappa

Dieser Pilz gehört nebst dem grünen und dem Frühlings-Knollenblätterpilz zu den weitaus gefährlichsten aller Giftpilze. Schon 2 bis 3 Exemplare, die der Sammler irrtümlich den Speisepilzen beimischt, sid ausreichen, um einen Menschen zu töten. Auch ärztliche Hilfe vermag bei einer Vergiftung durch diesen Pilz nur wenig auszurichten, da die Symptome auffallenderweise erst 10 bis 30 Stunden nach vem Verzehr eintreten, in welcher Zeit das Gift bereits ins Blut übergetreten ist.

Grünblättrige Schwefelkopf Pilze

Der Baumpilz verschönt besonders alte Stümpfe, die er in dichten Rasen bekleidet. Der 3 bis 6 cm breite, dünnfleischige Hut ist schwefelgelb mit dunklerer, meist rötlicher oder bräunlicher Mitte, mitunter gelbbraun. Anfänglich ist er glockig, später flach oder gebuckelt. Die Oberfläche erscheint glatt und glanzlos. Die Unterseite wird in der Jugend durch einen gelben, dünnfransigen, flüchtigen Schleier geschlossen, der sich allmählich dunkler färbt und bald verschwindet.

Fliegenpilz - Amanita muscaria

Der Fliegenpilz ist schon seit dem Altertum allgemein als Giftpilz bekannt. Es sind früher mehrfach schwere, aber sehr selten tödliche Vergiftungen durch ihn festgestellt worden, doch ist er weit weniger gefährlich, als seine Verwandten, die Knollenblätterpilze. Seine Giftwirkung ist weit schwächer, ja sie fehlt bei diesem rätselhaften Pilz mitunter ganz. Manche nordasiatische Völker versetzen sich durch den Genuss getrockneter Fliegenpilze* in einen rauschartigen Zustand. Mitunter wird der Pilz zum Vergiften von Fliegen benutzt, indem man ihn in Milch legt oder darin kocht.

Schöner ist sicher der alte Name: Zimtpilz. Der dünnfleischige Hut ist zimtbraun, bruangelb, braunrot oder gelb und erreicht eine Breite von 3 bis 8 cm. Seine Oberfläche ist durch Seidenhärchen schimmernd oder zart schuppig. Anfänglich ist der Hut gewölbt, verflacht später, behält aber meist einen Höcker. Das Fleisch ist zitronengelb und nur 3 bis 5 mm dick.

Pantherpilz - Amanita pantherina

Amanita pantherina ist giftig! Es ist jedoch eine Merkwürdigkeit, dass er bei E. Gramberg als "essbar" gilt. Dazu schreibt Gramberg, dass früher der Pantherpilz allgemein als giftig angesehen wurde, was er nicht ist und dass für die Verwendung lediglich die unappetitliche Oberhaut zu entfernen sei.

Perlpilz - Amanita rubescens

Der Perlpilz, der häufig in Nadelwäldern vorkommt, schmeckt besonders gut in Mischgerichten von Waldschwämmen (Maronen, Pfifferlinge, usw). Es lohnt, diese für Anfänger etwas schwierig bestimmbare Art durch genaues Studium mit in das Repertoire aufzunehmen, da er oft zu kleine Ausbeuten lohnend ergänzt.

Scheidenpilz - Amanitopsis vaginata

Der Scheidenpilz ist sehr häufig vom Juni bis Oktober in Wäldern, Waldsümpfen und - brüchen, in Torfmooren, auf Grasheiden und in Gebüschen zu finden, geht auch bis ins Hochgebirge hinauf. Jeder aufmerksam Wanderer hat ihn schon einmal im Wald entdeckt, doch gesammelt wird er selten, vielleicht, weil man ihn wegen der Knolle für giftig hält (Knollenblätterpilz). Doch gibt es in der unten stehenden Beschreibung eindeutige Erkennungsmerkmale. So fehlt dem Scheidenstreifling beispielsweise eine Manschette am Stiel.

Hallimasch - Armillaria solidipes

Der Baumpilz hat keinen außergewöhnlichen Geschmack, doch im Spätsommer und Herbst findet man ihn im Wald in großen Mengen. Die Pilzgerichte sollten gut 20 Minuten gedünstet werden, weil der Hallimasch etwas zäh ist. Der Pilz könnte leicht mit dem Sparrigen Schüppling verwechselt werden, der auch nicht giftig ist, aber einfach nicht gut schmeckt(rettichartiger Geschmack).

Ackerschirmpilz - Macrolepiota excoriata

Der Ackerschirmpilz kommt im Herbst, mitunter auch im Sommer oder gar im Frühling, nicht selten auf sandigen Stoppeläckern, Brachfeldern, Grasplätzen, Triften und an Wegen vor und wächst gesellig.

Pilz Lila Dickfuß

Der Lila Dickfuß ist eine prächtige Zierde des Nadelwaldes. Sein ziemlich dickfleischiger Hut kommt lila, feinfasrig und seidenartig glänzend aus der erde; im Alter dagegen verfärbt er sich von der Mitte aus, wird kahl, zimtfarben oder rotbraun, oft brüchig und klaffend rissig.

Gemeiner Safranschirmling

Er ist dem Riesenschirmling (Parasol), mit dem er oft verwechselt wird, ähnlich, steht ihm an Größe aber etwas nach. Die Bestimmung geschieht neben den äußeren Merkmalen vor allem durch die rosenrote Verfärbung an Bruch- oder Schnittstellen.

Riesenschirmpilz - Macrolepiota procera

Der Riesenschirmpilz, auch großer Schirmpilz genannt und mit den Champignons verwandt, ist einer unserer stattlichsten Lamellenpilze, dem an Größe und Schönheit des Baues kaum ein anderer gleichkommt. Für Anfänger ist der Parasol leicht zu bestimmen. Besonders ist vor allem sein sehr guter Geschmack.

Reifpilz - Rozites caperata

Er ist ein vorzüglicher, zartfleischiger Speisepilz, der leider als solcher recht unbekannt ist. Allerdings ist er nur im jugendlichen Stadium schmackhaft. Man findet ihn von August bis Oktober nicht selten in Wäldern und Waldheiden, besonders in Nadelholzwäldern und im Gebirge. Er wächst meist gesellig; zuweilen bildet er Ringe (sogenannte Hexenringe).

Stockschwämmchen - Pholiota mutabilis

Das Strockschwämmchen ist meist ziemlich klein und unscheinbar, aber wegen seines Wohlgeschmacks und häufigen Vorkommens ein wichtiger Speisepilz, der vielseitig zubereitet werden kann. Der Baumpilz ist sehr schmackhaft und leicht zu finden; doch er kann mit dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf verwechselt werden, was bei genauem Vergleich jedoch nicht vorkommen dürfte. Lies also genau die Beschreibung. 

Sparriger Schuppenpilz

Der Baumpilz, der aus der Familie der Träuschlingsverwandten stammt, ist etwas dem Hallimasch ähnlich, doch ist sein Hut meist leuchtender, und die Kappen wie die Stiele sind recht gleichmäßig beschuppt. Früher galten die Kappen als bedingt essbar, heute zählt man den sparrigen Schüppling eher zu den Giftpilzen, doch weil das Fleisch sehr zäh ist, ist er ohnehin für die Küche nicht zu gebrauchen.

Schafchampignon - Psalliota arvensis

Gerade dieser Pilz gibt durch seine Ähnlichkeiten mit dem Frühlings- und Gelblichen Knollenblätterpilz oft Anlass zu verhängnisvollen Verwechslungen. Solche treten um so leichter auf, da der Anis-Champignon häufig in Gesellschaft der Knollenblätterpilze vorkommt und ihnen besonders im jugendlichen Zustande auffällig gleicht.

Feldchampignon - Psalliota campestris

Den Wiesen-Champignon findet man auf Wiesen und Weiden (Pferdekoppeln), doch bekannter ist er als Kultur-Champignon. Trotzdem wird er in der Natur von den Laien-Sammlern keinesfalls mit Sicherheit erkannt. Man verwechselt ihn mit anderen weißen Schwammerln, seltener jedoch mit dem giftigen Knollenblätterpilze, der seinen Standort nicht teilt.

Ziegenlippe - Xerocomus subtobentosus

Ein in Größe, Form und Farbe erstaunlich veränderlicher Pilz. Der zarte, weiche, filzige Hut ist matt, olivebraun, olive-graugelb, braungelb oder lederfarben, oft purpurn überlaufen. Er wird 7 bis 10, bisweilen bis 15 cm breit, ist jung halbkugelig oder hochgewölbt, später flach.

Maronenpilz - Xerocomus badius

Der Hut dieser dem Steinpilz ähnlichen Art wird 6 – 12, seltener bis 16 cm breit. Er ist jung fein samtartig-filzig, später kahl und glänzend oder matt, meist trocken, bei feuchten Wetter klebrig oder schmierig. Seine Farbe ist, wie sein Name andeutet, kastanienbraun, fahlbraun, braungelb, in der Jugend auch wohl brau- oder schwarzgrün.

Gallenröhrling - Tylopilus felleus

Der Gallenpilz ist ein unangenehmer Doppelgänger des Steinpilzes, dem er besonders in der Jugend täuschend ähnlich ist. Der kahle, in der Mitte zuweilen gekörnelte Hut ist anfangs halbkuglig, dann polsterförmig gewölbt oder flach, nicht selten wellig verbogen. Er wird 6 bis 10, selten bis 16 cm breit, ist falbbraun, grau-, zimt-, olivbraun oder lederfarben, matt oder glänzend; der Rand erscheint meist blasser.

Erdritterpilz - Tricholoma terreum

Der dünnfleischige, trockne, weiche, zerbrechliche Hut ist erdfarben: grau, mäusegrau, weißgrau, graubraun oder graubläulich und mit fasrigen, dunklen, eingewachsenen Schüppchen und Fäden bedeckt. Er ist anfangs glocken- oder kegelförmig, dann ausgebreitet, bleibt aber in der Mitte meist spitz gebuckelt und wird 5 bis 10 cm breit.

Schwefelgelber Ritterpilz - Tricholoma sulfureum

Alle Teile dieses übel riechenden Pilzes sind schwefelgelb. Der Hut wird im Alter schmutzig gelbbraun oder etwas rotbräunlich; die Mitte ist oft dunkler gefärbt. Er erreicht eine Breite von 4 bis 8, selten bis 10 cm, ist anfangs fein seidenfasrig, dann kahl. Er ist glanzlos, trocken, glatt und mitunter höckrig. Das schwefelgelbe Fleisch färbt sich bei zunehmendem Alter schmutzig gelbrötlich.