Luzula sylvatica im Mai
Luzula sylvatica im Mai, dauergrüner Bodendecker. Absolut robust!

Oft wird nach immergrünen Bodendeckern für wirklich schattige und trockene Standorte gesucht, doch es werden selten geeignete Pflanzen angeboten. Luzula sylvatica, die Waldmarbel (Waldsegge, Wald-Hainsimse, Große Hainsimse) ist seltsamerweise kaum bekannt. Dabei ist sie unter der Gruppe der Gräser außergewöhnlich hart was Trockenheit und Schatten betrifft.

Herkunft und Bodenansprüche

Luzula sylvatica ist eine heimische Pflanzenart und in ganz Europa und in Asien bis zum Kaukasus hin verbreitet. Dass die Waldmarbel im Garten weniger verwendet wird, mag vielleicht daran liegen, dass sie saure Böden bevorzugt: In Europa kommt sie vor allem im Westen und Süden des Kontinents vor. Ihre Standorte sind mäßig schattige Wälder, die einen sauren Boden aufweisen wie z.B. Fichten- und Lärchenwälder, weiterhin auch Latschengebüsche und alpine Hochstaudenflure. Die Pflanze ist kalkmeidend und gedeiht auf gut durchfeuchteten, modrig-humosen, mäßig sauren bis sauren Böden.

Verwendung

Die Waldsegge ist vor allem ein teppichbildendes Gras für den Halbschatten, doch auch im tieferen Schatten gedeiht es noch, wo andere Stauden und Gräser versagen.
Man kann es also teppichbildend pflanzen, oder nur einzelne Horste setzten. Dazu pflanze man als Kontrast breitblättrige Stauden.

Gartensorte

Luzula sylvatica WaldmarpelDie Sorte 'Trauerpaß' ist eine wüchsige Auslese mit breiteren, hellgrünen Blättern und wird 30 bis 40 cm hoch. Bei der bodenbedeckenden Pflanzung nimmt man 7 bis 9 Gräser pro m². Das getopfte Pflanzmaterial kann in einer Staudengärtnerei bestellt werden.

Ich habe bei mir ein paar dieser Pflanzen zum Testen in trockensten Schatten gesetzt, wo sie noch recht ordentlich aussehen. Natürlich sollte Luzula sylvatica bei sehr großer Trockenheit gewässert werden.  Wenn die Bepflanzung unter Bäumen mit der Zeit mager aussieht, dann liegt das weniger am fehlenden Wasser als an fehlenden Nährstoffen, welche von den Baumwurzeln verbraucht wurden. Deshalb sollte ab und zu gedüngt werden.Ein guter natürlicher Stickstoffdünger sind Hornspähne.

Hier im Bild sieht man, dass dieses Gras auch dem Wurzeldruck großer Bäume widersteht.