Vogelknöterich
Das Kraut wächst flach am Boden

Vogelknöterich, Polygonum aviculare. Die vielen kleinen "Knoten" im bis zu 50 cm langen, erst aufrechten und später niederliegenden Stängel gaben dem Knöterich oder Tausendknoten seinen Namen. Die einjährige, krautige Pflanze besitzt längliche, elliptische Blätter. In den Blattachseln treibt sie jeweils 1 bis 3 ca. 3 mm lange, trichterförmige, rosarote bis grünlichweiße Blüten aus.

Unzählige Vogelarten ernähren sich von den kleinen 2 – 3 mm langen dreikantigen Früchten, daher der Name Vogelknöterich.

Der Vogelknöterich ist stickstoffliebend und wächst besonders in der Nähe von Ansiedlungen, auf Äckern und Wegen, an Feldrainen, Schutt- und auf mageren Grasplätzen. Er blüht von Mai bis November; von Juni bis September kann das blühende Kraut ohne Wurzel gesammelt werden.

Volksnamen: Blutkraut, Plattsaat, Saugras, Wegetritt, Wegkraut, Zerrgras

Heilwirkung

Als eine schon seit jeher bekannte Heilpflanze wurden die Wirkstoffe des Vogelknöterichs früher zur unterstützenden Behandlung entzündlicher Veränderungen der Mund- und Rachenschleimhaut, bei Atemwegserkrankungen sowie gegen Durchfall verwendet. Ebenso kann es als harntreibendes Mittel bei Blasen- und Nierenerkrankungen, bei rheumatischen Beschwerden und, aufgrund des Gehaltes an Kieselsäure (bis zu 1 % des Trockengewichtes), als unterstützendes Mittel bei der Therapie der Lungentuberkulose eingesetzt werden. Äußerlich verwendete man das Kraut bei Geschwüren und Wunden.

Für Tee wird ein gehäufter Teelöffel (etwa 1,5 g) zerkleinertes, getrocknetes Vogelknöterichkraut mit ca. 150 ml kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach 5 bis 10 Minuten abgeseiht. Von dem Tee trinke man 3 bis 5 mal täglich eine Tasse voll.

Achtung: Die Unbedenklichkeit der Heilpflanze ist nicht erwiesen. Sie sollte auf keinen Fall in der Schwangerschaft verwendet werden. In einigen Quellen wird von einer Selbsttherapie mit Vogelknöterich gänzlich abgeraten.