Salvia verticillata 'Purple Rain'Die Sorte Salvia verticillata 'Purple Rain' blüht eindeutig am längsten.
Die Sorte Salvia verticillata 'Purple Rain' blüht eindeutig am längsten.

Die Staude aus dem Mittelmeerraum, welche erst seit den 2000er Jahren als Zierpflanze gezüchtet wird, bereichert das Spektrum der vielen zierenden Salbeiformen, welche als Sommerblumen in Gärten, Rabatten und als Balkonbepflanzung Verwendung finden. Der Quirlblütiger Salbei (Salvia verticillata) ist eine absolut frostharte Salbeiart und nur wenige Zierstauden vermögen so lange und anhaltend zu blühen, zudem die meisten der Blühstauden ihren Flor im Frühling verschwenden. Mit diesen Eigenschaften ist es ein Gewächs, welches ideal für mediterrane Gärten und Terrassen eignet, da diese unbedingt die sommerlichen Blüten brauchen.

Der Verwendung als mediterrane Pflanze kommt der Quirlblütige Salbei nicht nur seine Herkunft entgegen, sondern auch die silbrig überhauchte Farbe seiner Pflanzenteile. Dieses patinagrün der Blätter täuscht auch bei trüber Witterung gleißende Sonne vor und passt zu den vielen anderen typischen Stauden und Gehölzen, welche der Autor gern als winterharte, mediterrane Ersatzpflanzen bezeichnet. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die in Wildstaudengärten, in Steingärten, sowie als Ersatz für Lavendel.

Botanik

Die Pflanzenart Salvia verticillata gehört zur Gattung Salbei (Salvia). Diese fügt sich in die Unterfamilie der Nepetoideae und diese in die Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Lippenblütler gehören zur Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales). Der Artname S. verticillata leitet sich vom lateinischen verticilláris ab, was in der Übersetzung quirlförmig heißt. Daher auch der etwas holprig klingende Name Quirlblütiger Salbei oder Quirlblütiger Garten-Salbei. Vielleicht wird irgendwann ein schönerer Verkaufsname gefunden – Etagen-Salbei wäre mein Vorschlag in Anspielung auf die etagenartig angeordneten Quirlblüten. Der Ziersalbei hat grüne herzförmige Blätter, welche an de Rändern gekerbt sind. Die Stauden werden inklusive der Blüten 40 bis 60 cm hoch und etwa halb so breit. Die Blüten stehen in Quirlen an Ähren und bilden jeweils die charakteristischen Farbtupfen des Flors, welcher bei der Sorte Salvia verticillata 'Purple Rain' bereits im Mai beginnt und bis in den September hinein währt. Die Pflanzen werden im Sommer von Bienen und Insekten aufgesucht – sie zählen als Bienenweide.

Vermehrung

Die Sorten werden am besten vegetativ , also durch Teilung der Stauden vermehrt. Das machen wir im April oder Ende August. Dazu werden die Stauden mit Schonung der Wurzeln ausgegraben und mit einem scharfen Messer von oben her in zwei oder mehrere Teile zerschnitten. Eventuell werden zu lange Wurzeln etwas gekürzt – im September benenfalls das Laub. Anschließeng seetzten wir die Pflanzen in gut gelockerten Boden und gießen sie sofort an. In den nächsten zwei Monaten sind die Setzlinge regelmäßig  mäßig zu gießen. Gedüngt werden sie direkt nach der Pflanzung und im Herbst nicht.

Im Handel werden auch Samen angeboten. Sie werden im April gesät, wenn die Obstbäume blühen. Dabei werden sie nicht tief gesät, weil die Pflanzen zu den Lichtkeimern zählen. Die Keimung setzt erst ein, wenn die Temperaturen über 15°C liegen. Sind die Sämlinge kräftig genug, können sie verpflanzt werden, was bei kühler, feuchter Witterung und spätestens im August geschehen sollte.

Sorten – Salvia verticillata

  • 'Alba' die weiße Form; Blüte von Juni bis September; 50 bis 60 cm hoch
  • 'Purple Rain' violettpurpur; Flor von Mai bis September; 30 bis 60 cm
  • 'Hannay´s Blue' ('Hannah's Blue') violette, fast blaue Quirlblüten von Juli bis September; sehr ordentlicher Habitus; 30 bis 50 cm hoch
  • 'Purple Fairy Tale' tief Violett, 50 cm hoch

Standortansprüche und Pflege

Die Staude wünscht einen warmen und sonnigen Standort, lichter Halbschatten schadet nichts, doch je dunkler die Standorte werden, um so stakseliger wachsen dort die Pflanzen. Der Boden sollte nicht zu trocken sein und keine stehende Nässe aufweisen. Die Pflege beschränkt sich auf das Gießen bei Trockenheit. Einmal im Jahr sollten mit einem gängigen flüssigen Blumendünger Nährstoffe zugeführt werden. Ist im August absehbar, dass die Blüten schon zeitig verblühen, schneiden wir die Blütenstängel aus der Staude heraus und bekommen noch einmal eine schöne Nachblüte.