Blütenstauden

Perovskia abrotanoides und Helenium

Man nennt sie Perowskia oder Blauraute. Doch diese Zierpflanze noch etliche deutsche Namen, die den Halbstrauch recht gut charakterisieren: Perovskia, Perovskie, Blaustrauch, Silberstrauch, Silberbusch, Afghanistanischer oder oder Afghanischer Lavendel. Der Grund, warum es solch ein Durcheinander von Namen gibt ist der, dass wir von der Pflanzengattung Peróvskia für den Garten zwei verschiedene Arten zur Verfügung haben und das ist Perovskia atriplicifolia, die Silber-Perowskie und Peróvskia abrotanoìdes (die lavendel- bzw. rautenartige P.). In den Gartenmärkten wird da aber kein Unterschied gemacht, zumal noch eine Hybridsorte existiert, welche beide Arten als Eltern hat. Letztlich gibt es nur zwei Sorten, die wir kaufen können und diese sind unten beschrieben. Das Besondere dieser Halbstauden ist, dass sie an sonnigen und trockenen Standorten bestens gedeihen. Sie ziehen Bienen magisch an (Bienenweide) und sie ergänzen Gärten und blühende Staudenrabatten im Sommer mit der dann so seltenen Blütenfarbe blau.

Anaphalis triplivernis

Anaphalis triplivernis, Perlkörbchen oder Perlpfötchen ist eine mehrjährige Wildstaude mit kleinen, weißen Blüten. Sie wird bis zu 20 cm hoch und wächst besonders gut auf sandigen und trockenen, alkalischen Böden. Diese sehr robuste Sommerblume, die außerordentlich lange blüht, ist leider viel zu selten in unseren Gärten oder Außenanlagen zu finden. Dabei punktet das silbrige Gewächs mit Anspruchslosigkeit und leichter Vermehrbarkeit durch Teilung.

Nepeta faassenii Walkers Low Katzenminze

Wer eine sogenannte Katzenminze beim Gärtner kauft, der wird meistens mit Nepeta x faassenii aus dem Laden kommen. Genau genommen ist aber die unbekanntere Art Nepeta cataria (siehe unten) die in alten Kräuterbüchern behandelte Katzenminze, welch tatsächlich auch eine Heilpflanze ist, deren Blätter man beispielsweise bei Zahnschmerzen kauen kann. Diese Art ist jedoch nicht besonders zierend. Nun hat sich der Name aber auf die blau blühende Zierstaude übertragen, welche bereits der legendäre Staudengärtner Karl Foerster als unersetzlich für Steingärten erklärt hat. Die Besonderheit der Pflanzen ist der lange Flor, der von Mai bis Ende September währt!

Monarden

Die Hauptblütezeit der Monarden fällt in den Hochsommer und obwohl diese nützlichen Zierpflanzen schon lange kultiviert und gezüchtet werden, sind sie mehr Wildstaude, als Sommerblume geblieben. Der zweite deutschen Name, den die Monarde besitzt ist "Indianernessel", was uns bereits auf das Herkunftsgebiet der Staude weist. Zudem zeigt der Name an, dass diese Ziernessel bei den Ureinwohnern Amerikas eine besondere Stellung einnahm. Dort wurde sie seit Alters her als Heilpflanze genutzt. Daneben können die Blüten und Blätter als Tee aufgegossen oder frisch diversen Kräutermischungen (z.B. für Kräuterquark) zugegeben werden.

Salvia nemorosa Blauhügel Steppensalbei neben Rosen

Ziersalbei gibt es in vielen Farben, doch die rein blauen und roten sind die schönsten. Bevor wir zum Thema kommen sei aber folgendes vorweg gesagt: Bei den zierenden Salbeiarten (Salvien) und deren Benennung gibt es schon ein tüchtiges Durcheinander in der Literatur und besonders in den Onlinemedien. Auf der einen Seite meint man damit Sorten der Salvia nemorosa (mehrjährige Staude), und auf der anderen Seite sind mit Ziersalbei alle möglichen Arten und Sorten gemeint, die sich für die Pflanzung auf den Blumenrabatten eignen inklusive – S. nemorosa. Einige dieser Sommerblumen sind einjährig und werden in den Gartenmärkten Anfang Mai verkauft. Die winterharten Formen werden in Märkten oder in Staudengärtereien vom Frühling bis September angeboten.