Blütenstauden

Tränendes Herz (Dicentra spectabilis)

Das Tränendes Herz hat die botanische Bezeichnung Lamprocapnos spectabilis (bekannter ist das Synonym Dicentra spectabilis) und vielerlei volkstümliche Namen, wie Hohe Herzblume, Herzblume, Flammendes Herz, Herzerlstock, Frauenherz oder Marienherz, und ist eine bekannte mehrjährige Schmuckstaude für bunte Staudenrabatten. Neben der Verwendung in Blumen- und Staudengärten sie eine typische Pflanze des Bauerngartens, wo sie zur Zierde, aber auch als Schnittblume dient. Vor allem blüht das Tränende Herz zu einer Zeit (Mai und Juni), wo im Garten gar nicht so viele Blumen geschnitten werden können, denn die Frühlingsblumen sind bereits verwelkt und die Sommerblumen sind noch nicht im Flor.

Zwerg-Herzblume

Bei dieser Zierstaude haben wir die Besonderheit, dass zwei Arten den Namen Zwerg-Herzblume (auch Zwergige Herzblumen, Doppelsporn) tragen. Das sind Dicentra formosa und Dicentra eximia. Letztere stelle ich zuerst vor. Vorweg nenne ich hier aber die Vorzüge dieser Zwergherzblumen, denn die Besonderheiten jener unauffälligen Blütenstauden werden allzu oft übersehen. Es sind etwa 30 cm hoch werdende Dauerblüher, welche von Anfang Mai bis September mit hängenden, tief purpurnen Herzblüten punkten. Die mehrjährigen Stauden gedeihen in Sonne und Halbschatten und nach meinen Erfahrungen selbst noch in schattigen Gartenpartien sehr gut und sie tolerieren sogar den Wurzeldruck großer Gehölze! Schnecken fressen an ihnen nicht. Die Farbpalette der Sorten reicht von dunklen und hellen Rottönen über Rosa bis zum reinem Weiß.

Goldfelberich, Lysimachia punctata

Der Goldfelberich, Lysimachia punctata, auch nur Felberich oder Punktierter Gilbweiderich genannt, ist in unseren Gärten eine der wenigen krautigen Pflanzen, welche bereits Juni zu blühen beginnt, dann jedoch eine lange Zeit bis in den Sommer hinein ihre Blüten zeigt. Für Schnittblumen ist der Juni häufig noch nicht allzu ergiebig, die Frühlingsblüher sind schon vergangen, doch die typischen Sommerblumen noch lange nicht in den Flor kommen.

Weisser und blauer Steppensalbei

Der Steppensalbei, neu auch auch Steppen-Salbei geschrieben, ist ein Ziersalbei, der meist in edler blauer Farbe und als mehrjährige Gartenstaude sehr ausdauernd blüht. Der Ziersalbei ist absolut winterhart, trockenheitsverträglich, robust und vital. Die Pflanzen können selber leicht vermehrt werden. Salvia nemorosa wird gern von Bienen und Insekten besucht (Bienenfutterpflanze). Die Hauptblüte reicht von Juni bis August, und einige Sorten schaffen es sogar von Mitte Mai bis September. Die Blühstauden duften in den Mittagsstunden leicht und angenehm. Sie können in den verschiedensten Pflanzungen und auch als ausdauernde Balkonbepflanzungen Verwendung finden.

Echter Lavendel, Duftlavendel

Lavandula angustifolia ist der Echte Lavendel, der im Verkaufsregel oft auch als Duftlavendel ausgezeichnet ist. Es ist die mit Sicherheit die beliebteste mediterrane Blütenpflanze, doch in den Gärten oder an den Terrassen finden wir sie gar nicht so häufig. Der Grund dafür ist, dass die Zierpflanzen im Winter oft erfrieren, oder so sehr an Form verlieren, dass sie wieder entfernt werden müssen. Wie wir mit dieser Problematik umgehen können und wir diese Pflanzen richtig pflegen müssen, ist im folgenden kurz gefassten Text erklärt. Trotzdem sollten wir auch den Vorschlag prüfen, ob die eine oder andere robustere Staude als Ersatzpflanzung herhalten kann. Mitunter wird die Art mit dem frostempfindlicheren Lavendula latifólia verwechselt, was ebenfalls eine Ursache für das Eingehen der Pflanzungen sein kann.