Gartemnohn

Die Mohnblumenart, welche ich zuerst vorstellen möchte, mag die bekannteste sein. Es ist der sogenannte Klatschmohn, Papaver rhoeas, den wir in romantischer Erinnerung in Verbindung mit Getreidefeldern bringen, wo er meist am Rand und zusammen mit Kornblumen wächst. Im Garten wird diese einjährige Art nur für Samenmischungen, die temporäre Blumenwiesen ergeben, verwendet.

In welcher Art man richtige Mohnblumenwiesen mit Papaver rhoeas anlegen kann, habe ich an anderer Stelle geschrieben.

Doch für die kleineren Hausgärten ist die Art Papaver orientale, der Türkische Mohn (auch Gartenmohn genannt) etwas interessanter. Zwar lassen sich auch mit ihm kleinere Mohnblumenwiesen anlegen, jedoch verwendet man ihn besser als Blütenstaude. Da der Türkische Mohn sich gut schneiden lässt und in der Vase lange hält, ist er auch als Schnittblume sehr beliebt. Sorten des Papaver orientale blühen von Mai bis Juni in verschiedenen Farbtönen wie Orangerot bis Karminrot und von Weiß bis hin zu Rosa. Wer nur den knallroten Türkenmohn liebt, der sollte bei der Sortenwahl genau hinsehen.

Weniger bekannt ist der Island-Mohn, Papaver nudicaule, der wieder ganz andere Qualitäten aufweist, als die oberen zwei Arten. Hatten ich zuerst eine einjährige Sommerblume (Papaver rhoeas) und dann eine mehrjährige Staude (Papaver orientale) beschrieben, so ist der Islandmohn eine einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze. Man säe ihn am besten an einem sonnigen Platz aus, an welchem er dann auch überwintern kann. Sollten die Pflanzen dennoch eingehen, dann hat man für das Folgejahr jedoch bereits wieder genug neue Sämlinge, die sich schnell zu blühenden Exemplaren entwickeln.

Die Besonderheit des Islandmohns ist aber die, dass er im Vergleich zu den andern Arten viel länger blüht. Es ist erst noch herauszufinden, wo man ihn überall einsetzen kann. Ich habe ihn schon im Vorgarten oder auch als Grabbepflannzung gesehen. Derzeit teste ich ihn auf der Krone einer kleinen Trockenmauer.